Der kürzeste Weg zu sich selbst,
führt um die Welt herum.

[Hermann Keyserling (1880-1964)]

Montag, 12. November 2012

Ein Reise geht zu Ende

Airlie Beach
Am 30. September 2012 haben wir uns von Stan & Jade gegen 10:30 Uhr verabschiedet, um weiter Richtung Norden zu Reisen. Wir hatten also Rockhampton verlassen und haben uns zu erst die Capricorn Caves angeschaut. Dort erhielten wir eine einstündige Führung, welche uns mit Rabatt $24,50 kostete. Aber die Führung war spektakulär – in den Höhlen befindet sich sogar eine Kapelle, in der man heiraten kann. Und unser Tourguide hatte wirklich interessante Erklärungen gegeben – es war den Besuch definitiv wert.
The Big Mango
Paluma-Range-Nationalpark
Danach fuhren wir nur noch die ganze Zeit, bis wir bei dem Campingplatz am Carmila Beach ankamen, wobei wir unterwegs bei 2 Driver Reviver angehalten hatten. Diese sollen Fahrer dazu anhalten öfter Pause zu machen und man bekommt dort kostenfreien Kaffe & Tee, sowie Kekse. Da wir nun endlich auch einmal direkt am Strand campen konnten, haben wir einen kleinen Strandspaziergang gemacht und mit Blick auf das Meer zu Abend gegessen. Später hatte ich dann begonnen ein neues Buch: Elizabeth Haran – Im Schatten des Teebaums zu lesen, bevor wir uns zu 3 älteren Pärchen ans Feuer gesellten. 2 Pärchen leben schon seit mehr als 20 Jahren in Australien, kamen aber ursprünglich aus England und Schottland. Die Schotten konnten wir trotzdem nicht verstehen, da sie immer noch einen sehr starken schottischen Akzent hatten.

Der nächste Morgen begann bereits um 6:45 Uhr und nach dem Frühstück fuhren wir nach Airlie Beach. Dieser Ort ist so klein, dass wir aus Versehen durchfuhren und im Shute Harbour ankamen, wo nichts ist.
Paluma-Range-Nationalpark
Die australische Stadt Airlie Beach liegt an der Ostküste und der kleine Ort nahe Brisbane hat sich ganz und gar auf den Tourismus spezialisiert, was angesichts der einzigartigen Natur nicht verwundert. Airlie Beach ist bei genauer Betrachtung eine Halbinsel und stellt das Tor zu den Whitsunday Islands dar. Diese Inselgruppe umfasst 74 Eilande, von denen jedoch die wenigsten bewohnt sind. Auf einigen sind idyllische Hotelresorts angesiedelt, sogar Camping ist teilweise gestattet. Wiederum andere Inseln wurden zu Nationalparks erklärt, die u. a. große Brutkolonien verschiedener Seevögel beheimaten. Unter der Wasseroberfläche erwartet den Besucher das Great Barrier Reef, das größte Korallenriff der Welt. Wassertemperaturen zwischen 20 & 30 °C laden rund um das Jahr zum Tauchen und Schnorcheln ein. Von Airlie Beach aus starten zahlreiche Trips und Unternehmungen – Segelausflüge zu den Inseln oder Tauchkurse am Korallenriff, sowie Rundflüge und Sky Diving für Schwindelfreie.
Paluma-Range-Nationalpark
Wir haben uns erst einmal einen Parkplatz etwas außerhalb des Zentrums gesucht, wo wir kostenfrei parken konnten. Von dort aus haben wir die Stadt erkundet und Informationsmaterialen zu Ausflügen zu den Whitsunday Islands gesammelt. Später haben wir uns in den Seabreeze Tourist Park für $12,50 pro Person & Nacht eingebucht, wenn man in seinem eigenen Gefährt schläft.
Danach liefen wir den Bicenntiennal Walk mit einer Länge von 2,7 km bis zur Lagune entlang. Im Zentrum angekommen durchstöberten wir die Shops und chillten uns an die Promenade, bevor wir gegen 17:30 Uhr im Airlie Thai zu Abend aßen. Danach liefen wir den ganzen Weg wieder zurück und nutzen noch die Möglichkeit der Campingküche und wuschen unser ganzen Geschirr ab.

Wallaman Falls
Am Samstag standen wir schon um 5:30 Uhr, da wir um 7 Uhr von einem Bus abgeholt wurden, da wir eine Tour mit dem Segelboot Derwent Hunter für $139 pro Person gebucht hatten. Um 8 Uhr legten wir bei starkem Wind & Regen ab und segelten bis zur Cave’s Cove von Hook Island. Während wir dann alle Gäste im Wasser umherschnorchelten ließ der Regen auch ein bisschen nach und ich konnte die Einweg-Unterwasser-Kamera, die Anni mir zum Geburtstag geschenkt hatte, einsetzen. Leider war das Riff überhaupt nicht schön und abgesehen von den bunten Fischen sehr enttäuschend – ich wünschte wir hätten damals eine Unterwasserkamera gehabt, als wir vor Russel Island Schnorcheln waren.
Nachdem Mittagessen machten wir und dann auch schon wieder auf den Rückweg. Der Ausflug war schön, die Crew war super nett und hochmotiviert, da sie zum 1. Mal seit 3 Wochen Wind zum Segeln hatten. Anni & ich waren leider ein bisschen enttäuscht, denn wir dachten irgendwie, dass diese Tour auch zum Whitehaven Beach gehen würde, der Hauptattraktion – ein 6 km langer Sandstrand, der zu den schönsten Stränden weltweit zählt – auf der Whitsunday Island. Dank eines Quarzgehalts von 99,7% ist der Whitehaven Beach auch der weißeste Strand der Welt. Aber das war leider nicht der Fall und da das Riff nicht schön war, haben wir das Geld so gut wie umsonst ausgegeben.
Wallaman Falls
Von dem Bus wurden wir dann wieder zurück zu unserer Unterkunft gebracht, doch leider setze sehr starker Regen ein, welcher den Umbau des Autos & das Umziehen etwas verkomplizierte.

Wir hatten eigentlich geplant noch eine weitere Tour zu machen, um den Whitehaven Beach zu sehen, aber leider war die Wettervorhersage für diesen Tag nicht sehr prickelnd, so dass wir entschieden Airlie Beach am 3. Oktober 2012 zu verlassen.
Von dort fuhren wir mit dem Auto ca. 40 min nördlich nach Bowen. Eine Besonderheit sind die im ganzen Ort anzutreffenden Wandbilder. 24 Bilder zeigen historische Themen, wie die frühe Besiedelung durch die Farmer oder die ersten motorisierten Fahrzeuge.
bei den Wallaman Falls
Ein lustiges Erinnerungsfoto machten wir bei der Big Mango. Diese riesige Skulptur der Mangofrucht steht neben dem Bowen Visitor Information Centre 4 km südlich der Ortschaft.
Später fuhren wir noch hinauf auf den Flagstaff Hill und genossen den einmaligen Ausblick.
Kurz vor Home Hill entdeckten wir ein Schild, dass auf einen Lookout hinwies, also folgten wir diesen. Der Ausblick war schön, aber leider habe ich beim Wenden einen Felsen übersehen und somit hingen wir mit unserem Hinterteil dort fest und Heiko ließ sich in keine Richtung bewegen. Während wir also überlegten wir das Problem lösen, kam nach 15 min Bob (Australier) und half uns. Es hatte nicht lange gedauert und Heiko war wieder frei.
In Ayr aßen wir gegen 12:30 Uhr bei McDonalds zu Mittag und machten uns dann auf nach Townsville. Dort sprang Heiko einmal wieder nicht mehr an, nachdem wir unser Benzin an einer Tankstelle aufgefüllt hatten. Also saßen wir dort 1 ½ Stunden rum und lasen, so dass der Motorraum runterkühlen konnte. Später fanden wir heraus was das Problem war: Der gute Stan hatte, als er in Rockhampton an unserem Auto herumwerkelte, einen seiner Werkzeugkoffer unter unsere Motorhaube liegen gelassen, welche an unserem Motor dahin schmolz. Als ich diese entfernt hatte und noch einmal den Wasserstand checkte, sprang Heiko auch wieder an und wir konnten weiterfahren.
Als Schlafplatz für die Nacht fanden wir uns im Saunders Park ein, wo wir wieder am Strand campen konnten. Die Zeit bis zum Abendessen verbrachten wir mit Lesen und um 19 Uhr war der Tag vorbei.

Am nächsten Morgen genossen wir unser Frühstück mit Blick auf das Meer, bevor wir zum Big Crystal Creek im Paluma-Range-Nationalpark fuhren.
Dieser Nationalpark ist 695 km² groß und ein Großteil ist seit 1988 wegen seiner natürlichen Schönheit, der biologischen Diversität, seiner Evolutionsgeschichte und als Habitat für zahlreiche bedrohte Tierarten als UNESCO-Weltnaturerbe Wet Tropics of Queensland gelistet. Der Park ist außerdem Teil der Paluma Important Bird Area in der zahlreiche endemische und gefährdete Vogelarten beheimatet sind. Er ist geprägt von tropischen Regenwald entlang des Gebirgszugs der Paluma Range mit dem 1000 m hohem Mount Spec.
mit Mic & Mac
Im Abschnitt des Big Crystal Creeks angekommen, fuhren wir ein Stückchen und liefen die letzten 100 m bis zu den Rock Slides – leider konnte man diese nicht hinunter rutschen, da nicht genug Wasser vorhanden war. Im Paradise Waterhole konnte man von den Felsen springen und baden. Wir machten auch einen Abstecher zu den Jourama Falls, hatten aber keine Lust bei der Mittagshitze bis zu den Hauptwasserfällen zu laufen.
In Ingham, einem Ort mit knapp 5.000 Einwohnern 100 km nordöstlich von Townsville, organisierte wir unser Mittagessen beim Coles, welches wir dann bei einem der Picknicktische bei dem Wallaman Falls einnahmen.
Paronella Park
Der Wallaman Falls liegt im Girringun Nationalpark und mit einer Höhe von ca. 278 m ist er der höchste einstufige Wasserfall Australiens. Seine Lage im UNESCO Weltnaturerbe Wet tropics of Queensland machen einen Besuch dieses schönen Naturdenkmals in jedem Falle zu einem wunderschönen Erlebnis. Vom Städtchen Ingham sind es etwa 50 km bis zum Fall. Die Straße ist fast durchgehend asphaltiert und nur die letzten Kilometer führen über einen Fahrweg. Uns bot sich ein imposanter Anblick, da die gewaltigen Wassermassen senkrecht in die Tiefe stürzen. Dort haben wir dann auch zum 1. Mal frei herumkriechende Schlangen gesehen und eine davon war mind. 2 m lang. Nachdem wir diverse Aussichtspunkte abgeklappert hatten, fuhren wir weiter nach Lucinda, wo wir das 6km lange Pier bestaunten.
Bei der Bilyana Rest Area genossen wir das restliche Tageslicht, um in unseren Bücher zu lesen und nach dem Abendessen gesellten wir uns zu Mic & Mac (Australier) in ihr riesiges Wohnmobil, welches ein umgebauter Schulbus ist. Mit ihnen quatschten wir ein wenig und tranken Tee, bevor wir um 19:30 Uhr schlafen gingen.

Der 5. Oktober  2012 bedeutete der letzte Tag unseres Road trips. Wir standen um 6:30 Uhr auf und nachdem wir uns von Mic & Mac verabschiedeten, fuhren wir zum Paronella Park.
Paronella Park
In Mena Creek liegt der Paronella Park, dessen Schönheit legendär ist. Wer ihn besucht, wird verzaubert. Immer wieder wurde diese Gartenanlage aus den 1930er-Jahren und die dazu gehörenden Gebäude durch die Natur – durch Feuer, Fluten und Zyklone – beschädigt und zerstört. Zuletzt knickte 2011 der Jahrhundertsturm Yasi die großen Palmen im Park wie Streichhölzer. Doch der Garten hat bis heute nichts von seinem Reiz auf den Betrachter verloren. Er wirkt verwunschen. Der Park ist das Werk eines spanischen Einwanderers namens José Paronella, der es durch Aufkauf heruntergekommener Zuckerrohr-Farmen zu Reichtum brachte und in Mena Creek seinen Lebenstraum verwirklichte. Er schuf eine Gartenanlage mit Wohnhaus, Schloss, Café mit Ballsaal, Tennisplätzen, Umkleideräumen, Springbrunnen, Fontänen und Wasserfällen. Eine technische Meisterleistung ist Josés Wasserkraftwerk, das erste seiner Art in Nord-Queensland. Er baute es 1933 und noch heute versorgt es den Paronella Park mit Strom. José pflanzte mehr als 7.000 Bäume, unter anderem eine Kauri-Bambus-Allee. 1935 öffnete er den Park für die Öffentlichkeit. Damals fanden dort Tanzabende und Partys statt, im Ballsaal wurden auch Filme gezeigt und am Wasserfall ausgiebig gebadet. Die heutigen Eigentümer bieten Tages- und Nachtführungen durch das 37 ha große Gelände an, und es finden oft Konzerte statt.  Für Fotofreunde hält der Park seltene Motive parat. Er mutet wie ein Relikt aus einer fernen, märchenhaften Welt an, wie ein Garten im Dornröschenschlaf, der nicht mehr geweckt werden will. Kein Wunder, dass in diesem romantischen Ambiente immer wieder Hochzeiten gefeiert werden.
Für $31,50 pro Person nahmen wir um 10 Uh an einer 45-minütigen Tour statt, wo wir zu den Highlights des Parks geführt wurden. Danach hatten wir noch ausgiebig Zeit, um haufenweise Fotos zu schießen. Mittag gönnten wir uns in dem dort vorhandenem kleinen Café.
Danach fuhren wir zu Kelcey nach Trinity Park, wo wir uns gleich ins Internet stürzten. Später räumten wir alles aus dem Auto, wuschen die Bettwäsche und ließen das Geschirr vom Geschirrspüler waschen.
Nach dem Abendessen verfasst ich ein Inserat zum Verkauf des Autos und stellte ihn auf www.gumtree.com.au ein. Die restliche zeit bis Kelcey gegen 21:30 Uhr nach Hause kam, verbrachten wir mit Lesen.

Rockhampton - Rinder, wohin das Auge blickt


Emu im Rockhampton Zoo
Wie immer erwachten wir um 7 Uhr am 24. September 2012 und nachdem wir Guido & Brandon ein wenig bei den Bauarbeiten am Anbau des Hauses zu schauten, nahm uns Andie gegen 9 Uhr mit zu dem Vater von ihrem Freund, der bei Heiko unter die Haube schaute und unser Problem lösen konnte – und das für Australier selbstverständlich umsonst. Wir sind immer wieder erstaunt, wie hilfsbereit und freundlich Australier sind – das wird mir definitiv in Deutschland fehlen. Danach nahm uns Andie mit ihrer Schwester zum Woolworths zum Einkaufen, um dann bei ihnen zu Hause für ca. 9 Leute Frühstück zuzubereiten. Nachdem Anni & ich noch schnell unsere Emails gecheckt hatten, fuhren wir gegen 12 Uhr endlich nach Rockhampton, um Stan wieder zusehen.
Koala im Rockhampton Zoo
Als ob die mehr als 2 Millionen Rinder in und um Rockhampton nicht schon genug wären: Die gesamte Stadt ist voll von riesengroßen Kuh- und Stierbildern und -figuren, die auch den letzten Unwissenden deutlich machen, dass man hier in der australischen Rinderhauptstadt ist. Könnte man die Rinder nicht sehen, man würde sie auf jeden Fall riechen, denn über die gesamte Stadt verbreitet sich ihr charakteristischer Geruch. Bei so vielen Rindern fehlen natürlich auch die Cowboys in ihren derben Stiefeln und mit den typischen breitrandigen Hüten nicht. Sie bevölkern die ganze Stadt, bringen Leben in die Pubs und Steaklokale und messen ihre Kräfte bei Rodeo-Wettkämpfen. Viktorianische Häuser säumen die breiten Straßen und zeugen von der einstigen Blütezeit im 19. Jahrhundert, als hier Gold- und Kupferminen abgebaut und auch bereits Rinder gezüchtet wurden. Ansonsten stehen überall auch die üblichen Queenslander-Häuser. Rocky, wie die Rockhamptoner ihr Städtchen liebevoll nennen, liegt direkt am südlichen Wendekreis, auch Wendekreis des Steinbocks genannt, nach dem wiederum auch die Capricorn Coast (=Steinbock-Küste) benannt ist, von der Rocky nur 40 km entfernt liegt. Mitten durch die Stadt fließt der Fitzroy. Im Sommer kann es in Rockhampton extrem heiß werden. Zum Glück ist es nicht weit nach Yeppoon an der Küste, wo immer eine frische Brise weht. Von dort fahren auch Schiffe zu den strahlend weißen Stränden auf Great Keppel Island. Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit bei Rocky sind die Capricorn Caves, faszinierende Kalksteinhöhlen mit zahlreichen Verzweigungen, die zum Teil so eng sind, dass sie so vielsagende Namen wie „Fat Man’s Misery“ tragen.
Byfield State Forest
Bei ihm sind wir dann gegen 14:45 Uhr angekommen, haben ein wenig gequatscht und schauten dann gemeinsam „Happy Feet 2“. Während wir mittlerweile „Megamind“ schauten, kam auch Jade von der Arbeit nach Hause mit ihren beiden Kindern – Indie (5 J.) & Georgia (3 J.). Die beiden sind auch gleich auf uns losgestürmt und haben sich gefreut, dass wir die nächsten Tage bei ihnen verbrachten. Nach einem gemeinsamen Abendessen, schauten wir den Film „Megamind“ zu Ende und dann mussten die Mädels auch schon ins Bett. Mit Stan & Jade chillten wir dann auf der Couch und guckten „Der verbotene Schlüssel“.

Am Dienstag quatschte ich nach dem Frühstück mit Jade während ich mit den Kindern ein bisschen malte. Danach nutzten Anni & ich das schöne Wetter und wuschen unsere Wäsche. Nach dem diesen dann auf der Leine hing, las ich mein Buch zu Ende, bevor ich ein paar Episoden von „How I met your mother“ schaute.
mit Stan
Zusammen mit Jade und den beiden Mädels ging es dann in den Rockhampton Zoo, wo der Eintritt kostenfrei ist. Wir gingen in aller Ruhe durch alle Gehege, begutachteten diverse Tiere und zum Schluss fütterten wir die Enten & Schildkröten an einem kleinen See, bevor es zu dem großen Spielplatz ging. Als Abschluss fuhren wir alle zu McDonalds und gönnten uns ein Eis.
Als wir wieder in Jades Haus angekommen waren, schauten wir erst „How I met your mother“ und dann die „Glücksbärchis“.
Nach dem Abendessen hieß es für die Töchter Schlafenszeit und wir Erwachsenen schauten den Film „Marvel's The Avengers“.

mit Jade, Georgia & Indie
Am nächsten Tag schliefen wir ein bisschen länger und erwachten erst um 8:15 Uhr. Da wir Stan & Jade versprochen hatten daheim zu bleiben, da jemand von der Telefongesellschaft im Laufe des Tages kommen sollte, schlugen wir die Zeit mit dem Schauen von „How I met your mother“ tot. Später schauten wir noch „Fast verheiratet“, wobei dann schon gegen 12:45 Uhr ein Mann von der Telefongesellschaft kam. Nachdem wir dann „Dark Shadows“ und „Safe - Todsicher“ guckten, kamen auch alle anderen mit einer riesigen Ladung Pizza zum Abendessen nach Hause, welche während des Films „Die Piraten - Ein Haufen merkwürdiger Typen“ verspeist wurde. Und da wir noch nicht genug Filme geschaut hatten, taten wir uns noch „StreetDance 2“ an.

Blick auf Rockhampton vom Mt. Archer
Am 27. September 2012 sind wir nach Yeppoon gefahren und haben als erstes einen Stopp bei der Touristeninformation eingelegt und uns eine Straßenkarte organisiert. Durch den Byfield State Forest ging es dann zur Nob Creek Pottery. Diese Keramikwerkstatt war schön anzusehen, aber leider total überteuert. Von dort aus fuhren wir zurück nach Yeppoon und besuchten den dortigen Aussichtspunkt, von wo aus man das Meer überblicken konnte. Im Rosslyn Bay Harbour gingen wir ein wenig spazieren, bevor wir uns das Singing Ship in Emu Park anschauten. Auf dem Rückweg hielten wir noch beim Coles, um eine Ladung Eis für alle zu kaufen – irgendetwas mussten wir den 4en ja zurückgeben können, so liebevoll wir die uns umsonst dort wohnen ließen und uns mit dem ganzen Essen verwöhnten.
Auf dem Mt. Archer
Während wir warteten, dass Jade mit Indie & Georgia nach Hause kam, haben wir „How I met your mother“ geschaut. Zur Freude der Mädchen hatte Jade dann ein Planschbecken auf geblasen und während sie darin badeten, hatten wir 3 Frauen ein kleines Picknick im Garten.
An diesem Tag hatte Stan, nachdem er von der Arbeit nach Hause kam auch das WiFi zum Funktionieren gebracht, so dass Anni & ich dies erst einmal nutzten. Nach dem Abendessen schauten wir 6 den Film „Rio“.

Auf dem Mt. Archer
Am Freitag lackierten wir uns alle die Finger- & Fußnägel in knallbunten Neonfarben noch bevor es überhaupt Frühstück gab. Später holte Jade die Gesichtsmalfarben raus und nach dem Indie mein Gesicht bemalt hatte, verschönerte ich ihres. Georgia dürfte sich im Gesicht ihrer Mutter verewigen, wurde dafür dann aber von Anni bemalt – die Ergebnisse waren sehr lustig. Nachdem die Gesichter dann wieder reingewaschen wurden, kam gegen 12 Uhr Jades Schwester Sarah mit ihrem Sohn Bailey (5 J.) und gemeinsam fuhren wir alle auf den Mt. Archer. Dort angekommen aßen wir Pommes zum Mittag bevor wir die 3 Aussichtspunkte abliefen.
Auf dem Mt. Archer
Wieder zurück schauten wir TV, bevor die Mädels von ihrem Vater abgeholt wurden, da sie dort das Wochenende bei ihm verbrachten. War sehr schade, dass ihr uns von den beiden Süßen schon verabschieden mussten.
Nach einer Runde im Internet, kam dann Bailey nachdem Abendessen über Nacht zu uns, da Sarah arbeiten musste. Auf seinen Wunsch hin schauten wir uns den Film „Scooby-Doo“ an.

Am nächsten Tag hatten Jade & Stan frei, und nachdem wir den Vormittag ein bisschen gequatscht hatten, machte sich Stan freundlicherweise daran uns einen neuen Zigarettenanzünder ins Auto einzubauen, so dass wir für die restliche Zeit des Road Trips unsere elektronische Geräten aufladen konnten. Dadurch hat der liebe Stan uns $105 erspart – und er wollte nicht einmal etwas dafür – so nett.
im Kmart
Da die beiden die ganze Woche über so nett waren, dachten wir uns den basteln wir als kleine Erinnerung Fotocollagen, also fuhren wir zum Kmart und druckten ein paar aus. Wieder zurück waren die beiden sehr erfreut darüber und haben auch gleich ein Plätzchen für die 2 Bilderrahmen gefunden.
Später war ich fleißig und schrieb bis ca. 17:30 Uhr an meinem Blog und lud ihn am selben Tag noch hoch. Und nach dem Abendessen schauten wir 4 dann „Battleship“, bevor es gegen 23 Uhr schlafen ging.

Sonntag, 11. November 2012

Unerwartete Highlights


Am 14. September 2012 nahmen wir also Abschied von Mango, nachdem wir unsere Sachen gepackt hatten – von Brent hatte ich mich schon am Abend zuvor verabschiedet, er war bereits bei der Arbeit an diesem Morgen.
Wir fuhren dann Richtung Norden nach Caloundra, wo wir unsere 1. Pause machten und auf einem Spielplatz rumtollten.
Caloundra ist die südlichste Stadt an der Sunshine Coast in Queensland. Sie hat eine Einwohneranzahl von 87.596 und befindet sich etwa eine Stunde nördlich vom Geschäftszentrum von Brisbane.
Weiter ging es nach Mooloolaba, wo wir endlich einmal eine schöne Promenade am Strand fanden und während wir diese entlang schlenderten, konnten wir nebenbei in den vielen Läden schnuppern. Im Café Hippadrome haben wir uns dann Heißgetränke mit Blick auf das Meer gegönnt.
Noosa National Park
Noosa National Park
Danach begaben wir uns zum Noosa National Park, welcher sich knapp 100 km von Brisbane entfernt an der Ostküste befindet. Mit kaum 500 ha gehört er zu den kleineren Nationalparks des Kontinents. Attraktiv ist er vor allem wegen seiner Meereslage, die es uns Besuchern erlaubt, stundenweise Trekkingtouren und Badeaufenthalte in unmittelbarer Nähe zueinander zu verbinden. Das Gebiet im äußersten Südosten gehörte ursprünglich zum Territorium der Aborigines vom Gubbi Gubbi Stamm. Der Name Noosa ist eine Umwandlung des Eingeborenenwortes für Schatten. Und schattige Wege bietet der Nationalpark in der Tat sehr viele. Das kleine Reservat an der Mündung des Noosa River wird von mehreren Trekkingwegen erschlossen, die durch dichte Regenwälder mit Riesenbäumen und Riesenfarnen führen, unterbrochen von Aussichtspunkten, welche spektakuläre Ausblicke auf die umgebende Steilküste und den Pazifik bieten. Eingerahmt wird der Park von den beliebten Stränden Sunshine Beach, Noosa Main Beach sowie dem Strandabschnitt an der benachbarten Alexandria Bay. Überall bieten sich hier vor oder nach den Wanderungen Gelegenheiten zum Schwimmen und Sonnenbaden an den langen Sandstränden und in den vielen Buchten.
Beim Amamoor Picnic Ground hatten wir dann unseren Schlafplatz für die Nacht gefunden und machten uns sogleich an das Abendessen.

Eumundi Markets
Am nächsten Tag begann der Tag schon um 7 Uhr mit einem schönen Müsli-Frühstück, bevor wir nach Eumundi zum Markt fuhren, welcher mehr als 200 Stände aufbietet. Dementsprechend haben wir uns dort 2 ½ Stunden aufhalten können und haben ein paar Souvenirs gekauft.
Später haben wir dann Gympie durchquert und sind bis nach Rainbow Beach gefahren. Nach einem kurzen Spaziergang am dortigen Strand ging es weiter zur Tin Can Bay.
Hervey Bay
Später landeten wir in Maryborough, wo gerade die RACQ Technology Challenge stattfand. Schulmannschaften entwerfen die ultimative Speed-Maschine, um sich selbst und andere Teams in einem 24-stündigen Pedal-betriebenen Rennen herauszufordern. Diesem Geschehen, welches furchtbar faszinierend und spannend war, haben wir dann 2 Stunden zugeschaut, bevor wir dann zum Petrie Park fuhren, wo wir die Nacht verbrachten. Unser Abendessen kochten und aßen wir dann ganz romantisch am Flussufer.
Maryborough ist liegt etwa 300 km nördlich von Brisbane am Mary River. Heute hat Maryborough etwa 21.500 Einwohner und bildet zusammen mit dem nahe gelegenen Hervey Bay das Tourismusgebiet Fraser Coast. Wegen der langen Tradition wirbt die Stadt mit dem Prädikat "Heritage City" (Kulturerbe-Stadt) und hat sich touristisch auch darauf ausgerichtet.

Hervey Bay
Da die RACQ Technology Challenge am Sonntag noch bis 12 Uhr ging, sind wir beide also, nachdem wir um 7 Uhr aufgestanden und gefrühstückt hatten, wieder zurück in die Stadt, um uns das Rennen zu Ende anzuschauen. Und da es so cool war, ist uns auch nicht langweilig geworden – nur der Rücken tat nachdem vielem Stehen etwas weh.
Hervey Bay
Danach ging es dann nach Hervey Bay, welches sich 40 km von Maryborough entfernt befindet. Der beliebte Ferienort profitiert vor allem von seiner malerischen Lage am Pazifik und dem ganz jährig gleich bleibenden subtropischen Klima. Mit mehr als 57.000 Einwohnern gehört Hervey Bay zu den schnell wachsenden Orten an der Küste. Besonders bemerkenswert ist das lang gezogene Stadtbild mit der 18 km langen Promenade “Esplanade“, auf der viele Sportler und Spaziergänger zu finden sind. Zu den Attraktionen der Esplanade gehört der 1.5 km lange Pier. Die Nähe zum Great Barrier Reef, der Resortinsel „Lady Elliot“ und der größten Sandinsel der Welt - Fraser Island - bietet zahlreiche Möglichkeiten für interessante Bootsausflüge. Zu den Highlights einer Reise nach Hervey Bay gehören die beliebten „Whale & Dolphin Watching Tours“, die vom Hafen und der Pier aus angeboten werden.
Hervey Bay
Wir sind dann, nachdem wir erfolglos versucht haben meine Kamera im JB-HiFi umzutauschen, das sie einen Objektiv-Fehler schon nach 2 Tagen hatte, erst einmal in den örtlichen McDonalds, um das kostenfreie WiFi nutzen zu können.
Danach sind wir die Promenade abschnittsweise und natürlich auch auf dem Pier entlang gelaufen.
Zum Abendessen hatten wir uns gegen 17:45 Uhr das Herveys on the Bay ausgesucht, bevor wir gegen 19:30 Uhr im Colonial Village YHA eincheckten. Dort konnten wir auf dem Grundstück parken, im Auto schlafen, sowie die Duschen und Küche nutzen und zahlten pro Person pro Nacht $10.

Der Montag startete um 8 Uhr mit einer ausgiebigen Dusche. Nach dem Frühstück checkten wir erst einmal aus und fuhren einkaufen.
Auf der "Fraser Venture"
Beim Torquay Beach liefen wir wieder auf einem Stück der Promenade entlang und aßen zum Mittag im Aquavue Café, welches direkt am Strand lag. Danach legten wir uns an den Strand, genossen das schöne Wetter und ich begann ein neues Buch: James W. Nichol – Ausgesetzt zu lesen. Später checkten wir wieder im YHA ein und kuschelten uns auf eine Couch in dem großen Aufenthaltsraum, lasen und gönnten uns ein paar von den super günstigen dort angebotenen Getränken, sowie Kuchen zum Abendessen.

Am 18. September 2012 erwachten wir schon kurz vor 6 Uhr, da wir gegen 7:30 Uhr von unseren Tourguides Stan & John abgeholt wurden, welche uns für $200 pro Person an diesem Tag zusammen mit Anette & Robert (Briten) Fraser Island zeigten.
Lake McKenzie auf Fraser Island
Central Station Rainforest auf Fraser Island
Mit ihrer Fläche von ca. 1.600 km² gilt sie als größte Sandinsel der Erde. In der Sprache der Aboriginies heißt sie K´gari, was soviel wie „Paradies“ bedeutet. Im Jahr 1992 wurde sie als Teil des „Great Sandy“-Nationalparks in das Weltnaturerbe der UNESCO aufgenommen. Die einzigartige Insel ist von zahlreichen unterschiedlichen Landschaften geprägt. Neben kilometerlangen Sandstränden mit - bis zu 240 m hohen - Dünen und vielfarbigen Klippen erstrecken sich an den Küsten auch große Seegraskolonien, Mangroven- und Regenwälder. Sie sind Lebensraum für rund 350 Tierarten. Im Hinterland befinden sich mehr als 100 klare Süßwasserseen mit sehr schönen Badestränden, die von Urlaubern und Tagestouristen häufig besucht werden, da das Schwimmen im Ozean durch starke Strömungen gefährlich ist. Die Insel ist vom Festland durch die Great Sandy Strait getrennt und kann per Auto- bzw. Personenfähre aus erreicht werden. Im Jahr 1935 lief an der Ostküste der Insel der ehemalige Luxusliner S.S. Maheno während eines für die Jahreszeit untypischen Zyklons auf Grund. Die Maheno sollte in Japan verschrottet werden und wurde dazu von einem kleineren Schiff gezogen. Um den Strömungswiderstand zu verringern, hatte man der Maheno Schrauben und Ruder ausgebaut, wodurch sie in dem Sturm nicht mehr selbst manövrieren konnte. Versuche, das gestrandete Schiff loszubekommen, scheiterten. In den ersten Jahren wurde die Maheno von den Bewohnern der Insel unter anderem für Feste genutzt. Später diente sie der Royal Australian Air Force als Zielobjekt. Heute sind nur noch die oberen Decks des Schiffes sichtbar. Auf Fraser Island existieren keine befestigten Straßen. Die Strände dienen als Pisten und dürfen nur mit geländegängigen (4x4) PKW befahren werden. Am Hauptstrand der Ostküste, dem 75 Mile-Beach, befinden sich sehr gute Angelplätze.
Fraser Island
Wir nahmen die Fähre um 8:30 Uhr von River Heads aus und fuhren auf den sehr hügeligen Sandstraßen bis zum Badesee Lake McKenzie, welcher klares weiches Süßwasser, eine tolle Lage und beste Strände bietet. Ich nutzte die Chance und bin gleich einmal abgetaucht – und das Wasser schmeckt nach nichts. Später haben wir uns alle gemeinsam an einem der Picknicktische gesetzt und haben unseren Morning Tea eingenommen.
Danach ging es zur Central Station, wo wir zum und am Bach entlanggelaufen sind und es dann auch das Mittag essen gab. Gegen 14 Uhr kamen wir dann endlich an den Strand, wo wir mit bis zu 80 km/h Richtung Norden fuhren. Wir machten Stopp beim Eli Creek, sowie den Pinnacles und natürlich beim Maheno-Schiffswrack. Als letzte Station hielten wir in Eurong, wo der gute John Anni & mich auf ein Eis einlud, bevor es gegen 17:30 Uhr beim Sonnenuntergang schon wieder zurück mit der Fähre zum Festland ging.
Gegen 18:30 Uhr waren wir beim YHA angekommen und ich gönnte mir eine Pizza zum Abendessen, wobei wir Simon (Schweizer) kennenlernten und uns noch ein wenig mit ihm unterhielten.

Maheno Shipwreck auf Fraser Island
Am Montag standen wir ca. 7 Uhr auf, checkten aus dem Hostel aus und fuhren nach Bundaberg, wo der berühmte Bundaberg Rum zu Hause ist. Der Ort liegt in an der Ostküste, rund 380 km nördlich von Brisbane, und ist umgeben von riesigen Flächen wogender Zuckerrohrfelder, Grundlage für den beliebten, hier hergestellten Zuckerrohrschnaps. Manche Besucher kommen hierher, um sich – wie auch etliche der 50.000 Einwohner – als Erntehelfer auf den Obstplantagen oder bei der Zuckerrohrernte zu verdingen und die Reisekasse aufzubessern, andere begnügen sich damit, den Rum zu konsumieren.
Maheno Shipwreck auf Fraser Island
Nach einem kurzen Mittagssnack in einem der Parks der Stadt haben wir uns also auf zur Bundaberg Rum Destillery gemacht, welche Führungen für $25 pro Person an bietet, bei denen nicht nur die Rumfässer zu besichtigen sind, sondern auch jeder einzelne Produktionsschritt gezeigt und uns von Stan & Scott erklärt wurde – vom frisch geernteten Zuckerrohr bis zum fertigen Produkt. Wir dürften am Ende der Tour in Gesellschaft des Firmenmaskottchens, einem lebensgroßen Eisbär, auch 2 Gläschen probieren.
Bis auf einen einzigen Hügel ist das Land in Bundaberg recht flach und das Städtchen wirkt eher wie ein verschlafenes Dorf aus einem vorigen Jahrhundert. Für Nachtschwärmer ist außer ein paar kleinen Bars nicht viel geboten. Aber das Leben spielt sich hier auch eher am Tage ab – auf den Zuckerrohrfeldern oder auch auf der großen Schiffswerft.
Maheno Shipwreck auf Fraser Island
Wieder zurück in Hervey Bay checkten wir schon wie die Tage zuvor wieder ins YHA ein und gingen zum Abendessen, da es schließlich unser 10-monatiges in Australien war, ins Belana Café, was allerdings nicht überzeugend war – man gab uns einen Tisch mit blöder Lage im Restaurant, bis auf eine Kellnerin waren alle unfreundlich und wir hatten jeden einzelnen Schritt der Kellner auf dem Boden gespürt und das Essen war nur ok.

Am nächsten Tag standen wir um 6:45 Uhr auf, da wir um 8 Uhr für eine Whale Watching Tour mit Tasman Venture für $105 pro Person abgeholt wurden. Das Boot startete um 8:30 Uhr und wir fuhren knapp eine Stunde bevor wir die 1. Buckelwale sahen.
Maheno Shipwreck auf Fraser Island
Der Buckelwal ist ein oft in Küstennähe vorkommender Vertreter der Furchenwale. Er erreicht eine Körpergröße von 12 bis 15 m und hat im Vergleich zu anderen Walen deutlich größere Flipper. Bekannt sind die Tiere unter anderem aufgrund ihres Walgesangs und ihrer Lebhaftigkeit. Durch die intensive Bejagung gingen die weltweiten Bestände zeitweise bedrohlich zurück. Seit 1966 steht der Buckelwal unter weltweitem Artenschutz.
Fraser Island
Wir konnten beobachten wir diese majestätische Tiere sehr nahe ans Boot kamen, mit ihren Flossen schlugen und sogar sprangen. Es war echt ein unvergessliches Erlebnis und ich bin so froh, dass wir uns doch noch entschieden hatten, das viele Geld zu investieren und bei der Tour mitzumachen. Die Crewmitglieder gaben auch sehr ausführliche Informationen zu den Walen und haben sogar die Zeit ein wenig überzogen, so dass wir alle Wale, die echt überall waren, sehen & bewundern konnten – einfach großartig. Leider war die Tour schon um 13:30 Uhr zu Ende – ich hätte noch stundenlang auf dem Wasser bleiben können, aber andererseits war der Akku meiner Kamera, welche ich am Tag zuvor in Bundaberg umtauschen konnte, leer.
Nachdem wir Anni auch mit einer neuen Kamera versorgt hatte, da auch ihre den Geist aufgegeben hatte, kuschelten wir uns ins YHA, bestaunten die Fotos und lasen.

Buckelwal
Am 21. September 2012 haben wir dann Hervey Bay verlassen und haben erst einmal einen Abstecher nach Bargara gemacht, wo wir unsere ehemaligen Arbeitskollegen im Kelly’s Beach Resort besucht haben. Die waren ganz schön überrascht uns zu sehen, haben sich riesig gefreut und gewundert, dass Anni & ich immer noch zusammen reisen.
Im Café Salt at Bargara haben wir dann Mittag gegessen, bevor wir weiter nach Agnes Water gefahren sind. War schon ein sehr komisches Gefühl wieder in Bargara gewesen zu sein.
In Agnes Water haben wir einen kurzen Abstecher in die Touristeninformation gemacht, bevor wir uns einen Standplatz auf der Workmans Beach Camping Area gesucht haben und an den dortigen Strand gingen.
Buckelwale
Nach dem Abendessen haben wir Kevin (50 J., Australier) kennengelernt und er hat uns auf ein paar Bier zu seinem Wohnmobil eingeladen.

Am nächsten Morgen kam recht früh einer der Ranger, wo wir, da wir dort übernachteten, $6 pro Person zahlten. Später sind wir in den Ort rein und haben einen ausführlichen Spaziergang am Strand unternommen.
Buckelwal
Danach fuhren wir nach 1770, welches der Name eines Dorfes, rund 120 km von Bundaberg entfernt, ist. Es ist weltweit der einzige Ort, dessen Name nur aus Ziffern und nicht aus Buchstaben besteht. Der Ort liegt an einer Stelle, an der James Cook mit seiner Mannschaft der HMS Endeavour anlandete. Am 22. April 1770 landete er an der Botany Bay und zum zweiten Mal am 24. Mai 1770 in Queensland auf dem australischen Kontinent. Die Landungsstelle liegt heute an dem kleinen Jachthafen und ist mit einem Erinnerungsmal gekennzeichnet. Ursprünglich hieß der Ort Round Hill, der anlässlich der 200-Jahrfeier dieses Ereignisses in 1770 geändert wurde.
Buckelwale
Wir machten einen Ausflug in den Joseph Banks Conservation Park und liefen die verschiedenen Aussichtspunkte ab. Da es dann nicht mehr zu sehen gab, fuhren wir weiter nach Tannum Sands, wo wir nach dem wir die Promenade entlang spaziert sind uns an den Strand chillten. Da dann Hunger bei uns beiden aufkam, haben wir dann auf Boyne Island versucht ein Café zu finden – leider ohne Erfolg. Ebenso wenig Glück hatten wir in Gladstone, womit wir dann eben in einem McDonalds gegen 14 Uhr etwas aßen.
Agnes Water
Gladstone ist eine Hafenstadt an der Ostküste. Bedeutung für Industrie und Handel hat sie vor allem durch den großen Tiefseehafen "Port Curtis", der auch von großen Schiffen befahrbar ist. Die Hafeneinfahrt wird von den Inseln Curtis und Coin geschützt. Beide sind beliebte Ausflugsziele und beeindrucken mit schönen Stränden und ursprünglicher Natur. Die Stadt hat knapp 30.000 Einwohner und wurde auf mehreren Hügeln gebaut. Die - nur durch den Boyne River getrennten - Kleinstädte Boyne und Tannum Sands befinden sich in direkter Nachbarschaft zum Nationalpark und sind vor allem wegen ihrer gemeinsamen „Millennium Esplanade“, einer kilometerlangen Strandpromenade mit schönen Geschäften, Restaurants und Skaterpark, beliebt.
Später fuhren wir zur Boyne River Rest Area, wo wir unsere Campingstühle rausholten und im Sonnenuntergang in unseren Büchern lasen.

Joseph Banks Conservation Park
Der Freitag begann gegen 7 Uhr und nach dem Frühstück fuhren wir zum Blackdown-Tableland-Nationalpark, welcher ein Nationalpark im Osten von Queensland ist. Er liegt 576 km nordwestlich von Brisbane. Das bergige Tafelland ist eine einzigartige Landschaft mit Schluchten, Wasserfällen und verschiedenartigster Vegetation. Das Blackdown Tableland ist ein 600 m hoch gelegenes Sandsteinplateau, das schroff aus der Ebene aufsteigt. Der Stony Creek und der Mimosa Creek haben sich in Schluchten eingegraben, in denen auch Wasserfälle zu bewundern sind.
Joseph Banks Conservation Park
Leider hat unser Heiko auf dem Weg nach oben einfach den Geist aufgegeben und sprang nicht mehr an. Ein Glück befanden wir uns an einer Stelle, wo ich ihn an den Straßenrand rollend rückwärts einparken konnte. Dann haben wir einfach ein Auto angehalten und die Leute haben uns dann mit zum Momo Creek genommen. Den Nachmittag verbrachten wir also mit Guido & Chris, sowie deren Kindern. Es war echt schön dort in den Wasserlöchern baden zu gehen und später sind wir noch zum Fuße des Wasserfalls hinunter geklettert. Und wie immer bekam ich ein Bier in die Hand gedrückt. Später haben sie uns bei unserem Auto abgesetzt und wir haben ihn wieder zum fahren bekommen – wir glauben es war nicht genug Wasser vorhanden. Freundlicherweise wurden wir dann noch zu ihrem nach Hause in Blackwater eingeladen.
Joseph Banks Conservation Park
Blackwater ist eine Bergbaustadt  mit ca. 5.000 Einwohner. 6 große Kohlentagebaue und ein unterirdisches Kohlebergwerk haben die Landschaft rund um die Stadt verändert und sind gleichzeitig die wichtigsten Arbeitgeber für ihre Bevölkerung. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Rockhampton 198 km östlich an der Küste und Emerald 79 km westlich.
Da waren wir beide also bei dieser sympathischen Großfamilie, wo immer mehr Familienmitglieder hinzukamen, tranken Whiskey und spielten mit den Kindern und hatten interessante Gesprächsthemen. Zum Abendessen wurde etwas von Red Rooster organisiert und um 22:30 Uhr betten wir uns in unser Auto in deren Vorgarten, wo noch mind. 5 weitere Autos parkten.