Der kürzeste Weg zu sich selbst,
führt um die Welt herum.

[Hermann Keyserling (1880-1964)]

Freitag, 24. August 2012

Wicked Adelaide


Outer Harbour Adelaide
Am 24.Mai 2012 sind wir um 8 Uhr aufgewacht und nachdem wir unsere Emails gecheckt hatten, haben wir lecker gefrühstückt. Später starteten wir den Versuch mit dem Auto in die Stadt zu fahren, leider war dieser sehr erfolglos, da man in der Innenstadt von Adelaide nicht einen einzigen kostenfreien Parkplatz findet uns sie von Autos überfüllt ist. Also sind wir wieder zurück zu Jollys Haus. Da wir aber keinen Schlüssel hatten, sind wir erst einmal über den Zaun geklettert und über die Hintertür rein. Mittels Internet haben wir uns dann die Busfahrzeiten rausgesucht. Allerdings hatten wir beide nicht ausreichend Bargeld bei, also mussten wir 20min im Regen zum nächsten Coles laufen, dort etwas kaufen und uns dann Bargeld auszahlen lassen. Danach nahmen wir den Bus in die Innenstadt und liefen zur Touristeninformation, ließen uns eine Stadtplan geben, damit wir uns auch zu recht fanden. Unser 1. Stopp galt dem Adelaide Central Backpackers Hostel, welches aber gegenüber dem in Alice Springs total unansprechend und wenig einladend war. Wir waren froh, dass wir in Caspars Haus bei  Jolly untergekommen sind. Später besuchten wir noch die Post und liefen über den Victoria Square zur St. Francis Xavier's Cathedral. Später ließen wir uns noch den großen Saal der Town Hall zeigen.
In Adelaide
Adelaide ist eine Küstenstadt am Saint-Vincent-Golf und wurde vom 1. Gouverneur des Staates, John Hindmarsh 1836 nach der britischen Queen Adelaide benannt. Adelaide ging im Gegensatz zu Städten wie Sydney oder Hobart nicht aus einer Sträflingskolonie hervor. Die Stadt trägt wegen ihrer Kulturveranstaltungen den Beinamen „festival city“. So etwa das Glenelg Jazz Festival oder das Adelaide Festival of Arts. Ebenso wird Adelaide „city of churches“ (Stadt der Kirchen) genannt. Die Stadt Adelaide besteht eigentlich nur aus dem Stadtkern innerhalb des Parkrings, unterteilt in Adelaide und North Adelaide. Sie hat 17.500 Einwohner. Man rechnet jedoch die direkt umliegenden etwa 250 Orte zum städtischen Bereich hinzu.
In Adelaide
Zu unserer Tradition gehört natürlich auch ein Besuch im Kasino, um kostenfreien Kaffee & Schoki abzugreifen, aber nicht so im Adelaide Casino, dort wollten man uns mit unseren normalen Ausweisen nicht reinlassen, wir müssten schon unsere Reisepässe vorzeigen. Als ob Reisende ihr wichtigstes Dokument - den Reisepass, beim Schlendern durch die Stadt mitsichtragen. Da der Plan mit dem Kasino nun nicht klappte, wollten wir uns eine weitere Kirche ansehen - die Trinity Church, aber leider war die geschlossen. Plan C war dann das South Australian Museum. Dieses verfügt über eine große Sammlung von Aborigine-Objekten und den „ägyptischen Raum“. Außerdem befindet sich ein Discovery Centre im 2. OG und die in den Flinders Ranges gefundenen, wohl ältesten Fossilien der Erdgeschichte im 3. OG.
In Adelaide
Mit dem Bus fuhren wir wieder zurück und kamen gegen 17:30 Uhr bei Jollys Haus an. Da Jolly & Alyssa noch nicht da waren, setzte ich mich noch einmal an meinem Laptop und skypte eine ganze Weile mit meiner Mutter. Gegen 19 Uhr kamen dann unsere beiden Mitbewohner an und ich fuhr mit Alyssa noch einmal zum Coles, da Jolly eine der Einkaufstüten verloren hatte, wir aber noch ein paar Dinge für das Abendessen benötigten und diese aber in der verlorenen Tüte waren. Während er zusammen mit seiner Tochter dann gemütlich kochte, quatschten wir alle nebenbei zusammen. Nachdem leckeren Abendessen, servierte der gute Jolly auch noch Dessert. Völlig voll gefuttert ging es dann um 22:30 Uhr ins Bett.

In Aldgate
Am Freitag sind wir ebenfalls um 8 Uhr aufgestanden und haben erst einmal eine Ladung Wäsche angeschmissen, danach setzten wir uns ans Internet und versendeten wieder diverse Bewerbungen in der Hoffnung, dass wir einen Job bekommen. Das ganze zog sich dann hin bis 13 Uhr und wo wir keine Emailadresse fanden, riefen wir an, aber leider erfolglos. Zwischendurch aßen wir Frühstück und kümmerten uns um unsere Wäsche. Später fuhren wir zu Kmart & Coles und erledigten einige Einkäufe. Als wir wieder zurück waren, wurden hoffnungsvoll die Emailpostfächer geprüft, aber leider erhielten wir keine positive Reaktion auf einer der Emails. Später kamen Jolly & Alyssa und da freitags bei ihnen immer die "verrückte Nacht" ist, gingen wir zu McDonalds - Jolly gab das Abendessen aus. Später schauten wir uns zu Hause noch "Hangover" an.

In Aldgate
Am nächsten Morgen sind wir doch tatsächlich einmal eine halbe Stunde später aufgestanden als die Tage davor und haben uns Frühstück gemacht. Danach saßen wir wieder am Internet, bevor wir einfach nur im Garten chillten und die Sonne genossen. Gegen 16:30 Uhr holten wir Jollys Freund Obie von seinem Haus ab und fuhren zu einer Gartenparty von Jollys Freundin Bec. Dort verbrachten wir den ganzen Abend und um 1 Uhr ließen wir uns von irgendjemand nach Hause fahren. Die Party war ganz okay, aber nicht der Knaller - von Tussi bis Hippie war alles dabei.
Im Barossa Valley
Am 27. Mai 2012 sind wir gegen 9 Uhr aufgewacht und da wir keine Brötchen für das Frühstück hatten, setzten wir uns erst einmal ans Internet und wuschen noch mehr Wäsche. Danach fuhren wir zum Coles, da wir am Verhungern waren, leider öffnet dieser erst um 11 Uhr auf einen Sonntag und somit mussten wir eine halbe Stunde dort warten. Danach schnell nach Hause und gefrühstückt. Später schrieb ich an meinem Blog, bevor Anni & ich uns ein paar Folgen von "How I met your Mother" anschauten. Nachdem Jolly & Alyssa zu Hause ankamen, gesellten sie sich zu uns und kochten nebenbei Abendessen.

Im Barossa Valley
Chateau Tanunda
Chateau Tanunda
Nachdem wir am Wochenende etwas sehr faul waren, begann unser Tag am Montag um 8:15 Uhr mit einem Internetcheck vor dem Frühstück. Danach fuhren wir nach Port Adelaide - einem Stadtteil von Adelaide. Von dort aus folgten wir der Küste runter bis nach Glenelg. Dabei hielten wir an verschieden Jettys und genossen den Strand, auch wenn der Himmel sehr bewölkt war. In Glenelg schlenderten wir die Einkaufspassage entlang und hielten bei der Post, um ein paar Karten zu verschicken. Danach ging es wieder nach Hause, und wir aßen etwas, bevor wir weitere Folgen von "How I met your Mother" schauten. Als Jolly nach Hause kam (Alyssa verbrachte die Woche bei ihrer Mutter), machte er sich gleich daran für uns 3 Abendessen zu kochen. Australier sind immer so verdammt gastfreundlich, das ist sehr erstaunlich. Später sind wir dann gegen 22:45 Uhr schlafen gegangen.

Peter Lehmann Wines
Der Dienstag begann wieder einmal um 9 Uhr und nachdem Frühstück fuhren wir gegen 11 Uhr in die Adelaide Hills - einer Bergkette bei Adelaide. Der höchste Berg dort ist der 727 m hohe Mount Lofty. In den Hills liegen auch Lobethal, Hahndorf und Waterfall Gully. Die Region ist eine beliebte Ausflugsgegend mit vielen touristischen Attraktionen.
Peter Lehmann Wines
Auf dem Weg zum Mt. Lofty Lookout hielten wir auf dem Eagle Hill und später genossen wir die Aussicht über Adelaide bis zum Meer. Leider war die Sicht bedingt durch das nicht ganz so grandiose Wetter eher mäßig, aber trotzdem noch sehr umwerfend. Unsere Fahrt führte uns später bis nach Hahndorf, welches ein Dorf mit rund 1.800 Einwohnern ist. Die Ortschaft liegt 28 km südöstlich von Adelaide und ist eine Touristenattraktion, da Hahndorf eine der ersten deutschen Siedlungen Australiens ist. Das deutsche Erbe ist auch heute noch sichtbar, etwa in Form von Bäckereien mit typisch deutschen Backwaren wie auch Fleischereien mit einer Vielzahl an Wurstwaren, die im restlichen Australien untypisch sind. Wir spazierten also durch das Örtchen und probierten hier und da Wein, Wurst, Käse & Marmelade - alles umsonst selbstverständlich. Die Weinverkostung fand im Weingut "Rockbare" statt, wo wir 4 Weine probierten. Allerdings ist das alte Gebäude viel interessanter als die Weine.
Saltram Winery
Barossa Valley
Später fuhren wir weiter nach Mount Barker. Mit 10.258 Einwohnern ist sie die größte Stadt in den Adelaide Hills und liegt ca. 33 km südöstlich des Stadtzentrums von Adelaide am South Eastern Freeway. Dies ist nahe genug an der südaustralischen Hauptstadt, dass viele Leute dorthin pendeln, aber auch weit genug von ihr entfernt, um sich dort auf dem Land zu fühlen. In Bridgewater hielten wir an um weitere Weine in "Petaluma's Bridgewater Mill" zu verkosten - empfehlenswert ist definitiv der "Bridgewater Pinot Gris 2011".
Im Barossa Valley
Bevor wir uns auf einen der Ferienstraße auf den Heimweg machten, hielten wir noch in der kleinen Ortschaft Aldgate und erfreuten uns an den herbstlichen Bäumen. Nachdem wir zu Hause angekommen waren, gab es Abendessen und zusammen schauten wir "Jungfrau (40), männlich, sucht...".

Am 30. Mai 2012 erwachten wir um 8 Uhr und nach einer erfrischenden Dusche und einem stärkendem Frühstück, checkten wir unsere Emails, bevor wir um 9 Uhr ins Barossa Valley fuhren.
Das Barossa Valley ist eine Gegend etwa 70 km nordöstlich von Adelaide. Mit einer Rebfläche von ca. 10.000 ha ist es das bekannteste Weinbaugebiet Australiens.
Barossa Valley
Als erstes hielten wir bei Rockford Wines, denn mit denen hatte ich vorher eine Führung vereinbart. Es ist ein traditionell kelternde Winzerei von 1850 mit kleinem, aber feinem Sortiment in einem wunderschönen allten Stallgebäude. Nach der Verkostung einiger Weine, wobei der “2011 White Frontignac” unser Favorit war, führte uns Luke Willis durch das Weingut. Dabei erfuhren wir, dass sie teilweise noch mit den alten Maschinen arbeiten – sehr beeindruckend.
Als nächstes führte uns der Weg nach Tanunda, wo wir uns ein wenig in der Touriinfo umschauten und uns zum Chateau Tanunda verirrten.
Das heutige Tanunda wurde um 1843 von Preußen aus der Gegend von Klemzig mit dem Namen Langmeil besiedelt. Während des Ersten Weltkriegs wurde es in Bilyara umbenannt und erhielt erst 1975 seinen alten Namen zurück. Tanunda entwickelte sich aus der Vereinigung von Langmeil und mehreren anderen kleinen Dörfern. Der Name kommt aus der Aborigines-Sprache und bedeutet „Wasserloch“. Heute leben in der 1848 gegründeten Stadt ungefähr 3.500 Menschen.
Victoria Square in Adelaide
Im Chateau Tanunda probierten wir 6 Weine und unser Favorit war der “NV Nightwatch Sparkling Shiraz”. Aber das schönste an dem Chateau war das Gebäude an sich – das war wirklich sehr hübsch.
St. Francis Xavier Cathedral
Danach ging es zu Peter Lehmann Wines, was uns wirklich beeindruckt hatte. Auch wenn das Personal, welches einen bediente ständig wechselte, fühlte man sich ernst genommen und man bekam sehr gute Infos über die verschiedenen Weine. Dort haben wir dann auch das erste mal Likör- und Portweine gekostet, die dann neben anderen auch gleich zu unseren Favoriten aufstiegen: “2011 Princess Moscato”& “Rare Tawny”. Zum 2. Mal hatten wir auch roten Schaumwein probiert, der echt überraschend gut war, aber leider werden diese ausschließlich in Australien hergestellt, und in Deutschland kommt man an die nicht ran. Aber wer sonst nicht so sehr auf Rotwein steht, kann diese sehr gut als Einstieg nutzen, da durch das Sprudeln die Tannine nicht so sehr auf der Zunge haften.
Haighs Chocolate Visitor Centre
Als nächstes hielten wir in Nutriootpa, welches das Handelszentrum des Barossa Valley ist und am nördlichen Ende nahe dem Stuart Highway liegt. Der Name der Stadt kommt aus der Sprache der Aborigines und bedeutet so viel wie „Treffpunkt“. Um 1850 wurde der Ort von deutschen und britischen Siedlern gemeinsam gegründet und 1856 offiziell zur Stadt ernannt. Heute leben etwa 3.490 Menschen in Nuriootpa, das auch Heimat einiger der bekanntesten Weingüter wie Penfolds, Kaesler Wines und Wolf Blass ist.
Danach machten wir einen Abstecher nach Angaston, wo wir Saltram Estate besuchten.
1839 erwarb George Fife Angus Grund, den er Angaston nannte. Um 1842/43 kam John Howard Angas nach Barossa, um seinen Vater bei der Verwaltung des Anwesens zu helfen. Ihm folgten Siedler deutscher und britischer Abstammung, die in der Umgebung einen Neubeginn anfingen. Es leben etwa 1.870 Menschen in Angaston, die hauptsächlich von Weinbau, Landwirtschaft und Fruchtanbau leben. Ursprünglich war Angaston als German Pass bekannt, wurde aber zu Ehren seines Begründers umbenannt.
im Clare Valley
Die Verkostung im Saltram Estate war jetzt nicht der Kracher, aber unsere Highlights waren, dass wir über 21 Jahre alten Port kosten konnten und am Besten geschmeckt hat uns aber der “NV Dessert Muscat” und, dass uns die freundliche Dame 2 Kellnermesser geschenkt hat, denn normalerweise kosten die überall mindestens $7,50.
Wirra Wirra Winery
Nachdem der Alkoholspiegel bei Anni & mir immer weiter zu nahm, dachten wir uns, dass es Zeit für frische Luft ist und somit fuhren wir zum “Mengler Hill Sculpture Park” und hatten Spaß mit den Statuen und einen schönen Blick auf das Barossa Valley.
Auf dem Weg nach Hause hielten wir noch im Jacob’s Creek Visitor Centre, was der totale Reinfall war, denn die Bedienung hat einen nicht beachtet, nur ab und zu das Glas befüllt. Und überzeugend waren die Weine, die wir probierten auch nicht. Da es uns nicht gut gefiel, probierten wir nicht viele Weine und als Einziger stach der “Sparkling Moscato Rose” heraus.
Wieder zurück in Jollys Haus, aßen wir Abendessen, waren kurz im Internet und später schauten wir “How I met your Mother” und danach “Paranormal Activity” und um 23 Uhr waren wir im Bett.
Yalumba

Für den nächsten Tag hatten wir eine Führung in Haighs Chocolate Factory gebucht, also standen wir 8 Uhr auf und nahmen um 10:45 Uhr den Bus in die Stadt. Die Führung begann um 12:50 Uhr. Sie ging nicht sehr lange und war auch nicht sehr umfangreich, aber sie war kostenfrei und man bekam Schokolade zum verkosten. Genau das richtige für Anni & mich. Die Schokoladenfabrik wurde 1915 von Alfred E. Haigh gegründet und verkauft hochwertige Schokoladenprodukte an Kunden in South Australia, Victoria & New South Wales.
Maslin Beach
Danach spazierten wir zurück in die Stadt und schauten uns eine Kirche an und liefen zu den Central Markets, bevor wir auch noch einen Abstecher zur Rundle Mall machten. Danach nahmen wir den Bus nach Hause und surften ein bisschen im Internet, bevor es Abendessen gab und wir “Die etwas anderen Cops” schauten.

Am Freitag sind wir um 7 Uhr aufgestanden und um 8:15 Uhr fuhren wir ins Clare Valley.
Das Clare Valley ist eines der ältesten Weinregionen Australiens, am besten bekannt für Riesling-Weine.
Als erstes hielten wir bei Taylors Wines, welches sich hinter einem hässlichen Pseudo-Burgtor verbirgt, und da es noch recht früh am Morgen war, probierten wir auch nur 6 Weine – unser Favorit: “2011 Botrytis Riesling”.
Aufgrund des Namens fuhren wir natürlich auch zu Annie’s Lane. Hiesige Flagschiffe sind Riesling und Copper Trail Shiraz. Das hauseigene Weinmuseum mit Kunstgalerie zeigt z. Bsp. ein "Gesclossen"-Schild aus dem 2. Weltkrieg, das am Tag des alliierten Siegs in Europa entstand. Aber auch hier war unser Favorit ein Dessertwein: “2009 Botrytis Riesling”.
Maslin Beach
Weiter ging es zum kleinen Familiebetrieb Skillogalee, wo wir 6 Weine probierten und unser Sieger war der “Liqueur Muscat”, denn die anderen haben überhaupt nicht geschmeckt, aber das Gebäude hat uns wieder sehr gefallen.
Nächster Halt: Knappstein, denn es ist nicht nur ein Weingut, sondern auch eine Brauerei, was natürlich besonders für mich interessant war. Probieren dürfte ich eines von ihren Lagern – kommt zwar nicht gegen unsere deutschen Biere an, war aber trotzdem lecker. Selbstverständlich haben wir auch ein paar Weine verkostet, aber uns hat nicht wirklich einer überzeugt, obwohl wir 6 verkostet haben.
Als nächstes fuhren wir zu Jim Berry Wines, wo der Mann, der uns durch die Verkostung führte, sehr informativ und freundlich war. Nach 8 verkosteten Weinen, war unser Favorit der “2011 The Lodge Hill Riesling”. Gegen Ende kam dann auch noch Jim Barry höchstpersönlich vorbei und hatte einen kurzen Plausch mit uns.
Normanville Beach
Später hatten wir noch eine Verabredung mit Jeni & Burt Surmon von Mt. Surmon Wines. Diese produzieren nur dann Wein, wenn  das Jahr gut ist oder sie wieder welchen benötigen. Von daher hatten sie auch nur eine kurze Weinliste von 6 Weinen, die wir dann auch alle gekostet haben. Am Besten geschmeckt hat uns “2010er 100 Blossoms” – ein Chardonnay White Muscat.
Danach fuhren wir zum ältesten Weingut im Clare Valley – Sevenhill Winery. Dort probierten wir einige Weine und am besten war der “Altar Wine”, welcher so bald du am Glas nippst, dich zum Lächeln bringt. Ein sehr witziges Gefühl.
Second Valley
Daraufhin ging es noch zu Paulett Wines, wo man uns sehr freundlich empfing, und man sich sehr wohl fühlte, da die nette Dame sehr gekonnt war, einem die Weine näher zu bringen. Unser Highlight war der “2008er Sparkling Red”.
Second Valley
Und zum Abschluss fuhren wir noch zu Pikes, welche seit 1886 keltern und eigentlich um 16 Uhr schließen, aber uns ließen sie noch schnell von ihren Weißweinen probieren . Waren alle ganz gut, aber nicht besonders.
Auf der Rückfahrt nach Hause fuhr ein gelber Pickup neben uns, und die Typen darin tranken fleißig Bier – nach einem bisschen Zeichensprache transferierten wir eine Flasche Bier von deren Auto in unser, was sich also gar nicht so einfach herausstellte beim Fahren – aber es war eine sehr witzige Aktion.
Vor dem Abendessen hielten wir noch beim Coles, um einiges zu kaufen und dann ging es zu Jolly, der wieder einmal für uns kochte. Später saßen wir draußen im Garten, quatschten und lachten bis wir müde waren und um 23:30 Uhr schlafen gingen.

Second Valley
Am 2. Juni 2012 schliefen wir ein bisschen aus und erwachten gegen 10 Uhr. Nach dem Frühstück setzten wir uns ans Internet und machten uns einmal wieder auf Jobsuche und verschickten zahlreiche Bewerbungen. Ebenso schrieb ich diverse Touriattraktionen an und fragte nach Rabatten oder freien Eintritten.
Da das Wetter gut aussah, fuhren wir am Nachmittag zum Mt. Lofty. Dort angekommen, mussten wir feststellen, dass es sehr diesig war und wir nicht wirklich viel von Adelaide sehen konnten. Also fuhren wir wieder Heim, wollten aber erst einmal noch schnell etwas bei Coles kaufen. Aber verrückterweise schließen die Supermärkte in einer Grosstadt auf einen Samstag schon um 17 Uhr.
Nach dem Abendessen schauten wir “Public Enemies”, “Zombieland” und zum Schluss “2012” und um 1:30 Uhr fand man uns dann im Bett.

Cape Jervis
Am nächsten Morgen standen wir kurz vor 9:30 Uhr auf und nach dem Frühstück schrieb ich ein wenig an meinem Blog, bevor wir zum Kmart fuhren und ein paar Klamotten für Jolly kauften. Wieder zurück schrieb ich weiter an meinem Blog. Und nach dem Abendessen schauten wir “Trainspotting – Neue Helden” & “No Way Out – Es gibt kein Zurück”.

Am Montag begann der Tag um 8 Uhr und wir machten uns gegen 9:30 Uhr nach McLaren Vale.
McLaren Vale ist eine Weinregion ca. 35 km südlich von Adelaide. Sie hat eine Bevölkerung von etwa 2.000 und ist international bekannt für die Weine, die sie produziert.
Cape Jervis
Als erstes fuhren wir zur Woodstock Winery, welche schwer zu finden war, wegen der mangelhaften Ausschilderungen. Unsere Bedienung Jimi hat für sehr gute Unterhaltung gesorgt, da er sich bestens mit den Weinen auskannte und sogar Gitarre gespielt hat. Die Rotweine sind großartig, aber man sollte unbedingt auch die Dessertweine und die Gespritzten probieren – unsere Favoriten waren eindeutig “2012er Little Miss Collett Moscato” und “MV Old Fortified Export”. Nach diesem Weingut hatten es die folgenden für diesen Tag also schwer.
Christies Beach
Danach ging es zu Coriole, wo wir eine Führung bekamen mit dem Weinhersteller, dabei dürften wir sogar nicht fertige Wein verkosten, was sehr interessant war. Dieses Weingut baut auch diverse Oliven an, welche wir dann später bei der normalen Weinverkostung probieren dürften. Und ich bin nun eigentlich kein Freund von Oliven, aber die waren echt lecker. Da wir nun schon einmal da waren und man uns einen ganz besonderen Eindruck geben wollte, mussten wir natürlich alle Weine – 13 – der Karte durchprobieren.
Später fuhren wir zur Chapel Hill Winery, welche sich doch tatsächlich in einer alten Kapelle befindet. Oben auf dem Hügel steht diese retaurierte Kapelle aus dem Jahr 1865 mit Weinberg und Blick auf das Meer. An diesem Tag hatten wir sehr großes Glück mit unseren ausgewählten Weingütern, denn das Personal war überall sehr offen und kannte sich mit den Weinen und den Regionen bestens aus. So auch in der Chapel Hill winery, wo unser Favorit “The Devil’s Tawny” war.
Als nächstes ging es zu d’Arenberg Wines, was sehr schwer zu finden war, da es mit die schlechteste Ausschilderung hatte, aber es hat sich mehr als nur gelohnt. Das d'Arry's liegt entspannt auf einem Hügel und genießt die Aussicht. Die hiesigen Weinnamen spiegeln seinen Charakter, die alle sehr witzig waren. Dort habe ich doch tatsächlich jemanden getroffen, der schon einmal in Neuruppin war, und von dieser Stadt total begeistert ist und er konnte auch sehr gut fließend Deutsch sprechen. Nach 11 probierten Weinen ging als Sieger der “2010er The Noble Prankster” hervor.
Weiter ging es zu Wirra Wirra Vineyards, wo wir erst einmal von einer riesigen Flasche aus Kork begrüßt wurden. Diese scheunenartige Weinkellerie bietet eine Picknickwiese, im Winter lockt drinnen ein knisterndes Feuer. Verkostet haben wir 9 Weine und am Besten ist der “2011er Mrs Wigley”, wenn man Gin dazu gibt. Auch der über 40 Jahre alte “The Empire Series Muscat” war nicht schlecht.
Als letztes an diesem Tag besuchten wir Fox Creek, was recht abgelegen und ruhig war, und wo wir auch die Einzigen bei der Verkostungen waren. Die Dame, die uns bediente, erzählte uns auch, dass sie bis vor kurzem noch die Managerin von Chapel Hill Wines war, wo wir früher am Tage waren. Sie war auch sehr freundlich und verkostete die Weine mit uns, da sie noch neu war und die Weine ebenfalls kennenlernen wollte. Nach 8 Weinen verabschiedeten wir uns.
Zu Hause hat der liebe Jolly wieder für uns Abendessen gekocht – er ist aber auch ein super Koch. Später haben wir uns noch “Transporter 2”, bevor wir um 22:15 Uhr ins Bett gingen.

Am nächsten Tag räumten wir ein wenig Jollys Haus auf, frühstückten und ich setzte mich dann hin und schrieb mehr als 12 Postkarten an alle meine Lieben daheim gebliebenen. Nachdem wir diese dann zur Post gebracht hatten, fuhren wir Einkaufen und später bereiten wir Salat zu. Nach einem Internetcheck, gab es Abendessen und wir schauten uns dann “Gesetzlos – Die Geschichte des Ned Kelly” & “Romper Stomper” an.

Am 6. Juni 2012 startete der Tag um 8 Uhr mit dem Waschen unsere Handtücher. Während diese in der Waschmaschine rumpelten, aßen wir Frühstück und waren im Internet. Sobald die Handtücher auf der Wäscheleine hingen, fuhren wir wieder einmal ins Barossa Valley. Als erstes besuchten wir St. Hallett, wo wir bisher einen der besten Weißweine probierten – “2011er Poacher’s”. Ebenso sehr gut war der “Anniversary Port”.
Danach fuhren wir nach Charles Melton, wo ausschließlich Rotwein produziert wird und nachdem wir zum ersten Mal bei einer Verkostung sitzen dürften, sogar Brot bekamen und alle Rotweine – 11 – der Karte durchprobierten, wobei nur einer nicht schmeckte, bekamen wir sogar noch ein Führung durch das kleine aber feine Weingut.
Als nächstes besuchten wir Yalumba, das älteste Weingut der Region, wo wir doch sage und schreibe 1 ½ Stunden verbracht haben, dafür bekamen wir hier eine persönliche Führung mit Steve Lindner und das Grundstück war recht groß. Sie produzieren sogar ihre Fässer selbst, und man kann dabei zu schauen – sehr beeindruckend. Ebenso verfügen sie über eine Distillerie für Whiskeys. Die Rot- & Weißweine werden extra in getrennten Häusern hergestellt. Und seit seiner Entstehung 1849 befindet sich dieses Weingut in derselben Familie. Nach der Führung hat doch der gute Steve tatsächlich mit uns 20 Weine durchprobiert. Und am Besten war der “2011ere Wrattonbully Botrytis Viognier” und “Museum Reserve Muscat NV”, sowie “2011er Pewsey Vale Prima Eden Valley Riesling”.
Danach machten wir uns auf ins abgelegene Henschke, welches vorher eine Farm war und erst seit 1860 ein Weingut. Wir probierten zwar 6 Weine, aber auch hier war keiner sehr überzeugend.
Also ging es weiter nach Penfolds, was mit Abstand das schlechteste Weingut war, welches wir besuchten, denn zwar legen sie viel Wert auf Werbung und kennen sich gut damit aus, aber die Bedienung ist schlecht, die Weine schmecken nicht und die Preise sind übertrieben. Somit überzeugt weder die Atmosphäre noch der Geschmack, zu dem war auch hier die Ausschilderung grottenschlecht und somit dauerte es, bis wir es gefunden hatten. Nach 5 Weinen hauten wir ab, da wir uns dort nicht willkommen fühlten.

Dagegen fühlten wir uns bei Torbreck richtig wohl, und probierten 6 Weine mit dem “2011er The Bothie” als Highlight. 
The Big Duck Boat Tours
Steve gab uns auch den Tipp, dass, wenn wir Dessertweine mögen, sollten wir unbedingt noch zu Seppeltsfield fahren. Gesagt, getan – auf ging es zum letzten Weingut für diesen Tag. Dort fühlten wir uns richtig wohl, denn die Atmosphäre war sehr locker und angenehm. Das Personal freundlich & humorvoll, so dass man bei der Verkostung richtig Spaß hatte. Ebenso bekam man mehrere Gläser zur Verfügung gestellt, so dass man die diversen Likör- & Portweine mit einander vergleichen konnte. Irgendwann hatte ich dann 9 Gläser vor mir stehen. Insgesamt haben wir dann 15 Weine verkostet und der Beste war “Cellar No. 7 Tawny”. Sie brauen auch Bockbier, das war ebenfalls sehr lecker. Dieses Weingut hat Anni & mir am Besten gefallen. Selbstverständlich hatten wir viele gute besucht, aber Seppeltsfield ist einfach großartig.
Zum Abendessen lud uns Jolly zusammen mit Alyssa zu McDonalds ein – ich glaube, er liebt Fast Food und das obwohl er bei Red Rooster arbeitet.
Red Rooster (deutsch: roter Hahn) ist eine australische Schnellrestaurantkette, die sich auf den Verkauf von Brathähnchen, Pommes frites und anderen Hühnerfleischprodukten spezialisiert hat.
Später schauten wir uns noch “Mindhunters” an bevor wir gegen 22:30 Uhr schliefen.
Am 7. Juni 2012 machten wir unseren 1. Ausflug auf die Fleurieu-Halbinsel. Die Fleurieu-Halbinsel im Süden von Adelaide ist umgeben vom Gulf St. Vincent und vom Pazifik. Von der Südspitze, dem Cape Jervis, verkehrt eine Fähre nach Kangaroo Island. Ihre Küste hat schöne Strände zum (Sonnen-)Baden und Surfen und ist ein beliebtes (Tages-) Ausflugsziel von Adelaide. Die Südküste ist oft wildromantisch und von Klippen durchsetzt. 
Als erstes hielten wir am Maslin Beach und machten einen ausgiebigen Spaziergang am Strand. Dort hatten wir auch einen atemberaubenden Blick auf die Klippen. Weiter fuhren wir nach Aldinga Beach, wo wir zu einem Aussichtspunkt liefen, bevor wir mit unserem Auto an den Strand fuhren. Das war echt witzig.
Nachdem wir auch Silversands besuchten, durchquerten wir den Myponga Conservation Park, bevor  wir in Carrickalinga noch einmal an den Strand gingen. Auch in Normanville lümmelten wir uns am Strand und liefen auf den Steg.
Unser Highlight an diesem Tag war der Ort Second Valley, denn wenn man dort auf den Steg geht und einem Steinpfad folgt, gelangt man auf eine kleine vorgelagerte Insel, und ringsherum sieht es aus, als ob man in Neuseeland wäre.
Danach fuhren wir noch zur Rapid Bay und bevor wir auch schon beim Cape Jervis angelangt waren. Cape Jervis ist ein kleiner Küstenort mit knapp 300 Einwohnern und befindet sich etwa 110 km südlich von Adelaide an der südwestlichen Spitze der Fleurieu-Halbinsel. Cape Jervis ist insbesondere bedeutend als Fährhafen, um nach Penneshaw auf Kangaroo Island überzusetzen. Allerdings ist die Überfahrt auch ohne Auto extrem teuer, somit ließen wir einen Besuch auf  Kangaroo Island sein. Unser Ziel war sowieso eher der Leuchtturm, wo wir ein wenig ruhten, bevor wir uns auf den Heimweg machten.
Allerdings machten wir noch einen Stopp am Christies Beach in Port Noarlunga, wo wir uns den Sonnenuntergang anschauten. Der total romantisch über dem Meer endete. Von wegen man müsse für Sonnenuntergänge über dem Meer nach Westaustralien.
Zu Hause gab es dann Abendessen und nachdem wir die Fotos der letzten Tage durchgingen, schauten wir noch den Film Operation: Kingdom.

Am nächsten Tag sind wir um 9 Uhr aufgestanden und nach dem Frühstück sind wir wieder einmal zu einer Kmart-Werkstatt gefahren, die waren allerdings sehr beschäftigt. Sie vermitteln uns jedoch an eine andere ihrer Filialen, die nur 5min entfernt war. Dort hatten wir richtig Glück, denn unser Ansprechpartner war Ostberliner, und somit war die Verständigung um so einiges angenehmer. Am Vortag hatte ich ein Quietschen vernommen, also bot er uns einen kostenlosen Komplettcheck an. Leider hat dieser nicht viel gebracht, außer das unser Auto in einem Topzustand ist. Normalerweise müssen wir immer irgendetwas reparieren. Aber dieses Mal hatten wir Glück.
Die Zeit während wir auf unser Auto warteten, verbrachten wir damit zum Tea Tree Plaza zu latschen, dabei haben wir uns so einige Male verirrt und konnten somit die Zeit sehr gut rumbekommen. Das Auto holten wir dann gegen 14:30 Uhr wieder ab. Zurück in Jollys Haus surften wir im Internet, bis Jolly und Alyssa nach Hause kamen. Gemeinsam fuhren wir für das Abendessen einkaufen. Dieses Mal war ich dran mit dem Kochen. Und die kleine Alyssa hat mir auch dabei geholfen. Danach holten wir Obie ab und setzten uns in den Garten, tranken ein paar Bier und hörten Musik, bis es uns um 2 Uhr nachts zu kalt war, und wir ins Bett gingen.

Der nächste Tag startete sehr früh für mich, da ich Obie zugesagt hatte ihm zu helfen, sein Miet-Lkw zurück zu bringen. Dafür braucht man schließlich 2 Fahrer – also hieß es um 7:45 Uhr aufstehen. Da Alyssa schon wach war, und wir Anni & Jolly noch Schlaf gönnen wollten, nahmen wir sie mit. Nachdem wir also einmal fast komplett ganz Adelaide durchquert hatten, holten wir noch Obies Van von einem anderen Platz ab und als Dankeschön lud er uns zum Frühstück bei McDonalds ein.
Wieder zurück waren die anderen beiden bereits wach und da sie auch Frühstück wollten, fuhren wir ein 2. Mal zu McDonalds. Da ich nach der Aktion noch recht müde war, legte ich mich von 11 bis 14 Uhr noch einmal schlafen. Danach erst einmal eine erfrischende Dusche und danach wurde das Haus auf Vordermann gebracht. Der Rest des Tages wurde ruhig verbracht, mit z. Bsp. Internet. Während wir später den Film “Transporter” schauten, hatte Jolly Abendessen gekocht und ich verabschiedete mich um 20:30 Uhr ins Bett.

Am Sonntag fuhren wir um 8 Uhr nach Victor Harbor. Victor Harbor liegt etwa 85 km südlich von Adelaide. Die Stadt hat 10 380 Einwohner und liegt am Südrand der Fleurieu-Halbinsel in der Encounter Bay. Victor Harbor wurde 1837 als Walfangstation gegründet und war zeitweise der wichtigste Hafen in Südaustralien. Eine Attraktion ist eine pferdegezogene Straßenbahn, mit der man über einen mehrere hundert Meter langen Steg zur vorgelagerten Granite Island kommt (Victor Harbor Horse Drawn Tram). Auch zu Fuß ist dieser Steg begehbar. Ein naturkundlicher Rundweg mit einigen Aussichtspunkten führt über den Klippensaum dieser als Naturpark geschützten Insel. Nach Einbruch der Dunkelheit kann man auf einer geführten Tour die Pinguine der auf der Insel gelegenen Pinguin-Schutzstation beobachten.
Auf Granite Island
Bevor wir uns auf nach Granite Island machten, hatten wir für 11 Uhr eine einstündige Whale-Watching-Tour mit “Big Duck Boat Tours” gebucht, Allerdings war es wohl noch nicht die Saison für Wale, aber trotzdem war es einfach unglaublich, denn wir fuhren mit einem kleinen Boot, das förmlich über die Wellen sprang. Und die Sitze waren wie auf einem Mottorad angebracht, somit fühlte man sich dann, als ob man Bananaboot fahren würde. Und wir haben sehr viele Robben, diverse Vögel und beeindruckende Klippen sehen können. Außerdem sind wir um einige Inseln herumgefahren. Und wir hatten absolutes Glück mit dem Wetter – blauer Himmel und Sonnenschein. Die $45 pro Person waren es mehr als nur wert. Die Tour hat einfach riesigen Spaß gemacht und unser Guide war ausgezeichnet.
Danach haben wir dann Granite Island umrundet, sind in Victor Harbor herumspaziert und haben die Sonne genossen.
Granite Island mit einer Größe von 25 Hektar wird von mehr als 700.000 Besuchern jährlich aufgesucht und ist damit der am häufigsten aufgesuchte Erholungspark in South Australia.
Später hat mich Anni auf eine Ofenkartoffel eingeladen, weil ich immer fahren muss – voll süß und wir hatten echt Hunger.
Auf Oscar W
Später haben wir uns von Granite Island aus den Sonnenuntergang angeschaut, bevor wir um 18 Uhr die Pinguintour gemacht haben. Bei der wir Zwergpinguine im Dunkeln beobachten konnten.
Der Zwergpinguin ist die kleinste Art aus der Familie der Pinguine. Die Vögel werden gewöhnlich 35 bis 40 Zentimeter groß und wiegen etwa ein Kilogramm. Da sie tagsüber jagen, kann man sie des nachts beobachten wie sie heimkehren. Leider nimmt die Kolonie auf Granite Island stark ab und somit haben wir insgesamt nur 5 sehen können, aber die sind trotzdem so putzig.
Oscar W
Gegen 20:30 Uhr kamen wir dann auch endlich zu Hause an und Jolly machte sich umgehend ans Abendessen kochen. Gemeinsam schauten wir dann noch “Underworld: Evolution”. Danach überraschte uns Jolly noch mit Apfelstrudel als Dessert.

Am 11. Juni 2012 fuhren wir gegen 10 Uhr nach Goolwa.
Goolwa ist eine Stadt mit knapp 6.000 Einwohnern und befindet sich etwa 100 km südlich von Adelaide und 20 km östlich von Victor Harbor. Sie liegt auf der Fleurieu-Halbinsel an der Mündung des Murray Rivers. Von der historischen Hafenstadt hat man über ein Brücke Zugang zu Hindmarsh Island und den Feuchtgebieten des Coorong-Nationalparks. Der Name Goolwa bedeutet in der Sprache der Ngarrindjeri so viel wie Ellbogen und beschreibt die Form des Murray River in der Nähe der Stadt.
Am Murray Mouth
Da wir die Tour mit dem Schaufelraddampfer “Oscar W” erst um 12:30 Uhr gebucht hatten, verbrachten wir die Wartezeit damit, dass wir im Hafen umherspazierten. Und dann war es soweit, rauf ging es auf das gute Stück und eine Stunde auf dem Murray River umhergondeln – und wieder einmal strahlend blauer Himmel. Der Dampfer wurde 1908 erbaut und wird heutzutage noch immer mit Holz betrieben. Während der Fahrt konnte man frei umherlaufen und sich alles anschauen, ebenso konnte man die Dampfmaschine bei der Arbeit beobachten. Das Personal war auch sehr freundlich, so dass die Fahrt echt Spaß gemacht hat. Und ein sehr großer Bonus, wir haben die Fahrt umsonst bekommen, dank meines Blogs.
Danach liefen wir auf die Brücke, welche das Festland mit Hindmarsh Island verbindet, bevor wir uns ins Auto setzten und rüber zum Murray Mouth im Coorong National Park fuhren.
in Port Elliot
Der Coorong-Nationalpark ist ein 156 km südöstlich von Adelaide. Die westliche Grenze des Parks liegt bei der Mündung des Murray River. Teil des Parks ist die Younghusband Peninsula, eine 145 km lange, schmale, parallel zur Küste verlaufende Halbinsel. Der Park wurde 1966 als Schutzgebiet für Vögel, Tiere und Fische gegründet. Zugvögel nützen die Region als Station auf ihren Wanderungen. Die 467 km² des Parks sind geformt von Dünen, Lagunen und Küsten-Vegetation. Eine Besonderheit des Coorong ist die Vermischung von Süßwasser aus dem Murray River und dem Grundwasser mit Salzwasser aus dem Südlichen Ozean im Bereich zwischen Halbinsel und Festland, die eine vielfältige Flora und Fauna ermöglicht.
Danach führte unser Weg uns noch nach Port Elliot, wo wir bis 16 Uhr blieben und auf den Felsenformationen rumkletterten und die unglaubliche Aussicht genossen.
Zu Hause gab es Abendessen und wir schauten den Film vom Vorabend zu Ende, verbrachten ein wenig Zeit im Internet, bevor es um 22:30 Uhr ins Bett ging.

Sonntag, 3. Juni 2012

On the Road again


Beim Kings Canyon
Am Tag unserer Abreise sind wir gemütlich um 9:30 Uhr aufgestanden und genossen eine letzte Dusche – man weiß ja nie, wann sich die nächste Möglichkeit während eines Road trips bietet. :) Danach packten wir unsere Sachen und luden alles ins Auto. Bevor wir zum Frühstücken ins Hostel fuhren, brachten wir unsere Arbeits-T-Shirts zurück in den Gillen Club. Später ging es noch zum Coles, um Lebensmittel für die Fahrt zu kaufen. Zum Abschied fuhren wir auf den ANZAC-Hill und ließen ein letztes Mal unseren Blick über Alice Springs schweifen, bevor wir den Stuart Highway Richtung Süden nahmen.
Beim Kings Canyon
In Erldunda, einem typischen Roadhouse am Kreuzungspunkt von Stuart Highway und Lasseter Highway, bogen wir ab. Die Siedlung ist etwa 250 km von Alice Springs entfernt. Die kleine Siedlung ist eine Station für Touristen auf dem Weg zum 244 km entfernten Uluru. Erldunda hat eine Tankstelle, ein Restaurant, ein Motel und einen Caravanpark. Das Roadhouse wird von Touristen zum Einkaufen genutzt, weil die Kosten in Erldunda im Verhältnis zu den Kosten am Uluru günstig sind.
Später bogen wir auf die Luritja Road, welche eine Touristenstraße ist und sie verbindet den Larapinta Drive im Watarrka-Nationalpark mit dem Lasseter Highway.
Beim Kings Canyon
Noch vor Sonnenuntergang schafften wir es bis zur Salt Creek Rest Area und kochten unser Abendessen – bei Coles hatten wir einen Spitzenpreis erhalten: $2 pro Dose (gefüllt mit diversen leckeren Suppen). :)
Später lernten wir noch Jonas & Melli (beide aus Deutschland) kennen und unterhielten uns ein wenig mit ihnen, bevor es uns zu kalt war und wir uns in unsere warmen Schlafsäcke kuschelten. :)

Beim Kings Canyon
Beim Kings Canyon
Am 18. Mai 2012 sind wir mit der Sonne um 07:15 Uhr aufgewacht und machten das Auto startklar und aßen unser Müsli zum Frühstück. Für diesen Tag stand der Kings Canyon auf dem Plan. Der Kings Canyon ist Teil des Watarrka-Nationalparks & liegt 323 km südwestlich von Alice Springs. Der Kings Canyon ist der westlichste Teil der George Gill Range. Die Felswände des Kings Canyon bestehen aus rotem & gelbem bis weißem Sandstein. Die Wände des Canyons sind teilweise über 300 m hoch. Der Sandstein, dessen rote & gelbliche Farbe aus Eisenoxiden resultiert, ist stark kleinteilig zerklüftet und bildet interessante Strukturen aus unterschiedlichen Farben und Zeichnungen. Erosion von Sonne und Wind mit Sand hinterlässt verrundete Formen.
Beim Kings Canyon
Dort kamen wir gegen 9:30 Uhr an und nutzten nun endlich auch einmal unseren Reservekanister und befüllten das Auto, bevor wir uns an den Aufstieg machten. Wir nahmen die Route um den Canyon herum (Kings Canyon Rim Walk), welche über die Plateaus führt und ungefähr 6 km lang ist. Diese beginnt mit einem eher steilen Stück, welches Einheimische Heartbreak Hill (oder auch Heartattack Hill wegen der steilen Passagen) nennen. An der Spitze angekommen, eröffnet sich ein beeindruckender Blick über die Schluchten, den bienenstockartigen Felsformationen auf dem Plateau und über die weite Landschaft um das gesamte Gebiet. Am Fuße des Canyonbodens zieht sich der sogenannte Kings Creek durch. Wir benötigten ungefähr 3h Umrundungszeit.
Gegen 13:00 Uhr fuhren wir weiter und machten unterwegs am Mt. Connor Lookout halt.
Beim Kings Canyon
Mount Conner ist ein abgeflachter, nierenförmiger Berg, der sich rund 2.800 m lang bei einer maximalen Breite von 1.300 m erstreckt. Seine Nordflanke setzt sich scharfkantig vom umgebenden Outbackland ab, während seine Südseite durch viele Verwitterungsrinnen zerfurcht ist. Geologisch gibt es keine direkte Verbindung zur Sandsteinformation des nahegelegenen Ayers-Rock-Gebietes. Lustigerweise hatten Anni & ich diesen erst einmal für den Uluru gehalten. :)
Unsere Fahrt endete an der Sandy Way Rest Area, welche sich 40km vom Uluru entfernt befindet ist – man kann dort gratis campen. Unterwegs mussten wir allerdings beim Roadhouse Curtin Springs anhalten und für 2,30$/L tanken. :(
Nachdem Abendessen ging es früh um 18 Uhr schlafen, da wir für den nächsten Tag Großes vorhatten. :)

Beim Curtin Springs Roadhouse
Unser Halbjähriges zelebrierten wir also im Uluru-Kata Tjuṯa National Park. Früh morgens um 6 Uhr klingelte der Wecker und draußen war es noch stockfinster und eiskalt. Nichts desto trotz hieß es anziehen und los ging die Fahrt. Der Eintritt zum Park kostete pro Person $25 – ein notwendiges Übel.
Der Park umfasst 1326 Quadratkilometer. Teil des Parks ist der berühmte Felsen Uluru (Ayers Rock) und 40 km westlich der Kata Tjuṯa (Mount Olga). Die wichtigste touristische Ansiedlung ist Yulara.
Uluru ist das bekannteste natürliche Wahrzeichen Australiens. Dieser Inselberg erhebt sich 348 m über die Landschaft. Das Wort Kata Tjuṯa bedeutet „viele Köpfe“ und bezeichnet eine Gruppe von 36 Felsen, die wahrscheinlich mehr als 500 Millionen Jahre alt sind.
Uluru
Wir wollten natürlich den Sonnenaufgang genießen, aber als wir an der dafür vorgesehenen Plattform ankamen, wimmelte es nur so von Touristen, manche hatten sogar Stühle dabei. Somit war es nicht einfach einen Blick auf Uluru zu ergattern, geschweige denn ein Foto ohne doofe Touristen in pinken Jacken zu schießen. Es war trotzdem ein schönes Naturspektakel, wenn auch immer noch verdammt kalt.
Kata Tjuta
Beim Cultural Centre gönnten wir uns erst einmal unser Frühstück und stärkten uns somit für den Tag. Danach fuhren wir direkt an den Uluru und wollten hinauf klettern, allerdings gab Anni auf, wegen ihrer Höhenangst und später, ein bisschen weiter oben, war es auch für mich vorbei – es war einfach zu windig, gefährlich & anstrengend. Stattdessen hatten wir unseren Spaß bei dem Base Walk (ca. 12km mit allen Abstechern), welcher einmal um den Uluru herumführt. Danach benötigten wir ungefähr ½ h Fahrt, um die Kata Tjuta zu erreichen. Da wir aber recht groggy vom ersten Walk waren, nahmen wir dort nur einen kurzen, für den wir nur 40min benötigten. Auf unserem Rückweg zum Uluru hielten wir an allen Aussichtspunkten und schossen Erinnerungsfotos. :)
Gegen 15:30 Uhr kamen wir an dem Parkplatz an, von welchem wir den schönsten Blick auf Uluru für den Sonnenuntergang hatten. Und da der Tag so früh begann, gab es eben auch ein frühes Abendessen. :) Während wir entspannten und auf den Sonnenuntergang warteten, lernten wir Michael (31J., aus Deutschland) kennen und unterhielten uns ein wenig mit ihm.
Auf dem Uluru
Wir fanden übrigens, dass der Sonnenuntergang wesentlich schöner ist als der Aufgang – das Farbenspiel war einfach beeindruckend, welches sich im Minutentakt änderte. Leider war um kurz nach 18 Uhr schon alles vorbei und wir fuhren zurück zur Sandy Way Rest Area. Wobei wir unterwegs noch in Yulara anhalten mussten, um zu tanken – im Gegensatz zu allen Gerüchten, dass dort der Sprit teurer sei als in Curtin Springs, bezahlten wir nur 2,13$/L. Am Rastplatz angekommen verwickelte uns eine Deutsche noch in einen kurzes Gespräch und gegen 19:30 Uhr legten wir uns schlafen. Unglaublich das schon ein halbes Jahr rum ist – erstaunlich wie schnell die Zeit vergangen ist. Viel erstaunlicher: Anni & ich verstehen uns immer noch super und wollen auch gar nicht ohne einander weiterreisen. :)

Am Sonntag erwachten wir dann nach einer langen Nacht um 7:30 Uhr, aßen Frühstück und fuhren knapp 700km bis zur Pootnoura Rest Area – kurz vor Coober Pedy.
Vor dem Uluru
Zwischendurch hielten wir in Erldunda an und versuchten heimlich kostenfrei zu duschen, wir wurden aber leider erwischt und mussten dann halt $4 pro Person zahlen. Zum Tanken hielten wir in Kulgera an, wo wir dann für 1,95$/L voll tanken mussten. Nächste Pausen wurden auf der Grenze zu South Australia und in Marla eingelegt. Marla ist ein kleiner Ort mit etwa 70 Einwohnern.
Beim Uluru
Gegen 17 Uhr kamen wir bei unserem Rastplatz an und machten uns an das Abendessen. Da wir täglich nur 2 Mahlzeiten zu uns nahmen, knurrte der Magen immer schon 2 h vorher. :) Nach einem herrlichen Sonnenuntergang war dann um 18:30 Uhr Bettzeit.

Jeder behauptete und warnte uns, dass es viel kälter in South Australia als im Northern Territory ist, allerdings war die Nacht wesentlich wärmer als die Nächte davor. Wir dachten uns, dass dies ein gutes Zeichen war. :) Nach dem Frühstück fuhren wir nach Coober Pedy.
Vor dem Uluru
Dies ist eine kleine Ortschaft mit etwa 1.500 Einwohnern und liegt etwa 840 km nordwestlich von Adelaide direkt am Stuart Highway. Der Name „Coober Pedy“ ist eine englische Schreibweise des Aboriginal-Begriffs „kupa piti “ – was so viel heißt wie „weißer Mann im Loch“. Die Ortschaft nennt sich selbst „Opal-Hauptstadt der Welt“ und ist auch tatsächlich die größte Quelle dieser Edelsteine. Etwa ¾ der weltweiten Funde von weißen Opalen werden in der näheren Umgebung von Coober Pedy gemacht. Heutzutage ist es verboten, innerhalb der Stadtgrenzen nach Opalen zu schürfen. Die extremen Sommertemperaturen und der Opal-Abbau haben dazu geführt, dass die meisten Einwohner in unterirdischen Wohnhöhlen, sogenannten „dugouts“, leben und in Minenschächten arbeiten.
Die Kata Tjuta im Hintergund
Unser 1. Ziel war der Big Winch Lookout, von welchem man einmal über die Stadt schauen konnten und wir realisierten, dass sie ganz schön hässlich ist.
Als nächstes fuhren wir zur Touristeninformation und besorgten uns ein Karte der Stadt. Ganz großes Plus – man kann dort kostenfrei das Internet für 30min nutzen. Tanken ist dort dann mittlerweile auch günstiger als in den vorherigen Roadhouses – wir bezahlten 1,69$/L.
Vor dem Uluru
Einen Besuch wert sind die unterirdischen Kirchen, dass ist einmal komplett etwas anderes und sehr interessant. Die Gegend direkt um Coober Pedy diente als Kulisse für die Filme Mad Max – Jenseits der Donnerkuppel und Pitch Black – Planet der Finsternis. Das Raumschiff aus dem Film Pitch Black haben wir dann nach langem Suchen auch gefunden – da haben die Aussies was zum Angucken für Touristen und dann liegt es sehr versteckt.
Unsere Weiterfahrt an diesem Tag endete bei der North Hill Rest Area, wo wir uns schon auf das Abendessen freuten. Zwischendurch hielten wir in Glendambo, in Pimba und am Lake Hart. Einfach unvergleichlich: Links von mir der Salzsee Lake Hart und rechts von mir der Stuart Highway und ich stand auf dem Schienenstrang des Ghan von Adelaide nach Darwin.
Und da wir nun weiter südlich sind, geht die Sonne noch früher unter und wir somit noch früher schlafen – 18 Uhr.

Vor dem Uluru
Am 22. Mai 2012 fuhren wir nach dem Frühstück gegen 8 Uhr nach Port Augusta.
Port Augusta liegt etwa 320 km nordwestlich von Adelaide am nördlichen Ende des Spencer-Golfs.
Als erstes spazierten wir einmal die Hafenpromenade entlang und genossen nach der langen Zeit dem Meer wieder so nah zu sein. :) Zurück zum Auto schlenderten wir durch die schöne Altstadt und erledigten ein paar Einkäufe. Eine große Freude bereitete uns der günstige Sprit für nur 1,49$/L. :) In Port Augusta fällten wir auch die Entscheidung unseren Road trip ein wenig zu verlängern, da wir noch die Yorke-Halbinsel erkunden wollten. :)
Uluru
Die Yorke-Halbinsel ist eine große Landzunge an der Westküste South Australias zwischen dem Spencer-Golf und dem Gulf Saint Vincent und etwa 150 km von Adelaide entfernt. Die Yorke Peninsula ist etwa 200 km lang und 50 km breit und ähnelt der Form eines Fußes. Auf der Yorke-Halbinsel wird viel Getreide, besonders Gerste, angebaut. Wodurch sie mich sehr an Dänemark erinnert, wo ich immer mit meiner Familie die Sommerurlaube verbracht habe.
Fast alle Küstenstädte besitzen eine eigene Seebrücke, die in der Vergangenheit dazu genutzt wurde Güter und Waren per Dampfschiff zu transportieren. Heute werden die Seebrücken hauptsächlich noch zum Angeln genutzt, da durch den Ausbau der Straßen auf der Halbinsel die meisten Waren per LKW transportiert werden.
Nachdem wir Port Augusta verlassen hatten, fuhren wir nach Port Pirie und liefen ein wenig herum und stoppten für einen Imbiss in Annie's Coffee Shoppe.
Port Pirie wurde 1845 gegründet und hat heute etwa 17 000 Einwohner. In der Stadt befindet sich die Port Pirie Smelter, die größte Bleigießerei der Welt. Sie verarbeitet Blei und andere Erze aus den Minen von Broken Hill. Der Hafen von Port Pirie ist der zweitgrößte Hafen Südaustraliens.
Unsere Fahrt ging weiter nach Port Broughten – ich muss zu geben, dass es am Anfang äußerst irritierend war, dass alle halbe Stunde eine Ortschaft kam, wenn man so lange im Outback unterwegs war. Wir spazierten über den Steg und fuhren weiter, dabei durchquerten wir die Orte Wallaroo, Moonta und Maitland. Den nächsten Stopp machten wir in Port Victoria, wo wir auch wieder auf den Steg hinausliefen. Wir fuhren durch Minlaton, um im Stadtzentrum von Warooka einen Picknickplatz zu finden und unser Abendessen zu zubereiten. Muss sehr witzig ausgesehen haben für die Einwohner, wie wir dort saßen und kochten. :) Unseren Schlafplatz für die Nacht fanden wir dann beim Inland Sea Restaurant, welches kostenfreies Camping anboten. Ebenso offerieren sie ein Toilette und Dusche, wenn man ein bisschen Geld bei ihnen lässt.
In Coober Pedy

Im Lake Hart
In Port Augusta
In Port Broughten
Marion Bay
Am nächsten Morgen war für uns erst einmal klar, wir wollen unter die warme Dusche und das war echt herrlich, zu mal es die Nacht davor ganz schön windig und somit frisch war. Danach traten wir unsere Fahrt zum Innes-Nationalpark an. Dieser liegt an der Spitze der Halbinsel. Hier findet man eine spektakuläre Küstenlandschaft vor, die viele natürliche Lebensräume aufweist und dennoch eine ganze Reihe von Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung bietet. Leider sollte man dort $10 Eintritt bezahlen, was wir nicht einsahen und somit wieder umkehrten. Unterwegs hielten wir in Marion Bay an und liefen zum Strand, wo sich einige Surfer in die Brandung warfen und das obwohl eine riesige dunkle Wolkenwand aufzog. Wir fuhren die Ostküste weiter hinauf bis nach Port Wakefield, wo wir noch einmal tankten bevor wir gegen 15 Uhr in Adelaide ankamen. Während der Fahrt riefen wir Jolly (25J., Australier) an. Er wohnt in dem Haus von Caspar und ist somit unser neuer Mitbewohner. Er hat uns freundlicherweise mitgeteilt, wie wir zu ihm finden. Dort angekommen wurden wir von ihm und seiner 8-jährigen Tochter Alyssa freundlich begrüßt. Während die beiden anboten uns unser Zimmer herzurichten, nutzten Anni und ich erst einmal das Internet. :) Da Jolly so gerne kocht, gab es später auch richtig leckeres Abendessen, was nach all den Dosen, auch wenn sie sehr lecker sind, echt super war. :) Später schauten wir 4 gemeinsam TV und gingen gegen 22:15 Uhr schlafen.

Samstag, 2. Juni 2012

Soooooooooooo geil!


Am 30. April 2012 sind Anni & ich um 07:45 Uhr aufgestanden und haben unsere Sachen gepackt. Da Jason für mind. 6 Wochen irgendwo im Outback Zäune bauen ging, mussten wir die Wohnung verlassen, was wir aber nicht als schlimm empfanden, da Eli uns angeboten hatte, dass wir für den Rest unserer Zeit in Alice Springs in seiner Wohnung bleiben konnten. :)
Bevor wir frühstückten und uns von Jason verabschiedeten, fuhren wir erst einmal zum Coles, um uns unseren leckeren Vollkornbrötchen zu kaufen, die uns wenigstens ein wenig an Deutschland erinnern. Der Standardaustralier isst nämlich am liebsten sehr weiches Wabbeltoastbrot. Kurz nach 09:00 Uhr verließen wir Jason und da uns noch viel Zeit blieb, bis ich um 10:00 Uhr mit der Arbeit begann, verbrachten wir diese auf dem ANZAC-Hill. :)
Nachdem ich um 14:00 Uhr Feierabend hatte, kehrte ich zu Anni ins Hostel zurück. Anni wurde mittlerweile vom Turf Club kontaktiert, die uns Arbeit bei den Pferderennen für Samstag & Montag anboten. Nachdem das geklärt war, lagen wir faul am Pool und lasen.
Bevor ich von 17:30 bis 22:40 Uhr im Gillen Club arbeiten war, aß ich noch mit Anni zu Abend.
Nach meiner Schicht kam mir doch glatt jemand auf mein Auto zugerannt während ich fuhr, ich bin einfach schneller gefahren und konnte im Rückspiegel nur noch sehen, wie er sich auf die Straße warf, damit es so aussah, als ob ich ihn angefahren hätte. Ich habe absolut keine Idee, warum der Mann mich zum Anhalten bewegen wollte, aber nachdem schon in unser Auto eingebrochen wurde, fall ich auf so einen Scheiß nicht mehr rein.

Am 01. Mai 2012 ist Anni zusammen mit mir um 08:30 Uhr aufgestanden und wir fuhren zum Frühstücken ins Hostel. :) Danach war ich wieder von 10:00 bis 14:00 Uhr bei Relationships Australia arbeiten und überraschte Anni später mit Muffins am Pool. :) Dort genossen wir noch ein wenig die Sonnenstrahlen, bevor wir unser Abendessen kauften, um es dann in Elis Wohnung zuzubereiten. Nebenbei quatschen wir mit ihm und nach dem wir aufgegessen hatten, spielten wir 3 zusammen Karten, vor dem zu Bett gehen um 22:30 Uhr.

Am Mittwoch war der 1. Tag, an dem wir Henry babysitten sollten. Bei Wades & Sarahs Haus sind wir also um 07:00 Uhr angekommen. Und während sich einer stets mit Henry beschäftigte nutzte der anderen den Luxus einer Dusche, des Internets und des gefüllten Kühlschranks. :) Zwischendurch ließ ich die beiden aber allein, da ich wieder für 4 Stunden bei Relationships Australia arbeiten war. Nach Feierabend kaufte ich mir noch schnell ein paar schwarze Schuhe, die ich für die Arbeit im Gillen Club benötigte. :) Von 14:30 bis 16:30 Uhr gesellte ich mich dann noch einmal zu Anni & Henry. Danach erledigten wir unsere Einkäufe im Coles und bereiteten unser Abendessen im Hostel zu. Während Anni dann im Hostel blieb und versuchte neue Freundschaften zu schließen, war ich von 18:00 bis 21:00 Uhr im Gillen Club arbeiten. :)
Danach holte ich sie ab und wir fuhren zu Elis Wohnung, wo wir gegen 22:30 Uhr zu Bett gingen.
Im Crowne Plaza

Am nächsten Morgen stand dann für uns Ausschlafen auf den Plan, dementsprechend begann unser Tag erst um kurz vor 10:30 Uhr. :) Unser Frühstück nahmen wir wieder im Hostel ein, wo sich dann Kevin (26J., aus Irland) zu uns gesellte, mit welchem Anni am Abend zuvor Bekannstschaft geschlossen hatte. Mit ihm liefen wir danach durch die Stadt auf der Suche nach einer neuen Kamera für ihn. Nach einer Weile wurden wir auch fündig und konnten den Preis sogar noch runterhandeln. :) Und aus irgendeine Laune heraus beschlossen wir, dass wir zum Kasino liefen wollten, also folgten wir dem Todd River durch die Olive Pink Botanic Garden bis zum Lasseters Hotel Casino. Unterwegs hielten wir im Crowne Plaza Hotel an – dort sahen wir, dass eine große Konferenz stattfand und staubten somit gratis Kuchen & Kaffe ab. :) Im Kasino angekommen, schauten wir uns kurz alles an, aber unser eigentliches Ziel war der Kaffeeautomat, an welchem man kostenfreie Heißgetränke bekommt. :) Zurück im Hostel waren wir dann gegen 16:00 Uhr. Dort saßen wir noch ein wenig gemeinsam und quatschen, bis ich dann um 17:30 Uhr aufbrechen musste, um meine nächste Schicht im Gillen Club anzutreten. Die anderen Beiden hatten sich entschieden den Sonnenuntergang vom ANZAC-Hill anzuschauen. :)
Mit Kevin im Crowne Plaza
Nach Feierabend holte ich Anni aus dem Hostel ab und wir fuhren zu Elis Wohnung, damit ich mich umziehen konnte, da Eli uns fragte, ob wir auf ein paar Drinks im Montes vorbei kämen. Dort lernten wir ein paar seiner Freunde kennen und ich muss sagen, die Bar verfügt über eine sehr angenehme Atmosphäre und sie spielen gute Musik. :) Die Zeit verging wie im Flug und gegen 23:45 Uhr waren wir dann zu Hause.

Am 4. Mai 2012 begann der Tag um 8:00 Uhr und nach unserem Frühstück im Hostel fuhren wir gegen 09:30 Uhr zur School of the Air. Für $7,50 Eintritt erlebten wir, wie Schulunterricht über Hunderte Kilometer im Outback gemacht wurde.
School of the Air ist eine spezielle Schulform in den dünn besiedelten Regionen Australiens. Schüler der Primarstufe und der unteren Sekundarstufe I werden dabei im Fernunterricht unterrichtet. Die Übermittlung erfolgte anfangs mittels Kurzwellenfunk und wird nun auf Internettechnologien umgestellt. Die Hausaufgaben werden per E-Mail oder ebenfalls per Internet zum Lehrer gesendet. Jeder Schüler erhält pro Tag etwa eine Stunde Gruppen- oder Einzelunterricht. Den Rest des Tages lernt er mit den zugesendeten Materialien unter Anleitung der Eltern, älterer Geschwister oder eines eingestellten Tutors. Die Schule in Alice Springs war die erste Schule dieser Art und wurde 1951 gegründet. Sie hat zurzeit etwa 120 Schüler, die sich auf eine Fläche von 1.000.000 km² verteilen. Etwa 15 Prozent dieser Kinder sind Aborigines. Die Einrichtung in Alice Springs verfügt über ein Besucherzentrum, welches jeden Tag der Woche für Touristen offen steht. Dabei kann man auch die morgendlichen Übertragungen mitverfolgen.
Danach fuhren wir zurück ins Hostel, setzten uns in die Sonne und lasen in unseren Büchern. :) Zwischendurch machte ich einen Spaziergang zur Commonwealth Bank, besorgte mir meine Kontoauszüge und machte einen Abstecher bei Centre Labour Force, um meinen Lohnschein der letzten Woche abzuholen. :) Zusammen mit Anni waren wir später noch bei Coles und kauften für das Abendessen ein, welches wir bei Eli aßen. Nachdem wir unsere alten Arbeitshemden gebügelt hatten, damit wir diese endlich einmal zurückgeben konnten, fuhren wir zum Gillen Club und arbeiteten von 18:00 bis 22:00 Uhr. Nach unserem Feierabendgetränk telefonierten wir mit Andrew & Kelcey. Es war richtig schön die beiden nach der langen Zeit endlich einmal wieder hören zu können. :) Zuhause waren wir dann um 23:30 Uhr und der Weg führte direkt ins Bett. :)

Am Samstag starteten wir unseren Tag in aller Ruhe um 08:45 Uhr und fuhren zum Frühstück ins Hostel, so wie halt üblich. :) Danach lasen wir entspannt unsere Bücher, wobei ich meines beendete und somit ein neues Buch – Tana French: Totengleich – beginnen konnte. :)
In Annie's Place
Zu 11:45 Uhr fuhren wir zum Turf Club, erhielten unsere Arbeits-T-Shirts und starteten mit dem Aufbau einer Außenbar. Nachdem das erledigt war, halfen wir beim Verkauf der Eintrittskarten und später arbeitete ich an der aufgebauten zuvor aufgebauten Bar, während Anni im Innenbereich benötigt wurde. Feierabend hatte ich dann um 19:00 Uhr, Anni schon ½ h vorher, womit sie dann schon Bekanntschaft mit Aaron (22 J., Australier) & Jan (22J., aus Deutschland) machte. Da wir 4 die Idee hatten gemeinsam zum Annie’s Place zu wollen und Aaron anbot das Taxi zu bezahlen, fuhren wir erst einmal zu Elis Wohnung, damit Anni & ich uns noch umziehen konnten. Da das Kasino nur 200m entfernt ist und weder Anni noch ich wussten, wie denn die Straße heißt, in der wir zu der Zeit wohnten, bestellten wir das Taxi dorthin und liefen hinüber. Angekommen im Annie’s Place waren wir um 20:00 Uhr und es war auch schon gut gefüllt. In Deutschland wäre dies zu dieser Uhrzeit undenkbar. :) Aber ich mag es – man geht früher los, ist früher zu Hause und hat mehr vom nächsten Tag. :)
An dem Abend lernten wir auch Casper (26 J., Australier) und seine Freundin Molly (20 J., Australierin) kennen, dieser fand uns anscheinend so sympathisch, dass er uns nach 20min, nachdem wir ihm von unseren Plänen nach Adelaide zu reisen erzählten, anbot, dass wir dann in seinem Haus wohnen könnten. :) Die spinnen doch die Australier – diese Hilfsbereitschaft & Offenheit wird mir in Deutschland sehr fehlen. :(
Da um 1:00 Uhr der Club wieder schloss, wurden wir also sehr unfreundlich rausgeschmissen und nahmen ein Taxi nach Hause. :)

Am Sonntag startete mein Tag total verkatert, deshalb benötigte ich erst einmal eine wohltuende Dusche. Leider half die nicht sehr viel, denn während unserer Fahrt zum Hostel mussten wir mehrmals anhalten, da das Thermostat vom Auto einmal wieder herumspann. Total toll – es war Sonntag und an dem Montag war Feiertag, so dass wir das Auto erst am Dienstag checken lassen könnten. Somit entschieden wir das Auto beim Hostel zu parken und zum Coles zu laufen, um unser Frühstück zu organisieren. Währenddessen erhielten wir einen Anruf von Sarah & Wade, in welchem sie uns mitteilten, dass sie uns nicht mehr als Babysitter benötigten, da sie einen Kindergartenplatz bekommen hatten. Voll blöd, weil wir eine Menge Geld hätten verdienen können. Und das, nachdem am Vorabend der Turf Club mal ebenso meinte, dass sie uns an dem Montag nicht mehr bräuchten. Innerhalb von 24 Stunden sind uns also 2 Jobs flöten gegangen und dann noch die Sache mit Heiko. :(
So richtig motiviert zu frühstücken waren wir dann auch nicht mehr, aber wir hatten Hunger. Gegen 13:00 Uhr kehrten wir zu Elis Wohnung zurück und schliefen noch einmal bis 17:00 Uhr. Das Beste was uns eben einfiel, um den blöden Tag zu vergessen. :) Nachdem wir wieder erwacht waren, fragten Casper & Molly, ob wir uns nicht mit ihnen zum Abendessen im Montes treffen wollten. Also trafen wir uns dort mit ihnen um 18:30 Uhr. Und Dank ihrer Gesellschaft und einer echt leckeren Magarithapizza war der Tag gerettet. Während wir draußen saßen, konnten wir den größten Vollmond des Jahres bestaunen.
Gegen 22:00 Uhr verabschiedeten wir uns von den Beiden und fuhren zum Schlafen nach Hause. :)

Australien: Überfall auf schlafende Touristinnen in Alice Springs

              
Nahezu präzise im geografischen Mittelpunkt Australiens liegt das 22000-Einwohner-Städtchen Alice Springs. Weitab von allen anderen Städten – die nächste ist 1500 km entfernt – stellt Alice Springs auch das touristische Zentrum “Wüsten-Australiens”, des Outback, dar. Unternehmungslustige und abenteueraffine Reisende aus aller Welt kommen hierher und nutzen den Ort als Ausgangs- und Stützpunkt für ihre Erkundung von Land und Leuten einschließlich der australischen Ureinwohner, der Aborigines. Auch Alice Springs selber (der Ort ist nach der Wasserstelle benannt, deretwegen dieser Platz 1872 für eine telegrafentechnische Station ausgewählt wurde) ist ein bunter und interessanter Ort, der sich mit etlichen Sehenswürdigkeiten brüstet, darunter ein “Wüstenpark”, der dem eiligen Reisenden viele Geheimnisse der Wüste an einem Ort konzentriert vorführt, oder ein Reptilienzentrum. Auch über ein Konferenzzentrum verfügt der Ort, der jeden Geldzufluss gebrauchen kann.
Just vor diem Konferenzzentrum, das nahe dem Ortsrand und etwas außerhalb der Wohnbebauung liegt, schliefen vorgestern Nacht zwei aus Europa stammende junge Touristinnen in ihrem Auto. Sehr früh morgens wurden sie von zwei Männern geweckt, gezwungen ihren Wagen zu verlasen und vergewaltigt. Ein erster Tatverdächtiger wurde inzwischen festgenommen.
Es war keine Unvorsichtigkeit der Frauen, ein wenig abseits – wenn auch in Nähe des Convention Centre – und ungesichert zu übernachten, vielmehr ist dies in Australien allgemein üblich und derartige Überfälle kommen eigentlich nicht vor, man muss mit ihnen normalerweise keinesfalls rechnen. Ob die Täter nun – wie man gerüchteweise hört – Aborigines waren oder nicht: Ein solches Ereignis erschüttert das Vertrauen in einen sicheren Aufenthalt gerade dann besonders stark, wenn es berechtigt war. Touristen werden Lehren ziehen, sich künftig anders verhalten und, was die Hauptsorge des Tourismusministers ist – möglicherweise wird ein Teil von ihnen erst einmal wegbleiben.
Dass ein Unglück gegen alle Wahrscheinlichkeit geschieht, ist allerdings allgemeiner Bestandteil des alltäglichen Lebens. Egal wo wir unseren Urlaub verbringen, irgendein Risiko reist mit oder ist schon dort. Eine kleine Lehre kann man vielleicht aus dem Verbrechen in Alice Springs dennoch ziehen: Wenn ein Stück mehr Sicherheit leicht zu haben ist – in diesem Fall etwa durch Übernachtungen nahe bewohnten Häusern – sollte man dies in Betracht ziehen.

Am May Day (auch Labour Day  genannt) starteten wir um 08:45 Uhr in den Tag und schauten uns erst einmal die Fotos der letzten Tage an. :)
Die Ursprünge des Labour Day werden in Australien gerne auf die ersten erfolgreichen Demonstrationen zum Achtstundentag 1855 in Sydney und 1856 in Melbourne zurückgeführt. Die erste Labour-Day-Demonstration, die Australien gerne für sich reklamiert, fand am 16. März 1861 in Brisbane in Queensland mit ein paar Handvoll Bauarbeitern, die zuvor den Achtstundentag erfolgreich durchgesetzt hatten, statt. 1889 schlug der Versuch fehl, den Labour Day vom März auf den vom International Socialist Congress in Paris vorgeschlagenen 1. Mai zu legen. 1893 schließlich wurde der Labour Day mit der Achtstundentagdemonstration zusammen auf den 1. Montag im Mai gelegt. Die einzelnen Bundesländer Australiens konnten sich untereinander nicht einigen, so dass heute noch der Labour Day an recht unterschiedlichen Tagen in Australien zelebriert wird.
Eigentlich wollten wir diesen Feiertag gemeinsam mit Casper & Molly und einem Picknick verbringen, aber leider erhielten wir einen Anruf vom Gillen Club, die uns beide baten um 12:30 Uhr arbeiten zukommen, da konnten wir nicht nein sagen, zu dem man in Australien, wenn man an Feiertagen arbeitet, doppeltes Gehalt bekommt. :) Ebenso ist es grandios, dass man hier stündlich bezahlt wird, d. h., dass wenn man Überstunden macht, dann werden diese auch bezahlt und es ist nicht selbstverständlich, dass man länger bleibt. Man wird förmlich rausgeschmissen, wenn die Arbeitszeit um ist – den Kollegen ist es auch egal, dass die Bar brechend voll ist – der Dienstplan sagt 21:00 Uhr ist Feierabend, also hat man auch zu gehen. :)
Also fuhren wir in die Stadt, um uns unser Frühstück zu organisieren und mussten feststellen, dass die Stadt gefüllt mit Autos & Menschen war, die alle ins Zentrum strömten. Nachdem wir auch endlich einen Parkplatz gefunden hatten, folgten wir den Massen und stellten fest, dass einmal wieder eine Parade stattfand – die Bangtail Muster Parade war sehr amüsant anzusehen, da die ganzen Road Trains mit Bilder und Gebasteltem geschmückt waren. Sie war auch wesentlich besser als die Parade zum ANZAC-Day. :)
Danach liefen wir dann zum Coles, kauften ein und gingen zum Hostel und frühstückten. :)
Von 12:30 bis 17:30 Uhr waren wir dann im Gillen Club tätig, wo ganz schön was los war, aufgrund des Feiertags, man aber allerdings zu viel Personal eingeplant hatte, so dass man sich dann doch ein wenig auf den Füßen rumgelatscht ist. Nach unserem obligatorischen Feierabendgetränk erhielten wir eine Einladung zum Abendessen bei Casper & Molly, bei denen wir dann um 18:30 Uhr erschienen. Ebenso hatten sie ihren Freund Chris eingeladen, der mit seinen knuffigen Hund Buddy kam. Zusammen saßen wir draußen, tranken Bier & Wein und genossen das lecker zubereitete BBQ. :) Gegen 22:00 Uhr fuhren wir dann zu Elis Wohnung, wo wir die Nacht mit noch 3 weiteren Schlafgästen verbrachten. Das hieß: Anni, Eli & ich teilten uns das Queensizebett, während Robel auf der Couch schlief und das Pärchen, dass wir nicht kannten, auf einer Matratze auf dem Boden schlief. Eine so kleine Wohnung und doch so viel Platz. :)

Im Lasseters Hotel Casino
Der 8. Mai 2012 startete um 9:30 Uhr und wir besorgten uns erst einmal unser Frühstück im Coles und aßen dieses dann im Hostel. Für eine kostenfreie Heiße Schokolade & einen Kaffe fuhren wir zum Kasino und entspannten im Außenbereich. :) Gegen 13:00 Uhr trafen wir uns mit Casper im Stadtzentrum, da dieser gerade Mittagspause hatte – in Australien haben alle Angestellten statt einer halben Stunde Pause immer eine ganze Stunde – dies wiederum bedeutet, dass die Australier gewöhnlich nur 7,5h pro Tag arbeiten. Und nachdem wir Casper getroffen hatten, gingen wir spontan auch noch Molly bei ihrer Arbeit im Piccolo's besuchen.
Später chillten wir uns einmal wieder an den Pool und lasen oder schliefen. :)
Gegen 17:30 Uhr fuhren wir zum Gillen Club, um unsere letzten Schichten für die letzte Woche Arbeit zu erfragen, aber leider war der Dienstplan noch nicht fertig. Da Bruce meinte einer seiner Freunde würde einmal über unser Auto rüberschauen, dachten wir uns, wir warten auf dem Parkplatz vom Gillen Club bis er sich meldet. Leider stellte sich heraus, dass wir völlig umsonst gewartet haben, da sein Freund an dem Tag keine Zeit mehr hatte. Das hätte man uns auch schon früher mitteilen können, denn wir hatten den ganzen Tag nichts zu tun und hätten zur Werkstatt fahren können. Nachdem Anni um 18:00 Uhr von Aaron abgeholt wurde, fuhr ich zu McDonalds, da ich Hunger hatte, aber zum Kochen zu faul war. Für einen klein aussehenden Big Mac & eine kl. Pommes bezahlte ich knapp $6. Danach fuhr ich nach Hause zu Elis Wohnung und las mein Buch, bis Eli nach Hause kam. Nachdem er dann erst einmal die Wohnung geputzt hatte, spielten wir noch ein wenig zusammen Karten und um 22:00 Uhr ging ich dann schlafen.

Im Alice Springs YHA Backpackers Hostel
An meinem Geburtstag musste ich früh um 07:00 Uhr aufstehen, weil ich an diesem Tag meinen 1. Tag als Vollzeitjob bei Relationships Australia hatte. Anni frühstückte noch gemeinsam mit mir und dann brachte ich sie und das Auto zur Werkstatt, damit die checkten, was Heiko für ein Problem hatte. Kurz nachdem ich gegen 8:00 Uhr auf Arbeit ankam, fragte ich nach der Möglichkeit einer 1 ½ h langen Mittagspause, da ich sonst nicht viel von meinem Ehrentag gehabt hätte. Diese konnte ich dann von 11:15 bis 12:45 Uhr nehmen und Anni überraschte mich mit einem Picknick am Pool des Hostels mit Kuchen, Muffins & Marshmallows, sowie Geschenken – ich erhielt eine Einweg-Unterwasser-Kamera & flauschige Hausschühchen, da ich immer so kalte Füße habe. :) Meine Eltern hatten mir an diesem Tag eine sehr lange Email geschrieben und zum Geburtstag gab es ein wenig Taschengeld. :)
Nach unserer Naschorgie bei strahlendem Sonnenschein war ich noch einmal bis 16:30 Uhr arbeiten. Danach holte mich Anni direkt ab und auf dem Weg zur Werkstatt beichtete sie mir von den schlechten Nachrichten, dass uns Reparaturen im Rahmen von 800$ erwarten würden.
Dort angekommen stieg der Preis noch einmal um 300$, da der Mechaniker gegenüber Anni nicht erwähnt hatte, dass wir auch die Reifen austauschen müssten. Resultat der Diagnose unseres Autos war eine leckende Wasserpumpe mit evt. korrodierendem Schlauch und 3 Reifen ohne Profil. Für uns war gleich klar, die Reifen werden erst ausgetauscht, wenn sie kaputt sind. :)
Wir nahmen das Auto erst einmal mit und fuhren zum Hostel, um zu entspannen und die Nachricht zu verdauen, bevor wir von 18:00 bis 20:30 Uhr im Gillen Club arbeiten waren.
Mit Kathleen im Gillen Club
Aufgrund meines Geburtstages hatten wir Tage zuvor all die lieben Menschen eingeladen, die wir in Alice Springs kennengelernt hatte. Somit kam Bruce als Erster, später kam Eli mit seinem Date Angela dazu und als letzte gesellte sich Kathleen zu uns. Casper & Molly konnten leider nicht kommen, da Casper gesundheitlich flachlag, Zusammen hatten wir einen sehr witzigen & lustigen Abend mit einer Menge Spaß und Blödsinn. :) Bruce bat dann auch an, dass er einen anderen Freund, der eine eigene Werkstatt besitzt mal fragen würde, ob er uns nicht mit dem Autoschaden helfen könnte.
Gegen Mitternacht wurde wir dann auch freundlich rausgeschmissen und somit fuhren wir nach Hause. Leider ließen mich Eli & Angela nicht schlafen, womit ich dann leider auf das Auto ausweichen musste. :( Ich habe die Nacht so gefroren und insgesamt nur 5h Schlaf bekommen. :(

Mit Eli, Bruce, Angela & Kathleen im Gillen Club
Gegen 07:00 Uhr bin ich dann am nächsten morgen komplett übermüdet aufgestanden, habe gefrühstückt und bin dann los zur Arbeit. Nach Feierabend um 16:30 Uhr machte ich mich auf zu Anni ins Hostel, welche in einem Gespräch mit Guillaume (28J., Franzose) vertieft war, also setzte ich mich einfach dazu. Zum Abendessen gab es dann den Geburtstagskuchen vom Vortag. :) Von 18:00 bis 21:00 Uhr war ich dann noch einmal im Gillen Club arbeiten. Und nach 2 Feierabendgetränken mit Bruce im Gillen Club fuhr ich nach Hause und fiel direkt ins Bett.

Der Freitag war wie die beiden Tage zuvor – arbeiten bei Relationships Australia von 08:00 bis 16:30 Uhr. Wobei meine Arbeit hauptsächlich daraus besteht im Internet zu surfen & Kekse zu essen. Da ich nur kurz zeitig eingestellt war (bis zum 16. Mai), konnte man mich nicht wirklich einarbeiten und gab mir nur hin und wieder etwas u tun. :) Meine eigentliche Aufgabe bestand darin einfach da zu sein, dass Telefon zu beantworten, wenn es denn einmal klingelte und die Klienten freundlich zu begrüßen. :)
Mit Hayley, Corinna & Kathleen im Gillen Club
In der Mittagspause von 12:45 bis 13:15 Uhr fuhr ich Anni zum Gillen Club, da ihre Schicht um 13:00 Uhr begann. Auf dem Rückweg holte ich mir Mittag bei McDonalds. :)
Nach Feierabend fuhr ich zum Coles einkaufen und bereitete mir dann mein Abendessen im Hostel zu, bevor ich von 18:00 bis 21:30 Uhr wieder im Gillen Club arbeiten war. Danach holte ich Anni aus dem Hostel ab, sie hatte den Courtesy Bus nach Hause genommen. Das ist ein Service von Bar oder Clubs, welcher einen kostenfrei nach Hause fährt, damit man nicht betrunken Auto fährt. Echt super! Hatten wir das 1. Mal von in Cooktown gehört. :)
Zusammen fuhren wir wieder zurück in den Gillen Club und tranken eine paar Gläser Jim Beam Cola mit Bruce und seinen Freunden Wade & Damien, bevor wieder einmal um 00:00 Uhr rausgebeten wurden.

Im Gillen Club
Am 12. Mai 2012 wollten wir beide eigentlich ausschlafen, gerade ich brauchte nach den letzten stressigen Tagen ein bisschen Erholung. Aber der gute Eli weckte uns dann schon um 09:30 Uhr auf, in dem er die ganze Zeit sang. :( Also entschieden wir uns einmal wieder unsere Wäsche zu waschen und warteten dann ½h bis diese fertig war und wir sie aufhängen konnten.
Dann folgte unser übliches Morgenritual – Coles und dann im Hostel frühstücken. Danach holten wir am Pool ein bisschen Schlaf nach, bevor uns Casper & Molly in ihre neue Wohnung einluden. Leider konnten wir nicht so lange bleiben, da wir um 18:00 Uhr schon wieder im Gillen Club arbeiten waren. Aber zum Glück nur bis 22:00 Uhr. :) Danach gönnten wir uns einen Drink und holten Casper ab und gemeinsam ging es dann zum Annie’s Place. Später gesellte sich noch Aaron zu uns und da wieder um 01:00 Uhr geschlossen wurde, entschieden wir uns dieses Mal noch zum Kasino zu gehen, da dieses des Nachts zu einem Nachtclub wird. :) Dort trafen wir dann auf Kathleen und einige andere Arbeitskolleginnen aus dem Gillen Club. Die Musik war sehr wechselhaft, aber tanzen konnten wir trotzdem, bis dann auch das Kasino um 4:00 Uhr zumachte und jeder nach Hause musste. :(
Unser Frühstück

Der Sonntag begann in aller Ruhe um 10:45 Uhr mit einer erholsamen Dusche, nach welcher ich dann Wäsche wusch. Nachdem diese fertig war, hang ich diese gemeinsam mit Anni auf und während wir auf dem Weg zum Coles waren, besuchten wir Caspar kurz bei seiner Arbeitstelle – einer Baustelle, da er Kranführer ist. Nachdem der Einkauf im Coles erledigt war, aßen wir unser Frühstück, wie immer, im Hostel. Da die Nacht einmal wieder nicht sehr lang war, holten wir den Schlaf am Pool nach. :) Da wir nicht den ganzen Tag verschwenden wollten, fuhren wir gegen 14:30 Uhr zum K-mart und shoppten ein wenig. :) Ein paar neue Pullover, Long sleeves & Shirts waren nötig, vor allem wenn unser Plan ist als nächstes Richtung Adelaide in den Süden zu fahren, da ist es schließlich Winter und noch kälter als die letzten Tage in Alice Springs.
Im Alice Springs YHA Backpackers Hostel
Gegen 17:30 Uhr machten wir einen Abstecher zu Elis Wohnung, um unsere Wäsche abzunehmen und später lümmelten wir wieder im Hostel und schauten TV. Da wir beide keinen Bock zum Kochen hatten, entschieden wir uns zu McDonalds zu fahren. Später verbrachten wir bis 21:45 Uhr die Zeit vor dem Fernseher, bevor wir nach Hause fuhren und uns schlafen legten.

Am nächsten Morgen musste ich wieder um 7:00 Uhr aufstehen, da ich von 8:00 bis 16:00 Uhr arbeiten war. Ich nutzte die Zeit auf Arbeit, um an meinem Blog zu schreiben und ich war sehr erstaunt wie viel ich doch geschafft hatte. Wenigstens war ich somit während meiner Arbeitszeit beschäftigt, produktiv und saß nicht nur blöd rum. :) In meiner halbstündigen Pause lief ich zur Post und traf spontan Casper in der Innenstadt. Nach Feierabend holte ich Annis aus Elis Wohnung ab und wir fuhren zu Sarah & Wade, welche unsere Post von Kelcey erhalten hatten. Kelcey war so freundlich unsere Briefe, u. a. einer von meinen Eltern, der einen Aufkleber für Heiko enthielt, nachzuschicken. Nachdem wir mit Beiden ein wenig quatschten, luden sie uns spontan ein doch zum Abendessen zu bleiben. Diese Einladung nahmen wir gerne an. Beide sind sehr freundlich und es tat ihnen auch richtig Leid, dass sie uns das Babysitting für Henry absagen mussten, aber sie hatten mehr als 8 Monate auf einen Krippenplatz gewartet. Nachdem wir uns verabschiedet hatten, fuhren wir zu Casper & Molly und gaben ihnen die Roller, welche Caspar Samstagnacht gefunden hatte. Ebenso überreichten wir den Beiden als Einzugsgeschenk ein Packen Besteck. Ich habe keine Ahnung, wie die Beiden die 1. Tage ohne ausgehalten haben. :)
Als wir bei Elis Wohnung ankamen, nahm ich mir noch einmal Zeit und schrieb meinen Blog zu Ende, bevor wir gegen 22:15 Uhr schlafen gingen.
Reiseroute des geplanten Roadtrips

Da Bruce sich mit seinem Freund, welche eine Werkstatt: Alice Springs Brake & Clutch besitzt, in Kontakt gesetzt hatte und für uns einen fairen Preis raushandeln konnten, hatten wir für den 15. Mai 2012 einen Termin bei der Werkstatt, d. h. ich brachte das Auto vor der Arbeit zur Werkstatt und Bruce war so freundlich mir einen Lift von dort zur Arbeit zu geben. Ich kann nur immer wieder betonen, wie hilfsbereit doch die Australier sind.
Auf Arbeit war ich wie immer von 8:00 bis 16:30 Uhr und schrieb fleißig weiter an meinem Reisetagebuch. :) Zwischendurch telefonierte ich mit der Werkstatt, die weitere Teilen am Auto austauschen mussten, mir aber bis dahin noch nicht sagen konnten, wie hoch der Gesamtpreis an Reparaturen nun war. Somit hieß es abwarten. Nach Feierabend holten mich Anni & Bruce von meiner Arbeit ab und Bruce fuhr uns dann zur Werkstatt, wo wir dann erfuhren, dass die Gesamtsumme $430 betrug. Ehrlich gesagt hatte ich mehr erwartet. :) Nun haben wir also eine neue Wasserpumpe, Kühlerschlauch sowie Lüfterflügel.
Danach fuhren Anni & ich zum Hostel und entspannten noch ein wenig, bevor ich im Gillen Club von 18:00 bis 0:00 Uhr arbeiten war.

Der nächste Tag bedeutete für mich der letzte Arbeitstag mit meinen netten Kolleginnen bei Relationships Australia – alle wünschten mir alles Gute für meine Weiterreise.
Mit Casper & Molly im Montes
Nach Feierabend holte ich Anni aus dem Hostel ab und wir holten etwas zu essen bei Coles, leider war auf unserem Weg zu Elis Wohnung eine Baustelle im Weg, was dazu führte, dass wir einen Umweg von 30min hatten. Dies machte mich extrem sauer, da ich Hunger hatte und mir nicht viel Zeit blieb, da wir um 18:00 Uhr im Gillen Club arbeiten mussten. Also wurde das Abendessen einmal wieder schnell runtergeschlungen, damit wir noch pünktlich zur Arbeit erschienen. Dort brauchte man uns zum Glück nur für 2 h, und wir gönnten uns unser letztes Feierabendgetränk im Gillen Club, da für den kommenden Tag die Abreise aus Alice Springs geplant war und wir unseren Road trip nach Adelaide starteten. Somit hatten wir uns später noch mit Bruce, Aaron, Molly & Caspar im Montes verabredet, um unseren letzten Abend mit ihnen zu verbringen. Wir hätten auch niemals erwartet, dass es uns schwer fallen würden Alice Springs zu verlassen, vor allem nach den ersten 2 Wochen, wo wir doch ein wenig Pech hatten. Aber wir haben später noch so viele liebe, nette, hilfsbereite & offenen Menschen kennen gelernt und von daher war es schön, dass unsere Freunde den letzten Abend mit uns verbracht haben.