Der kürzeste Weg zu sich selbst,
führt um die Welt herum.

[Hermann Keyserling (1880-1964)]

Samstag, 10. März 2012

Strangers in Paradise, but Sen we met the good One!

Vor  dem „Curtain Fig Tree“

Am Valentinstag sind wir erst um kurz nach 09:30 Uhr erwacht und noch bevor wir frühstückten, haben wir unsere Wäsche gewaschen. Troy hatte uns zwar einen Zettel mit seiner Handynummer da gelassen, aber uns keine Aufgaben zugeteilt, also entschieden wir uns dazu die Küche & den Kühlschrank zu putzen. Zwischendurch hängten wir unsere Kleidung im Garten an der Wäschespinne auf und wuschen einen Schwung Handtücher.
Später setzten wir uns auf die Couch und schauten uns zum ersten Mal die Fotos von unserem Ausflug auf das „Great Barrier Reef“ an. :) Und da Tony uns am Vortag genehmigte die Segelmusik von seinen USB-Sticks zu kopieren, setzte ich mich also an meinen Laptop. Das Ganze hatte sehr viel Zeit in Anspruch genommen, da er sehr viel Musik doppelt auf den USB-Sticks hatte. Aber am Ende haben wir nun mehr als 300 Lieder, die wir während der Fahrt mit unserem Auto hören können. :) Später schauten wir ein wenig Fernsehen, da wir es nicht hinbekommen hatten, die Filme von Troy’s Festplatte abzuspielen. Da er nicht auf unsere SMS & Anrufe reagiert hatte, entschieden wir, dass wir für uns 2 Abendessen kochten. Und während wir aßen, kam er natürlich nach Hause, aber ganz ehrlich: Selbst Schuld.
Nachdem Troy uns erklärt hatte, wie man die Filme gucken kann, schaute er mit uns „Meine Frau, unsere Kinder & ich“ gegen 20:30 Uhr. Und später schaute ich noch „Transformers 3“ bevor ich ins Bett ging. Anni hatte nicht mehr bis zum Ende durchgehalten und ohne Untertitel ist es auch gar nicht so einfach, etwas zu verstehen. :(

Am Mittwoch, bin ich um kurz vor 09:00 Uhr aufgestanden & Troy war mal wieder nicht da, und hat uns auch nicht mitgeteilt was unsere Aufgaben wären.
Einer der „Twin Kauri Pines“
Also haben wir einfach seine Arbeitskleidung gewaschen & sobald die Waschmaschine fertig war, diese im Garten aufgehängt. Vor dem Frühstück habe ich noch den Müll raus gebracht und da Troy, zum Glück für mich, seinen PC im Schlafmodus hatte, konnte ich seit langem endlich mal in Ruhe ins Internet. :) Daher entschied ich mich auch mal wieder einen Post zu schreiben. :) Nachdem ich diesen veröffentlicht hatte, riefen wir Michael an, der uns am Vortag kontaktiert hatte und eventuell einen Job für uns hat. Wir vereinbarten, dass wir zu ihm nach Atherton fahren & er uns kennenlernen kann. Um kurz vor 14:00 Uhr sind wir dann über den Kennedy Highway zum „Barron Valley Hotel“ in Atherton gefahren. Atherton ist die Hauptstadt des Hochlandes und entstand aus einem Holzfällerlager. Sie wurde nach John Atherton benannt, der sich dort um 1870 als Farmer niederließ.
Car Wash in „Clifton Beach“
Aber warum wir dorthin gefahren sind, wissen wir eigentlich auch nicht. Wie schon am Vortag hat er uns noch einmal dieselben Fragen gestellt, die er sich hätte selbst beantworten können, wenn er unsere Lebensläufe gelesen hätte. Im Endeffekt stellte sich heraus, dass er ein Working Hostel betreibt und gehofft hat, wir sind 2 Dummchen, die er über den Tisch ziehen kann. Also, wieder nichts mit Job & wir sind 1 ½ Stunden für nichts dorthin gefahren. Er meinte zwar er würde sich melden, aber wir glaubten nicht daran. Er wird wohl warten, bis ihm 2 Dümmere über den Weg laufen.
Da wir nun schon mal da sind, dachte ich es wäre Zeit sich endlich einmal den „Curtain Fig Tree“ in der Nähe vom Dorf Yungaburra anzuschauen. Dies ist eine monströse Würgefeige, deren Luftwurzeln aus 18m Höhe wie Vorhänge von den ausladenden Ästen fallen. :) Dort kamen wir dann gegen 16:00 Uhr an und bestaunten diesen spektakulären Baum.
Mit Sen im „Thala Beach Lodge“
Auf unserem Weg zurück nach Cairns machten wir auch noch einen Stopp am Binnensee „Lake Barrine“. Der See, der sich im „Crater-Lakes-Nationalpark“ befindet, liegt in einer von Vulkanen geprägten Landschaft & ist der größte der in diesem Gebiet liegenden Kraterseen. Ein kurzer Pfad führte uns zu den „Twin Kauri Pines“, zwei gigantische Vertreter der wenigen Regenwaldbäume, die weit über die geschlossene Waldkrone hinauswachsen.
Kurz nach 18:00 Uhr kamen wir dann wieder bei Troy’s Haus an und wir erwartet, war er noch nicht Zuhause. Also machten Anni & ich wieder einmal nur für uns Abendessen.
Nachdem wir die Wäsche abgenommen hatten und ich meine Emails gecheckt hatte, schauten wir uns den Film „Kung Fu Panda 2“ an. :) Und nachdem wir noch „The Green Hornet“ geschaut hatten, gingen wir gegen 23:00 Uhr schlafen.

Blick vom „Rex Lookout“ 
Am nächsten Tag sind wir gegen 08:30 Uhr aufgestanden und Troy war wieder einmal schon weg. Langsam wurde es komisch. Nachdem Frühstück schmissen wir mal wieder eine Waschmaschine an, denn Troy hatte echt viel dreckige Wäsche in seinem Zimmer verstreut. Danach saugte ich das ganze Haus und da dann auch die Waschmaschine fertig war, hängten wir die Wäsche auf. Gegen 12:30 Uhr befanden wir uns im Stadtzentrum und klapperten einige Jobagenturen ab, wobei sich dann herausstellte, dass die alle möchten, dass man ihnen die Dokumente per Email zuschicken soll.
Wieder zurück, machten wir uns gegen 15:30 Uhr etwas zu Essen und schauten „The Green Lantern“, sowie „Ich bin Nummer 4“. :) Da Troy dann auch einmal sich in seinem Haus blicken ließ, während wir noch wach waren, wollte er dann TV schauen. Freundlicherweise hat er dann auch nur Essen für sich zubereitet und gar nicht erst gefragt hat, ob wir auch etwas möchten. Irgendwann bat er uns dann, dass wir am Folgetag gehen sollten. Also suchten wir uns die Kontaktdaten von möglichen neuen Hosts raus, die wir dann am nächsten Morgen kontaktieren wollten & um 22:30 Uhr hatten wir uns schlafen gelegt.
Blick auf den „4 Mile Beach“
Troy war somit der eigenartigste Host, den wir bisher hatten, am Montag, an seinem Geburtstag, war er so nett, alles war völlig in Ordnung & wir hatten uns auch gut mit ihm verstanden. Und auch am Dienstag hatte er sich freudig dafür bedankt, dass wir die Küche geputzt hatten, dass war dann aber auch das letzte Mal, dass er so richtig mit uns gesprochen hatte. Seitdem hatte er weder auf Anrufe noch auf SMS reagiert, und war halt nie anwesend. Er hätte sich wenigstens einmal bedanken können, dass wir sein Haus auf Vordermann gebracht haben.
Mini-Leuchtturm am „Island Point Lookout“

Am Freitag sind wir also 08:30 Uhr aufgestanden & überraschenderweise war Troy anwesend. Schlecht für uns, denn wir hatten am Vortag eine Pancake-Fertig-Packung entdeckt, die wir eigentlich an diesem Tag zum Frühstück essen wollten. Stattdessen entschieden wir uns diese einfach mitzunehmen und irgendwo an einem öffentlichen Barbecuegrill zu zubereiten. :)
Nach einer letzten Dusche, packten wir unsere Sachen und riefen spontan bei Sen an, der sich um 11:30 Uhr mit uns in einem Café treffen wollte, um uns kennenzulernen. :)
Da wir bis dahin noch ausreichend Zeit hatten und ganz heiß auf unsere Pancakes waren, verabschiedeten wir uns ohne große Worte von Troy.
Entlang der „Esplanade“ suchten wir nach einem kostenfreien Parkplatz und am Ende fanden wir auch einen, der in der Nähe eines Barbecuegrills war. :) Nachdem dieser uns zu lange brauchte, wahrscheinlich war das Gas leer, holten wir unseren eigenen Campingherd und auf einmal hatten wir ganz fix 2 Pancakes, die schön satt machten. Mit Apfelmus oder etwas anderem wäre es noch besser geworden, aber wir sind zum Glück nicht so anspruchsvoll. :) Gegen 11:00 Uhr parkten wir unser Auto um, und liefen zum vereinbarten Treffpunkt mit Sen. Dieser kam dann gegen 11:45 Uhr. Obwohl er die kommende Nacht nicht in seinem Haus verbrachte, bot er uns an, dass wir dot schlafen dürften. Echt total freundlich. Ich würde jetzt nicht unbedingt Fremde, die ich gerade einmal eine halbe Stunde kenne, in mein Haus lassen. :) Die Bedingung war, dass wir uns selbst etwas zum Abendessen kaufen sollten, also liefen wir zum „Woolworths“ & kauften ein. Danach fuhren wir zu unserer neuen Unterkunft in „Clifton Beach“. :D Nachdem wir unsere Sachen dort verstaut & unser Zimmer bezogen hatten, wollten wir dort an den Strand. Leider konnte man dort trotz Netz nicht baden gehen, also fuhren wir mal wieder nach „Palm Cove“. :) Die Zeit dort verbrachten wir mit baden, lesen & schlafen. Schließlich hatte ich immer noch das Buch von Steve. :)
Schwingbrücke im „Mossman Gorge“
Da Sen überraschenderweise doch noch einmal kurz nach Hause kam, rief er uns an und wir machten uns auf dem Weg zu ihm. Dort zeigte er uns das Wichtigste im Haus und die Aufgaben für den kommenden Tag. :) Nachdem er uns dann wieder verlassen hatte, kochten wir Abendessen und schauten nebenbei TV. Danach war ich mit Annis Tablet im Internet und erfreulicherweise hatte ich das einmalige Glück meine Emails abrufen zu können, aber ich brauchte eine Ewigkeit, um eine Email an meine Familie zuschreiben. :) Später las ich noch weiter das Buch, bevor wir schlafen gingen.

Am 18. Februar 2012 sind wir um 09:15 Uhr aufgewacht und haben den Kühlschrank nach Frühstück durchsucht. Wir stellten fest, dass Sen nicht wirklich viel zu Hause isst, da der Kühlschrank nicht viel hergab. Aber mit ein bisschen Improvisation konnte jeder von uns etwas essen. Ab 09:45 Uhr putzten wir für 3 Stunden das Haus und sammelten die vertrockneten Palmenblätter im Garten ein.
Zum Mittag war die Situation ähnlich wir beim Frühstück, aber es klappte irgendwie. Nachdem ich noch ein wenig gelesen hatte, machten wir uns gegen 14:00 Uhr auf zum „Trinity Beach“. Dort war es recht überlaufen & sehr windig, und zu dem hat man dort sehr starken Flugzeuglärm. Heißt: „Palm Cove“ ist schöner. ;)
Der  „Captain Cook Highway“
Da der Wind immer stärker wurde, verließen wir den Strand gegen 16:00 Uhr und fuhren nach „Mooroobool“, zum Haus von Steve“, da ich das Buch an diesem Tag wieder abgeben sollte. Leider konnte ich es nicht zu Ende lesen. Steve war noch nicht da, also hinterließ ich das Buch mit einer kleinen Notiz für ihn. :) Kurz bevor wir bei Sens Haus in „Clifton Beach“ angekommen waren, erhielten wir einen Anruf von Sen, dass er diese Nacht auch nicht nach Hause kommen würde, aber wir etwas für das Abendessen kaufen könnten und er uns das Geld dann zurück gibt. Also machten wir uns noch schnell auf den Weg zum „Coles“ und besorgten Gemüse & Obst für das Abendessen, sowie Frühstück.
Gegen 18:00 Uhr kochten wir uns dann Abendessen und nachdem wir gegessen hatten, konnte ich Facebook checken, aber www.gmx.net funktionierte wie immer nicht. :( Nach einer wohltuende Dusche, schrieb ich einige Postkarten und nebenbei schauten wir den Film „96 Hours“ und während Anni noch den Film „Deception – Tödliche Versuchung“ guckte, ging ich schon schlafen. Leider haben wir beim Fernsehen feststellen müssen, dass in sehr kurzen Abständen immer genau 4 Minuten Werbung kam, das ist verdammt nervig, denn es ist zu kurz um irgendetwas machen zu können. Das ist in Deutschland echt angenehmer, hier bekommt man einfach nur die Krise, wenn alle 6 – 8 min 4 min Werbung kommt. :(

Der 19. Februar 2012 bedeutete für Anni & mich, dass wir nun schon 3 MONATE in Australien sind – anders gesagt ein Vierteljahr. :) Die Zeit kommt uns noch gar nicht so lang vor. Aber ich weiß für meine Familie ist es schon zu lange und ich sollte am Besten schon wieder zurück kommen. :)
Das Purpurhuhn im „Hastie's Swamp“ 
An diesem Sonntag sind wir um 08:30 Uhr aufgestanden und haben gefrühstückt. Da wir am Vortag nicht alle zugeteilten Aufgaben erledigt hatten, reinigten wir als erstes Sens Veranda inkl. den Gartenmöbeln. Nachdem Sen die letzten 2 Nächte nicht anwesend war, kam er dann gegen 11:00 Uhr. Gemeinsam fuhren wir 3 in die Stadt, um sein 2. Auto zu holen, da wir beide an diesem Tag reinigten sollten. Auf dem Rückweg zum Haus, saßen er & Anni in seinem BMW Cabrio & ich dürfte alleine seinen Mercedes fahren. Man, war das ein Spaß! Den meisten Spaß beim Autofahren hat man, wenn man alleine einen Sportwagen fahren kann. :D Tage später hat er mir dann auch mal erzählt, dass sein Auto eigentlich nur Personen ab 25 Jahren fahren können, wegen der Versicherung. Gut, dass ich bereits unversichert mit seinem Auto gefahren bin.
Seine Autos hatten wir dann gegen 16:00 Uhr fertig, und danach brauchten wir beiden definitiv eine Dusche. Danach wollte uns der gute Sen einmal Port Douglas zeigen. Port Douglas ist eine kleine Stadt mir rund 1.000 Einwohnern, etwa 60 km nördlich von Cairns. Bedingt durch die Nähe zum „Great Barrier Reef“ lebt sie hauptsächlich vom Tourismus. Leider hat uns während der Fahrt ein starker nicht endender Regen erwischt und somit wurde nicht wirklich etwas aus dem Sightseeing. Aber dafür sind wir den „Captain Cook Highway“ entlang gefahren, der eine relativ kurze Fernverkehrsstraße ist und über eine Länge von 75 km verläuft. Dabei folgt er dem Verlauf der Küste des Landes und windet sich zwischen der Küste einerseits und tropischem Regenwald auf der anderen Seite der Straße. Einfach eine spektakuläre Aussicht. In Port Douglas fuhr Sen mit uns auf den „Flagstaff Hill“, da man von dort eine schöne Aussicht auf den „Four Mile Beach“ haben soll. Leider konnten wir durch den immer stärker werdenden Regen nichts sehen. Also fuhren wir noch bei dem „Coles“ im Ort ran und kauften einiges für das Abendessen bevor wir uns wieder auf den Rückweg machten. Zwischendurch hielten wir noch beim „Thala Beach Lodge“, ein sehr schönes Resort, wo alles aus Holz besteht und Sen lud uns auf einen Cocktail ein. :) Sehr lecker! :D
Beim „Bromfield Swamp“
Zuhause machten wir uns dann das Abendessen und nebenbei versuchte Sen uns die Regeln des Krickets zu erklären, was ihm leider nicht gelang. ;) Danach fuhr er mit uns zur nächsten Videothek, da er unbedingt den Film „Apollo 18“ schauen wollte, über welchen er einen Artikel gelesen hatte. Und in der 2. Videothek hatte er Glück und konnte diesen ausleihen. Nach Filmende gingen wir gegen 00:00 Uhr schlafen.

Am Montag bin ich um kurz nach 08:00 Uhr aufgewacht und wir haben alle 3 zusammen gefrühstückt. Von 09:00 bis 12:00 Uhr habe ich dann alle Fenster im Haus geputzt und den Küchenboden geschrubbt.
Danach entschieden wir uns, da das Wetter fantastisch war, noch einmal noch Port Douglas zu fahren. :) Unterwegs auf dem „Captain Cook Highway“ hielten wir am „Rex Lookout“ und genossen für einen Moment die schöne Aussicht auf das blaue Meer. :) In Port Douglas angekommen fuhren, wie schon am Vortag, auf den „Flagstaff Hill“ und Sen behielt Recht, man hat von dort aus wirkliche eine wunderschöne Aussicht auf den Strand. :) Da ich vorher ein Schild gesehen hatte, wo man auf einen historischen Leuchtturm hingewiesen wurde, machten wir uns auf die Suche nach diesem. Leider erfolglos – wahrscheinlich hatte Jemand das Schild verdreht. Also fuhren wir zur „Marina“, wo wir uns zu erst die Kirche „St. Mary’s by the Sea“ anschauten, eine wirklich schöne weiße Holzkapelle mit direktem Blick auf die See. :D
Da ich ein Schild mit dem Hinweis auf einen Steg gesehen hatte, machten wir uns auf die Suche nach diesem. Am Ende fanden wir einen, aber nicht in der Richtung, in welche das Schild wies. Und spektakulär war dieser Steg auch nicht. Also: In Port Douglas nicht auf Schilder vertrauen! ;)
Später besuchten wir noch den „Island Point Lookout“, wo wir dann auch endlich den Leuchtturm fanden, dieser war so klein, dass es nicht nötig war diesen zu besteigen. Sehr lustig diese sogenannten Leuchttürme in Australien. Ich liebe Leuchttürme – gegen die in Dänemark kamen bisher keine an. ;)
Der Krater im „Mt. Hypipamee National Park“
Da wir noch Zeit hatten, durchstöberten wir unsere Reiseführer und entschieden zur „Mossman Gorge“ zu fahren. Diese liegt 6 km westlich vom Ort Mossman und ist die traditionelle Heimat der Kuku-Yalanji-Aborigines. Zwei Rundwege, darunter einer mit einer Schwingbrücke, erschließen die Schönheiten der Schlucht, die die Südgrenze des „Daintree National Park“ bildet.
Auf dem Weg nach Hause machten wir noch einmal in Port Douglas Halt, um uns den „Four Mile Beach“ anzuschauen. Von Palmen gesäumt, lädt der herrliche Vier-Meilen-Strand zu Spaziergängen ein. Danach stoppten wir während wir den Highway zurückfuhren an diversen Parkbuchten, um die verschiedenen Eindrücke & Aussichten zu genießen. :) Gegen 18:30 Uhr waren wir dann Zuhause, und während wir warteten das Sen nach Hause kam, schaute ich mir Fotos an und der TV lief. Gegen 19:00 Uhr begannen wir dann zu kochen und eine halbe Stunde später konnten wir dann essen. Nachdem mir Sen gestattete, dass ich meinen letzten Post hochladen konnte, zeigte er uns die 1. Episode von „True Blood“ und meinte scherzhaft, dass bis jetzt jeder seiner HelpX-er „süchtig“ geworden ist. [Bis zum heutigen Tag kann ich sagen, er hatte Recht behalten! ;)]

Am nächsten Morgen sind wir um 08:00 Uhr aufgestanden und nach dem Frühstück spritzte ich die Auffahrt mit Wasser ab und reinigte den Kühlschrank. Das war dann auch schon alles, was wir für diesen Tag zu tun hatten, da wir schon so gut wie alle gereinigt hatten. Da es dann anfing zu regnen, schauten wir einfach bis 17:00 Uhr weitere Episoden von „True Blood“. Danach schnappte ich mir den Regenschirm und setzte mich für eine Stunde an den Strand und genoss das Rauschen das Meeres, und dass australische Hundebesitzer mit ihren Vierbeinern spazieren gingen. :)
Wieder zurück gönnte ich mir zum 1. Mal seit ich in Australien bin ein Bad in der Wanne – war das schön. :)
Nach einem Anruf von Sen, in welchem er uns mitteilte, dass er gegen 20:00 Uhr zu Hause sei, fuhren wir zum „Coles“ und kauften etwas für das Abendessen.
Sen überraschte uns dann auch damit, dass es geklappt hatte, dass wir Freikarten für die „Skyrail“ nach Kuranda bekamen. :D Tage zuvor, hatten wir ihn einmal gefragt, wie teuer die denn wäre und er meinte, er kenne dort Jemand, der uns, da ich einen Blog schreibe, Freikarten organisieren könnte. :D Dadurch sparten wir pro Person 66$. :) Das ist einfach großartig!
Nachdem wir noch ein wenig „True Blood“ geschaut hatten, hieß es gegen 23:45 Uhr Bettzeit.

Die „Dinner Falls“ im „Mt. Hypipamee National Park“
Am 22. Februar 2012 teilte uns Sen mit, nachdem wir gegen 08:45 Uhr aufgewacht und gefrühstückt hatten, dass wir an dem Tag keine Aufgaben erledigen müssten. Also überlegten Anni & ich, wo wir denn hinfahren könnten. Wir entschieden uns für eine Tour durch die „Atherton Tablelands“. Wir nahmen den Weg über den „Kennedy Highway“ und unser 1. Stopp sollte eigentlich „Nardello’s Lagoon“ sein, diese war zwar auf einer Karte eingezeichnet, die wir bei hatten, aber wir haben diese Lagune nie gefunden. Als nächster Ort von Interesse war „Bones Knob“ auf der Karte markiert, nachdem wir diesen überraschend gefunden hatten, stellten wir fest, dass es ein unspannender Aussichtspunkt war. Weiter ging es zum „Halloran’s Hill“ in Atherton. Der war sehr schön und man hatte einen schönen Weitblick. :) Weiter ging es zum nicht weit entfernten „Hastie’s Swamp“. An diesem Sumpf konnten wir einige Vögel beobachten, darunter das Purpurhuhn, welches zur Ordnung der Kranichvögel gehört. Unsere Fahrt führte uns weiter zum „Bromfield Swamp“, an welchem wir fast vorbei gefahren wären, da auf diesen direkt an der Straße nur eine zugewachsen Aussichtsplattform mit einem sehr verwitterten Schild hinwies. Nachdem wir die Straße wieder zurückfuhren, war unser letztes geplantes Ziel für diesen Tag der „Mount Hypipamee National Park“, welche 25 km südlich von Atherton lag. Dort führten Wege zum Krater und zu den „Dinner Falls“. Es ist ein kleiner aber feiner Nationalpark, der sehr beeindruckend war. :)
Blick auf Cairns' Hinterland
Für unseren Rückweg hatten wir uns mal wieder für den „Gillies Highway“ entschieden. Dieser Highway ist bekannt für seine 263 Kurven & 800 m Höhenunterschied in nur 19 km Länge. Dabei machten  wir noch Halt bei den „Malanda Falls“, welche so schön sein könnten, wenn man sie nicht zugebaut hätte. Da dieser Wasserfall nicht zum baden einlud, fuhren wir zum „Lake Eacham“ und stiegen in den See. Wir hatten vom Parkplatz aus eine Liegewiese gesehen, leider stellte sich dann am Ufer heraus, dass dem nicht so ist. Steintreppen führten in den See und Geländer sollten das Reinspringen vermeiden.
Gegen 18:00 Uhr waren wir dann wieder in „Clifton Beach“ und kochten Abendessen. Danach schaute ich mir noch kurz die Fotos vom Tag an, und da das Fernsehsignal Störungen hatte, schauten wir noch ein wenig „True Blood“, bevor wir gegen 23:30 Uhr ins Bett gingen.
In der „Skyrail“

Am Donnerstag war dann der Tag an dem wir mit der „Skyrail“ nach Kuranda fuhren. Wir sind also gegen 08:30 Uhr aufgewacht und aßen Frühstück. Sen hatte die Nacht nicht zu Hause verbracht, also warteten wir auf seine Ankunft. Als er dann da war, erklärte er uns kurz den Weg zur „Skyrail“ und seinen Tagesablauf. Gegen 09:30 Uhr machten wir uns auf den Weg. Am Ticketschalter wurden wir schon sehr freundlich begrüßt, und wir erhielten auch extra dicke Broschüren mit viel Informationsmaterial. :)
Diese „Skyrail“ ist die spektakuläre längste Gondelbahn des Kontinents: die 7,5 km lange Seilbahn wurde nach einjähriger Bauzeit 1995 eröffnet. Ihre 114 Gondeln für je 6 Personen schweben nur knapp über den Blättern des Regenwaldes – mit zwei Zwischenstopps an der „Red Peak Station“, wo ein kleiner Rundgang durch das tropische Dickicht führt, und an der „Barron Falls Station“ mit Naturlehrpfad zu den tosenden Wasserfällen. (www.skyrail.com.au)
„Skyrail“
Alle Türme wurden per Hubschrauber an Ort & Stelle gebracht, um eine Störung des Regenwaldes zu vermeiden. Der Höchste Turm ist 40,5 m hoch. Die Fahrt mit der „Skyrail“ dauert in jede Richtung ca. 1 ½ Stunden. Da wir sehr viel Glück mit dem Wetter hatten, hatten wir auf dem ersten Abschnitt einen herrlichen Panoramablick über Cairns und das Hinterland bis hinauf auf das Korallenmeer. :) Wir hatten das einmalige Erlebnis den rankenreichen, üppigen & vielschichtigen Regenwald zu sehen, während wir nur wenige Meter über den Baumkronen dahin glitten. Teilweise konnten wir nicht einmal den Boden sehen. Wir waren auch immer wieder überrascht, wie freundliche die Mitarbeiter waren, immer ein Lächeln und man wurde immer auf alles hingewiesen, wie z. Bsp. wie lange die Fahrt bis zur nächsten Station dauert. Endlich einmal auf Freundlichkeit trainierte Mitarbeiter. :D Kuranda an sich war dann nicht ganz so spannend, wir schlenderten ein wenig durch die Stadt zu den verschiedenen Märkten. Aber an den Preisen mussten wir feststellen, dass das Bergstädtchen eher für die gut betuchten Touristen ausgelegt ist. Zurück ging es dann auch wieder mit der „Skyrail“ und um kurz nach 14:00 Uhr waren wir wieder Zuhause.
„Barron Falls“
Wie machten es uns dann wieder auf der Couch gemütlich und schauten „True Blood“ (Sen hat alle 3 bisher veröffentlichten Staffeln) bis Sen gegen 20:00 Uhr nach Hause kam. Danach bereiten wir alle 3 das Abendessen vor, welches Sen dann auf dem Grill vollendete. Und da wir noch nicht genug von „True Blood“ hatten, schauten wir weiter bis ca. 23:30 Uhr.

Am Freitag sind wir gegen 08:45 Uhr aufgestanden und nach dem Frühstück machten wir uns daran die Küchenschränke sowie Herd zu reinigen. Danach spritzte ich mal wieder die Auffahrt mit Wasser ab, wobei ich nebenbei schon einmal Pellkartoffeln für das Abendessen kochte. :) Danach fuhren wir zu den „Crystal Cascades“, welche in keinem Reiseführer stehen, uns aber schon viele Australier drauf hingewiesen hatten. Vor Ort mussten wir feststellen, dass dort ganz schön viele Menschen waren, aber wir schätzten, dass es hauptsächlich Einheimische waren. Nachdem der Weg entlang des Baches einfach von einem Zaun unterbrochen wurde, suchten wir uns ein schönes Plätzchen und badeten in den „Crystal Cascades“. Sen gab uns auch noch den Tipp, wir könnten auch zum „Lake Placid“ fahren und da dieser auf dem Weg zu den „Crystal Cascades“ lag, machten wir auf unserem Rückweg dort Halt. Dort war erstaunlicherweise niemand, obwohl es ein wirklich idyllisches Plätzchen ist, vor allem gut für Picknicks geeignet.
Gegen 14:30 Uhr waren wir wieder zurück in Sens Haus und da wir Hunger hatten setzten wir Kartoffeln auf, welcher nach einer Folge „True Blood“ fertig waren. :) Nachdem wir gegessen hatten, schauten wir weiter „True Blood“ bis Sen gegen 19:30 Uhr nach Hause kam. Gemeinsam fuhren wir danach zum „Coles“ einkaufen. Nach dem Abendessen genossen wir 3 ein leckeres Schokoladenfondue – zum dahin Schmelzen. :)
„Crystal Cascades“
Nachdem wir zusammen noch den Film „Family Man – eine himmlische Entscheidung“ geschaut hatten, wollte Sen noch eine Fahrt in die Stadt mit seinem Cabrio machen, also entschied ich spontan mitzufahren. Sens eigentliches Ziel war eine Eisdiele in der Stadt, diese hatte aber mittlerweile, da es schon nach 00:00 Uhr war, geschlossen. Also holten wir uns ein Eis bei „McDonalds“ und kurz vor 01:00 Uhr waren wir wieder zurück. Kurz nachdem ich mich schlafen gelegt hatte, rief mich Sen, da er einen sehr großen grünen Frosch an seinem Bett sitzen hatte. Der Versuch diesen aus dem Haus zubekommen, war dann doch sehr amüsant. :)

Am 25. Februar 2012 hat mich mein Wecker um 07:30 Uhr geweckt,  da wir an diesem Tag Kelsey, einer Freundin von Sen, bei der Hausarbeit helfen sollten, da er nicht mehr wirklich Aufgaben für uns hatte. Nach dem Frühstück konnte ich kurz schauen, ob ich Emails hatte, aber ich hatte bisher nie ausreichend Zeit einmal meine Emails zu beantworten. :( Gegen 09:00 Uhr sind wir dann bei Kelsey’s Haus in „Trinity Park“ angekommen. Dort reinigten wir ihr Auto, zupften Unkraut, fegten Terrasse & Garage, putzen die Fenster und die Möbel im Wohnzimmer. Zwischendurch erhielten wir einen kleinen Snack und gegen 13:30 Uhr bereitete sie uns Mittag, und als ob das nicht schon genug gewesen wäre, fuhr sie uns noch nach Hause und drückte jedem von uns 25$ in die Hand. :) Außerdem bot sie uns an, auch wenn sie noch nie HelpX-er hatte, dass wir auch gerne für ein paar Tage bei ihr bleiben könnten. Die Frau ist wirklich sehr nett und die haben einen richtig schnuffigen, süßen Hund. :D
Am „Lake Placid“
Da wir schönes Wetter hatten, entschieden wir uns einmal wieder an den Strand zu fahren, und da in „Palm Cove“ kein Parkplatz mehr frei war, fuhren wir weiter nördlich zum „Ellis Beach“. Dort war ich kurz im 29°C warmen Wasser und dann schliefen wir beide am Strand ein. :) Später hörten wir dann Donnern und sahen einige Blitze, wodurch wir dann vorsichtshalber nach Hause fuhren. Dort kamen wir dann gegen 16:30 Uhr an und der Regen ließ auch nicht lange auf sich warten. Ich nutzte die Zeit bis 18:00 Uhr, um an meinem Post zu schreiben. Sen kam an diesem Tag nicht nach Haue, weil er die Wochenenden immer mit seiner Partnerin verbringt. Gegen 18:15 Uhr machten Anni & ich uns dann Abendessen und den Rest des Abends verbrachten wir mit weiteren Episoden von „True Blood“ (mittlerweile sind wir bei Staffel 3 angekommen). Wobei wir uns zwischendurch noch einmal ein Schokoladenfondue machten, da wir noch ein wenig Schokolade vom Vortag übrig hatten. :) 

Montag, 20. Februar 2012

Snorkeling in/at/on/around the Great Barrier Reef

Auf der „Star Ferry“


Am 8. Februar 2012, ein Mittwoch, sind wir beide um kurz vor 08:45 Uhr aufgestanden und nach dem Frühstück haben wir Tony angerufen, um ihm unsere Entscheidung mitzuteilen, dass wir schon an diesem Tag mit ihm zu dem mehrtägigen Segeltörn auf das „Great Barrier Reef“ aufbrechen könnten. Da wir aber noch ein bisschen Essen einkaufen mussten, verabredeten wir uns für später, da wir noch unsere Sachen packen mussten und unseren Familien & Freunden eine Nachricht hinterlassen wollten, damit sich keiner wundert, dass wir uns mehrere Tage nicht melden. :) Das Ganze war schließlich sehr spontan. Unser Host Steve war zum Glück nicht zu bedrückt, dass wir ihn so kurzfristig verlassen würden.
Auf der „Star Ferry“
Um 10:00 Uhr waren wir am Pier mit Tony verabredet, um eigentlich einkaufen zu fahren, dieser dachte, wir hätten schon alle unsere Sachen dabei, was nicht der Fall war, außerdem wollten wir uns noch von Steve verabschieden, so dass wir noch einmal zum Haus zurück mussten. Der eigentliche Plan war, dass Tony gegen 12:00 Uhr noch an einer Regatta teilnimmt, und wir danach gegen späten Nachmittag rausfahren. Er hatte den Plan aber einfach geändert ohne uns zu informieren, da er doch nicht mehr an der Regatta teilnehmen wollte und dafür schon gegen Mittag lossegeln möchte. Also hieß es schnell zurück zu Steves Haus und die restlichen Sachen zusammenpacken und sich von Steve zu verabschieden.
Gegen 11:45 Uhr sind wir dann auch endlich mit Tony einkaufen gefahren, allerdings haben wir zu erst unser Auto bei seinem Freund Troy vor der Haustür geparkt, damit er ein Auge darauf hat, während wir auf dem Meer sind. :)
Nachdem alle Wege erledigt waren, segelten wir mit Tonys Boot, mit dem Namen „Star Ferry“, erst einmal Richtung „Green Island“, wobei ich die ganze Zeit das Steuer in der Hand hatte, aber im Gegensatz zu unserem ersten Trip, hatten wir an diesem Tag einen sehr angenehmen Wind. :) Unterwegs schwamm erstaunlicherweise direkt ein Delfin neben unserem Boot. Leider war es nur ein kurzer Augenblick, aber trotzdem unfassbar. :) Für die Nacht hatte sich Tony einen Ankerplatz in der „Turtle Bay“ ausgesucht, wo wir gegen 19:00 Uhr ankamen. Da er eine Weile den Grund nach irgendwelchen Felsbrocken prüfen musste, aßen wir Abendessen erst gegen 21:30 Uhr, wo wir 3 dann aber schon kurz vor dem Verhungern waren. ;)
In der „Turtle Bay“
Den Rest des Abends sprachen wir über verschiedene Themen, tranken Bier, genossen den Rauch von Zigaretten und wunderten über den herrlichen Sonnenuntergang direkt hinter dem Berg an der Küste. :) Gegen 01:00 Uhr war dann auch mal Zeit zum Schlafen. Leider hatten Anni und ich mit der starken Wärme unter Deck zu kämpfen, so dass wir entschieden, dass Anni da schlief, wo ich hätte schlafen sollen und ich mir das andere Bett mit Tony unter dem Ventilator teilte.

Am nächsten Morgen erwachten wir nach einer sehr schlaflosen Nacht um 07:00 Uhr. Ein Glück gewöhnten Anni & ich mich die nächsten Tage an das Schlafen unter Deck, wo wir fast immer ein Saunagefühl hatten.
Nach dem Frühstück nahmen wir ein Schlauchboot um 09:00 Uhr, um an Land zu gehen in der „Turtle Bay“. Ein wirklich sehr schönes Fleckchen Erde. Direkt neben dem salzigen Meer hat man die Möglichkeit in einem kleinen Süßwasserbach zu planschen. Obwohl eine Verbindung zum Meer bestand, war es eindeutig Süßwasser. :)
Gegen 11:00 Uhr waren wir zurück auf der „Star Ferry“ und segelten bis 18:00 Uhr nach „Russel Island“, wo Tony & ich erst einmal vom Boot aus ins Wasser sprangen. Eine sehr angenehme Erfrischung! Wie am Vortag konnten wir wieder einen spektakulären Sonnenuntergang genießen. Da wir die Nacht zu vor durch die Wärme kaum Schlaf bekommen hatten, dachten Anni und ich wir testen es einmal auf dem Deck zu schlafen. Tony hatte für uns extra die Überdachung aufgebaut. Und gegen 22:00 Uhr legten wir uns auf dem Deck schlafen, leider konnten wir dort nur für eine Stunde ruhen, denn dann kam der Regen. leider war die Überdachung nicht wasserfest, und wir weckten Tony unsanft, damit er das Boot wetterfest macht und wir schliefen wieder unten. :) Wir haben es auch kein weiteres Mal mehr versucht, sondern mit jeder Nacht wurde es besser mit dem Schlafen unter Deck. :)
In der „Turtle Bay“

Am Freitag sind wir dann auch erst um 08:30 Uhr aufgewacht, und noch vor dem Frühstück begrüßte uns eine recht große Schildkröte, die um das Boot schwamm. :)
Später nahmen wir wieder Tonys Schlauchboot und machten uns auf nach „Russel Island“. Erfreulicherweise konnten wir im Meer ohne spezielle Schutzanzüge baden gehen, und das obwohl, wie ich schon einmal erwähnt hatte, die Saison für gefährliche Quallen ist. Aber warum auch immer waren sie zurzeit nicht beim „Gret Barrier Reef“. :) Gut für uns! :D
Super war auch, dass Tony Tauchermasken & Schnorchel für uns alle 3 hatte, somit schnorchelten wir zum 1. Mal in unserem Leben im Riff. Wie spektakulär ist das denn.
Ich war SCHNORCHELN IM „GEAT BARRIER REEF“!
In der „Turtle Bay“ mit Tony
Es ist einfach unbeschreiblich schön, so viele bunte Korallen & Fische. Ich schwamm mit einer Schildkröte, einfach der Wahnsinn. Es ist einfach umwerfend gewesen. Schade, dass wir keine Unterwasserkamera dabei hatten, dass wären auf alle Fälle unvergessliche Bilder für die Ewigkeit gewesen. Und ich kann definitiv behaupten, die Macher von „Avatar“ haben sich definitiv von diesem tollen Ort inspirieren lassen. :) Und nachdem wir einen sehr schmerzvollen Weg zum Leuchtturm gewandert sind und auf diesen verbotenerweise geklettert sind, sind wir später selbstverständlich noch eine Runde im traumhaften Riff Schnorcheln gewesen. :)
Der Weg zum Leuchtturm war schmerzhaft, da es durch das umgebende Riff kein Sandstrand war, sondern überall abgestorbene Korallenstücke lagen, und wir das vorher nicht ahnten und deswegen unsere Flip Flops auf dem Boot gelassen hatten. Aber die Aussicht von diesem Leuchtturm, was eigentlich eher eine unsichere Metallkonstruktion war, war der Schmerz alle mal wert. :D
Während die anderen noch ein wenig im Riff schwebten, erkundete ich noch ein wenig die Insel, da es für mich ohne Flossen viel anstrengender war mich im Wasser fortzubewegen. :(
Aber dadurch, dass die Ebbe eingesetzt hatte, konnte ich am Strand entlanglaufen, der nun auch mehr Sand bot. :) Erstaunlicherweise fand ich auf dieser kleinen schönen Insel sogar Zeltplatz & ein Toilettenhäuschen. Die Australier sind schon ein erstaunliches Völkchen. Da bauen die auf dieser Insel eine Toilette. :D
Nach unseren beeindruckenden Erlebnissen auf/um/in/vor „Russel Island“ kehrten wir zum Boot zurück und aßen gegen 16:00 Uhr erst einmal etwas, schließlich war unsere letzte Mahlzeit: Müsli zum Frühstück. ;)
Danach nutzten wir die angenehme Brise und segelten schön ruhig & gelassen zur Nachbarinsel „Mabel Island“. Da wir erst spät etwas gegessen hatten, entschieden wir uns, dass zum Abendessen ein leichter Salat ausreichen würde. Und gegen 22:00 Uhr gingen wir dann zu Bett.

Auf „Russel Island“
Am 11. Februar sind wir mal wieder um 07:00 Uhr aufgestanden, und nach dem Frühstück schnappten wir uns gegen 09:30 Uhr das Schlauchboot, um „Mabel Island“ zu erkunden, welche ein National Park ist, d. h. alles wächst wie es will, was das Erkunden nicht gerade vereinfacht hat. Aber Gott sei Dank haben wir dieses Mal an die Flip Flops gedacht, was das Laufen auf  Insel sehr vereinfacht hat. Nach einiger Zeit haben wir dann ein eine kleine Bucht gefunden mit glasklarem, türkisem Wasser. Dort tauchten wir dann erst einmal ab. :) Während Tony noch ein wenig weiter in den Felsbrocken rumkletterte, entschieden Anni & ich uns für die sicherere Variante und blieben in der schnuckeligen Bucht. :)
Zurück auf dem Boot aßen wir etwas Kleines bevor wir wieder im Riff schnorchelten, allerdings war es dieses Mal ein ganz anderes Riff. Es war sehr spannend, aber das Riff vor „Russel Island“ hat uns mehr beeindruckt. Der Nachteil dieses Mal: Wir hatten Flut, das hieß das Riff lag sehr tief, aber es war trotzdem sehr herrlich. Es war auch ein wenig gruselig, das durch die Tiefe alles erst einmal sehr dunkel war, und zum anderen waren wir mitten im offenen Meer. Und um mein Angstgefühl kurzzeitig auf den Höhepunkt zu bringen, entdeckte ich unter Wasser einen Hai, der so groß war wie ich. Einfach beeindruckend! Und wie am Vortag schwamm ich mit großen Schildkröten durch das „Great Barrier Reef“. :)
Zurück auf dem Boot aßen wir etwas, und da für den kommenden Tag kaum Wind angesagt wurde, entschieden wir noch am späten Nachmittag nach „High Island“ zu segeln. :)
Um 18:00 Uhr dort angekommen sprangen Tony & ich wieder ins Meer und schwammen zur Insel, die von der Boje, an welchen man vor den „Frankland Islands“ immer ankern muss, um das Riff nicht zu zerstören, nicht weit entfernt war. Ich bin auch ein wenig auf ihr herum gelaufen, somit kann ich sagen, ich war auf „High Island“. :D
Im „Mabel Island National Park“
Zurück auf dem Boot chillten wir ein bisschen und checkten nach einigen Tagen unsere Emails via Tonys Laptop. :) Gegen 20:30 Uhr aßen wir Abendessen und nach dem wir eine Weile den atemberaubenden Sternenhimmel bestaunten, gingen wir gegen 21:30 Uhr schlafen.

Am Sonntag sind wir wieder um 07:00 Uhr erwacht und später machte Tony das Boot startklar, so dass wir mit sehr wenig Wind möglichst weit kommen, denn unser Ziel war erst einmal „Fitzroy Island“. Zu der nicht vorhanden Brise gesellte sich strahlend blauer Himmel und viel Sonnenschein, so dass wir bei der Fahrt fast geschmolzen wären. ;) Während ich mein Buch las, gönnten wir uns zwischendurch eine Erfrischung mit einem Eimer Wasser aus dem Meer, den wir uns über den ganzen Körper kippten. :D
Auf der „Star Ferry“
Da zu erst keine Boje frei war, mussten wir in der Nähe von all den anderen Booten vor dem Resort von der Insel ankern, aber es war uns egal, da wir nur noch ins Wasser wollten. So bald Tony das Zeichen gab, sprangen wir ins kühle Nass. Später schnappten wir uns wieder unsere Schnorchelausrüstung und schauten uns das Riff von „Fitzroy Island“ an. Es war zwar schön, aber nicht sehr beeindruckend.  Während ich später auf dem Boot saß, sah ich das ein anderes Boot ein Boje in der „Shark Fin Bay“ verlassen hatte, also schipperten wie dorthin. Und da Tony uns erzählt hat, dass das Riff hier atemberaubender sein soll als an unserem vorigen Ankerplatz. Also ging es auf in die 2. Runde – und Tony hatte recht behalten – es war umwerfend, genauso großartig wie vor „Russel Island“. Wieder so viele Farben und ein paar Fische, die ich bisher noch nicht gesehen hatte. Einfach unbeschreiblich schön das „Great Barrier Reef“! Also, wer zum Schnorcheln nach „Fitzroy Island“ geht, sollte sich in der „Shark Fin Bay“ aufhalten, um nicht enttäuscht zu werden. ;) Leider war es auch erst einmal das letzte Mal Schnorcheln im Riff, denn da unsere Vorräte zur Neige gingen, segelten wir im Sonnenuntergang zurück nach Cairns. Wobei uns auch kleinen Babydelfine entgegen sprangen. :) Voll süß!
Auf der „Star Ferry“
Gegen 20:30 Uhr waren wir am Anleger am Pier von Cairns. Tony wollte unbedingt noch Bier kaufen, also liefen wir in die Stadt, und für einen Sonntag war die Stadt überfüllt mit Menschen und sogar „Woolworths“ hatte noch geöffnet, und Menschen gingen zu dieser ungnädigen Stunde noch einkaufen. Verrückt! Nach einer Weile hatten wir dann noch einen geöffneten Bottleshop gefunden, wobei Anni & ich sehr landkrank, anstelle von seekrank waren. Ein sehr unschönes, schwindeliges Gefühl. Zu mal wir nicht damit gerechnet hätten. Seekrankheit okay, aber Landkrankheit nachdem man mehrer Tagen segeln war, war sehr komisch und wir waren froh wieder zurück auf dem Boot zu sein. Da für den Abend nicht mehr die Möglichkeit bestand an unser Auto zu kommen, schliefen wir also noch eine Nacht auf Tonys Boot, dafür mussten wir aus dem Pier raus an seinen registrierten Ankerplatz. Dort angekommen rief ich erst einmal meine Familie an, um ihnen mitzuteilen, dass es mir gut ging und alles in Ordnung war – das Gespräch dauerte eine halbe Stunde und ich konnte mit jedem Familienmitglied sprechen. :) Leider hatten wir 3 uns ein wenig fest gequatscht nach meinem Telefonat und somit gab es Abendessen erst gegen 23:00 Uhr. Und gegen 00:30 Uhr verbrachten wir unsere letzte Nacht auf der „Star Ferry“. :)

Vor „High Island“
Am nächsten Morgen war ich schon seit 07:00 Uhr wach, konnte aber nicht mehr wirklich schlafen. Gegen 08:30 Uhr bin ich dann auf das Deck gekrabbelt und nach eine Weile bin ich dort oben noch einmal eingeschlafen und eine Stunde später wieder erwacht. Da Tonys Freund Troy, bei dem auch unser Auto stand, Tonys Autoschlüssel hatte, mussten wir bis 14:00 Uhr die Zeit totschlagen, weil er dann erst kommen würde. Da mittlerweile nicht mehr wirklich etwas zu essen auf dem Boot war, ging es mir nicht so gut während wir warteten, da ich am Verhungern war. :( Da Anni und ich nach den Tagen mit der Outdoor-Dusche auf dem Boot endlich mal eine richtige Dusche brauchten, legten wir gegen 12:00 Uhr wieder am Pier an und wir liefen zur öffentlichen Dusche an der Lagune. :) Man, war das geil, da fühlt man sich gleich wieder lebendig. :) Danach nur noch etwas zu Essen und der Tag konnte für mich starten. Da Tony erzählte, dass es Pizza für 5$ in den Bars am Pier gab, war das also unser Plan für das Mittagessen/Frühstück. :) Leider teilte man uns in der „Pier Bar“ mit, dass dieses Angebot nur von Freitag bis Sonntag gilt, aber wir könnten es in der nächsten Bar probieren. Und siehe da, im „Bellavista“ bekamen wir unsere Pizza, leider hatten Anni & ich danach immer noch ein Hungergefühl. ;) Während wir aßen, gesellte sich Troy zu uns, der an diesem Tag seinen 40. Geburtstag hatte und uns nach dem Essen in den Yachtclub von Cairns entführte, um mit uns einige Bierchen und Rum zur Feier des Tages zu trinken. :) Er ist nämlich der Vize-Commodore und hat spezielle Rechte. ;) Er offerierte uns auch, dass wir als HelpX-er in seinem Haus für die nächsten Tage bleiben dürften. Fantastisch, wie einfach es war einen Schlafplatz für die nächste Nacht zu finden. Somit konnten wir dann ach den Rest des Tages genießen. Dieser spielte sich hauptsächlich im Yachtclub ab, nur zwischendurch sind wir kurz zu Tonys Boot raus auf das Wasser, um unsere restlichen Sachen zu holen. :) Je später der Tag, desto mehr Geburtstagsgäste gesellten sich zu uns.
Gegen 22:30 Uhr war dann die Feier in kleiner Runde zu Ende und wir wurden zu Troys Haus gefahren. Dort ließen wir den Abend mit einem Pokerspiel und viel Lachen ausklingen. Troy hatte sich als erster verabschiedet und gegen 03:00 Uhr in der Nacht hieß es auch für Tony, Anni & mich schlafen zu gehen. 
Für beide Trips zusammen haben Anni & ich nur insgesamt 85$ bezahlt. :D Und zwar für Essen, Sprit, Zigaretten & Bier. Nicht jeder kann behaupten einen so geilen Trip für so wenig Geld gemacht zuhaben. :)

Mittwoch, 15. Februar 2012

Immer wieder Ärger mit Heiko

Am Montag, den 30. Januar 2012, bin ich um kurz vor 09:00 Uhr aufgestanden und nach dem Frühstück war ich bis gegen 11:00 Uhr im Internet. Danach besprachen wir mit unserer Autoverkäuferin Maria die Zahlungsmodalitäten und riefen in der Werkstatt an, dass diese noch ein „Safety Certificate“ mitmachen sollten, wenn sie sowieso schon den Ford reparierten. Wir benötigten dieses Sicherheitszeugnis (ähnlich wie TÜV in Deutschland), da wir leider keine Adresse in Western Australia haben und dieses für ein Auto, welches in Queensland angemeldet ist, Pflicht ist. Zum Glück sind die Kosten dafür mit ca. 66$ niedriger als uns alle anderen immer erzählt hatten.
Später arbeitete ich an meinem letzten Post, wobei wir zwischendurch um 14:30 Uhr zu Mittag aßen. Nachdem mein Blog aktualisiert war, zupften wir von 15:45 bis 18:45 Uhr wieder Unkraut im Garten. Allerdings erhielten wir zwischendurch einen Anruf von Maria, dass die Reparaturkosten auf 530$ gestiegen sind, und sie Probleme mit ihrer Kreditkarte hat und die Rechnung erst einmal nicht bezahlen konnte. Somit blieb unser Auto, welches wir auf den Namen Heiko getauft hatten, erst einmal in der Werkstatt und wir verabredeten uns dort für den kommenden Tag zu 10:30 Uhr.
Nachdem die Gartenarbeit erledigt war, nahmen wir eine Dusche und aßen gemeinsam mit unserem Host Steve Abendessen. Danach skypte ich noch mit meiner Mutti, schließlich war an diesem Tag ihr Geburtstag. :) Leider stürmte es draußen sehr stark und von daher war die Kommunikation nicht so einfach. Anni war sehr amüsiert darüber wie laut ich in das Tablet sprach. :D Bevor wir um ca. 23:45 Uhr schlafen gingen, schauten wir noch ein bisschen Fernsehen.

Da wir am Dienstag eigentlich um kurz nach 09:00 Uhr zur Bushaltstelle laufen wollten, damit wir pünktlich zu 10:30 Uhr in der Werkstatt waren, hatten wir uns den Wecker zu 08:00 Uhr gestellt. Allerdings offerierte Steve uns nach dem Frühstück, dass er spontanerweise doch in die Stadt musste und uns daher mitnehmen könnte. Also waren wir im Internet und warteten auf der Terrasse bis wir um kurz nach 10:00 Uhr losfuhren.
Nachdem die Rechnung für die Reparaturen beglichen war, fuhren wir zur „Queensland Transport“, der queensländischen Zulassungsbehörde. Dort waren wir überfordert mit den 10 Formularen, die wir ausfüllen mussten und die Angestellten waren auch nicht gerade hilfreich, also nahmen wir diese mit und fuhren zu Steves Haus und füllten diese in Ruhe und mit seiner Hilfe aus.
Bei unserem zweiten Besuch dort, stellte sich heraus, dass wir unsere Adresse, freundlicher weise dürften wir die von Stan & Tara in Townsville angeben, beweisen müssten. Die Briefe, die uns unsere Familien geschickt hatten, reichten leider nicht aus. Man wies uns daraufhin, dass wir Bankdokumente als Beweis nutzen könnten. Also fuhren wir zur „Commonwealth Bank“, welche uns Briefe ausdruckte und gleichzeitig beantragten wir ein sogenanntes „Bank Statement“.
Beim Anbringen des Nummernschildes
Danach hieß es ein drittes Mal zu „Queensland Transport“, aber auch dieses Mal wurden unsere Schriftstücke nicht anerkannt, man benötige unbedingt dieses „Bank Statement“. Mittlerweile waren wir auch schon sehr unfreundlich gegenüber den Angestellten dort, schließlich hätte man uns das auch beim 1. Mal mitteilen können und wir hätten nicht so viel Zeit verschwendet. Wir hatten ja auch nichts Besseres zu tun. :( Bescheuert war auch, dass man dieses Schriftstück nicht nachreichen konnte, schließlich hätten wir einen Tag später immer noch dieselbe Adresse. Da die Bank uns mitgeteilt hatte, dass wir das Dokument erst am nächsten Tag abholen könnten, verabschiedeten wir uns von Maria und nahmen den Bus um 14:45 Uhr nach Hause. Nachdem wir etwas gegessen hatten und im Internet waren, arbeiteten wir von 16:45 Uhr bis 19:00 Uhr im Garten. Nach dem Abendessen schauten wir zusammen mit Steve den schlechtesten Film aller Zeiten mit dem Namen „The Tree of Life“. Bitte, schaut euch diesen niemals an, es ist nur rausgeschmissenes Geld, auch wenn Brad Pitt & Sean Penn mitwirken. Nach Filmende ging es ins Bett. Resumé des Tages: Scheißtag!

Mit Heiko & Maria
Am Mittwoch sind wir um 07:00 Uhr aufgestanden und nach dem Frühstück sind wir um kurz nach 08:00 Uhr zum Bus gelaufen. In der „Commonwealth Bank“ angekommen, teilten man uns bedauerlicherweise mit, dass unsere angeforderten Dokumente noch nicht fertig sind, schließlich benötigen diese 24 h. Und da wir diese am Vortag gegen 14:00 Uhr beantragt hatten, hieß es nun warten. Man würde uns eine SMS schicken, wenn wir unsere „Bank Statements“ abholen könnten. Völlig frustriert, schlenderten wir durch den „Woolworths“ und deckten uns mit Muffins, Cookies & Tim Tams ein. Aber als kleine Erheiterung stellte ich fest, dass es mein Shampoo hier auch in Australien gibt und es war sogar im Angebot – prima!
Mit unseren Einkäufen liefen wir zum Pier, wo wir auch ein schattiges Plätzchen fanden. Nachdem sich jeder von uns 2 Muffins gegönnt hatte, wurden wir von Tony, ein 41-jähriger Segler, angesprochen, ob wir denn am Nachmittag an einer Regatta teilnehmen wollten, leider mussten wir ihm absagen, da wir auf die SMS von der Bank warteten. Trotzdem bot er uns an, wir könnten uns ja zu ihm auf das Boot gesellen und er gab uns seine Handynummer, falls wir mal einen Segeltörn mit ihm machen wollen. :) Also packten wir unser Eroberungen ein, und lernten Tony & seine „Star Ferry“ kennen. :)
Gegen 13:45 Uhr liefen wir zur Bank, auch wenn wir noch keine SMS erhalten hatten. Dort teilten man uns mit, dass die blöden Dokumente noch nicht bereit stehen und man nicht wisse warum. Wir ließen uns Kontoauszüge ausdrucken, in der Hoffnung, dass diese akzeptiert würden. Nachdem wir Maria kontaktiert hatten, holte sie uns ab und wir fuhren zum 4. Mal zu „Queensland Transport“, allerdings nicht mit großer Hoffnung und wir wurden auch nicht enttäuscht, unsere Schriftstücke wurden ein weiteres Mal nicht akzeptiert.
Beim Segeltörn
Maria hatten uns dann freundlicherweise nach Hause gefahren und wir arbeiteten von 16:00 bis 18:45 Uhr wieder im Garten bevor es Abendessen gab. Da Steve zum Abendessen bei seinen Nachbarn eingeladen war und im Kühlschrank Kängurufleisch war, entschieden wir uns, dass es Zeit war, es zu probieren. Es schmeckt okay, aber nicht so, dass ich es öfter essen muss. :) Danach schaute ich den Film „Flypaper“, bevor ich gegen 21:30 Uhr mit Magenverstimmungen ins Bett ging, Anni hatte sich aus demselben Unwohlsein schon früher schlafen gelegt. Resumé: Noch ein Scheißtag!

Am Donnerstag, den 2. Februar 2012, sind wir um 08:30 Uhr aufgestanden und haben in aller Ruhe Frühstück gegessen – wie immer Obst mit Joghurt – lecker!
Nachdem wir von der Bank endlich die SMS erhielten, dass wir die „Bank Statements“ abholen könnten, nahm uns Steve mit in die Stadt. Nachdem wir unsere Schriftstücke erhalten hatten, holte Maria uns ab und wir fuhren zum 5. Mal zu „Queensland Transport“. Dort freute sich die Frau am Schalter, dass wir so gut vorbereitet waren, da alle Dokumente ausgefüllt waren und wir alle andere Papieren zum Identitätsnachweise vorlegen konnten. Nach 4 Besuchen dort, wussten wir ja auch was wir brauchten. Leider war die Registrierung mit 513$ sehr teuer, aber nachdem wir unsere Nummernschilder erhalten hatten, konnten wir diese endlich am Auto anschrauben und Heiko gehörte nun offiziell uns. Danach brachten wir Maria in ihr Hostel und setzten den Kaufvertrag auf. Da wir alle deutsche Konten besitzen, hatten wir uns entschieden, das Geld in € zu transferieren – ist auch sicherer als so viel Bargeld mit sich zuführen. Danach fuhren wir nach Hause und freuten uns, dass das ganze Procedere nun abgeschlossen war und wir unser eigenes Auto besitzen. Nach den stressigen Tagen, entschieden wir uns an den Strand von „Palm Cove“ zu fahren. Dies setzten wir in die Tat um und kamen gegen 14:45 Uhr an unserem Ziel an. :) Dort liefen wir erst einmal über den Steg, bevor wir uns eine Erfrischung im Meer gönnten und am Strand relaxten. Um 15:30 Uhr machten wir uns auf den Heimweg, leider überhitzte kurz bevor wir zu Hause waren unser Motor. Ganz große Klasse! :( Erste Fahrt im frisch repariertem Auto und dann das. :( Bevor unser Host Steve einen Blick unter die Motorhaube werfen konnte, musste Heiko erst einmal abkühlen. Währenddessen zupften wir von 16:30 Uhr bis 19:00 Uhr Unkraut. Steve teilte uns mit, er habe 10 l Wasser aufgefüllt, weil nichts mehr vorhanden war. Er sagte wir sollen am nächsten Tag  2 – 3 km fahren und dann schaut er noch einmal drüber.
Nachdem wir das Abendessen zubereitet hatten, konnten wir um 20:00 Uhr essen. Danach schauten wir noch ein wenig TV und checkten unsere Emails bevor wir dann gegen 23:00 Uhr schlafen gingen. Während des Fernsehschauens verabredeten wir uns mit Tony für einen Segeltörn am Samstag. :D

Beim Segeltörn
Da wir für Freitag einen ganzen Tag Gartenarbeit eingeplant, standen wir schon um 06:00 Uhr auf, schließlich mussten wir ein paar Stunden für Samstag rausarbeiten. :) Nachdem Frühstück machten wir eine kleine Probefahrt in unserem Ford, und danach schufteten wir im Garten. Steve konnte nichts Auffälliges am Auto feststellen, also entschieden wir, am Montag einfach einmal in die Werkstatt zu fahren, Steve machte uns Hoffnung, dass es nur etwas Kleines sei, so etwas wie in Leck. Von 07:15 bis 12:30 Uhr waren wir also fleißig bei der Gartenarbeit und erfrischten uns zwischendurch immer ein wenig im Pool. :) Während wir dann Mittag aßen, begann es stark zu regnen, was dazu führte, dass wir den Rest des Tages nicht mehr im Garten arbeiten konnten, so wie wir es eigentlich geplant hatten. Also bereiteten wir den nach dem Essen, den Salat für das Abendessen vor. Danach recherchierte ich Adressen von Hotels in den „Atherton Tablelands“ & in Port Douglas raus, an welche wir dann wieder unsere Bewerbung schickten. Denn leider hatte nicht ein Hotel in Cairns auf unsere Anfragen reagiert.
Da es einfach nicht aufhören wollte zu Regnen, surfte ich noch ein wenig im Internet und schaute dann Fernsehen. Nach dem Abendessen schmierten wir uns Brote für den kommenden Tag, bevor wir es uns wieder vor dem Fernseher gemütlich machten und um 21:30 Uhr schlafen gingen.

Am Samstag sind wir schon, wie am Vortag, um 06:00 Uhr aufgestanden. Nachdem wir uns Essen eingepackt und unsere Emails gecheckt hatten. Brachte uns eine Bekannte von Steve zum Yachthafen, wo wir ein wenig auf Tony warteten, bevor dieser ca. 07:45 Uhr am Steg ankerte. Nachdem Tony das Boot startklar gemacht hatte, segelte wir um 08:45 Uhr hinaus auf das Meer. :) Allerdings hatten wir verdammt starken Wind mit teilweise bis zu 35 Knoten. Am Anfang und zwischendurch, dürfte ich sogar das Boot steuern, was gar nicht so einfach war. :) Leider hatten wir es nur bis zur „Mission Bay“ geschafft, wo wir gegen 11:30 Uhr ankamen und uns erst einmal stärkten & die Zeit mit Quatschen verbrachten. :) Da der Wetterdienst kein besseres Wetter prophezeite, segelten wir wieder zurück in Richtung Cairns, allerdings warfen wir uns vorher noch Tonys Regenjacken über, damit wir nicht zu nass wurden und erfroren. :) War schon echt witzig. Bevor wir allerdings wieder gegen 19:00 Uhr auf dem Festland waren, schipperten wir noch im Flussbett umher und bestaunten die Mangroven. Zum Abendessen waren wir bei Tonys Freunden auf „Redden Island“ eingeladen, ebenfalls Segler, allerdings haben sie sich überraschenderweise nicht nur über Boote unterhalten. :) Die haben sogar einen Pool auf dem Dach, von wo man aus einen schönen Blick auf den Ozean hat. :)
Um 21:30 Uhr waren wir wieder zu Hause, Tony hatte uns freundlicherweise gefahren, wo wir noch schnell unsere Emails checkten und eine Stunde später gingen wir schlafen.

Beim Segeltörn
Für Sonntag hatten wir uns wieder einen Tag Gartenarbeit vorgenommen und sind deshalb schon um 06:30 Uhr aufgestanden. :) Nachdem Frühstück räumte ich den Geschirrspüler aus & ein, bevor ich von 07:30 bis 13:00 Uhr im Garten Bäume stutzte & Unkraut zupfte. :) Zwischendurch machten wir um ca. 11:15 Uhr eine kleine Pause, in der wir unsere Wäsche wuschen & uns im Pool erfrischten. :) Nachdem wir die Wäsche aufgehängt hatten und eine Ladung Handtücher wuschen, aßen wir zusammen mit Steve Mittag. Während unsere Pause waren wir im Internet & schauten uns die Fotos vom Vortag an. Danach zupften wir noch einmal von 15:15 bis 18:15 Uhr Unkraut. Nach einer wohlverdienten Dusche kochten wir um 18:30 Uhr Abendessen. Danach schnappte ich mir das Buch „..everywhere but Missouri, mate!“ von Steve Savage, unserem Host. ;) Er hat insgesamt 3 Bücher veröffentlicht, 2 über seine Reisen durch die Welt und ein Kochbuch mit seiner Freundin. :)
Um 22:00 Uhr hieß es dann Bettzeit.

Am Montag sind wir um 08:00 Uhr aufgestanden, da wir nach dem Frühstück gegen 09:00 Uhr zur Werkstatt gefahren sind, um unser Auto prüfen zu lassen. Leider war das Ergebnis alles andere als erfreulich: Der Heizkörper müsse ausgetauscht werden und dafür müssten wir 450$ zahlen. Diese Nachricht hat uns dann doch ganz schön geschockt & deprimiert, da man uns eine Woche vorher mitgeteilt hatte, dass das Auto in einem guten Zustand wäre. Da wir ein altes Auto haben, muss man wohl mit so etwas rechnen.
Wir entschieden uns erst einmal nach Hause zu fahren, leider hat es Heiko nicht mehr bis dorthin geschafft, und ich entschied bevor er noch einmal überhitzt am Straßenrand zu parken. Nachdem wir dort eine Weile deprimiert neben unserem Auto saßen, baten wir Steve uns von dort abzuholen. Gegen 11:15 Uhr war er dann da. Zuhause stiegen wir erst einmal in den Pool bevor wir dann Mittag aßen. Um 13:30 Uhr haben wir dann das Auto vor die Haustür fahren können. Mittlerweile spielten wir sogar mit dem Gedanken Heiko wieder zu verkaufen, also setzten wir einen Eintrag auf www.gumtree.com.au. Ebenso suchten wir weiter nach Jobangeboten im Internet.
Von 15:30 bis 17:30 Uhr wuschen & putzten wir eines der beiden Autos von Steve und nach einem Internetcheck gab es um 18:30 Uhr Abendessen. Nachdem wir ein wenig Fernseh geschaut hatten, vielen wir deprimiert ins Bett. Resumé: Der beschissenste aller Scheißtage!

Am nächsten Tag bin ich kurz nach 08:30 Uhr aufgestanden und nach dem Frühstück, entschieden wir beide, dass es vllt. doch besser ist, wenn wir Heiko nicht verkaufen und ihn einfach reparieren lassen. Schließlich haben wir schon ein Auto und alle anderen Autos, die für uns in Frage kommen würden, sind genauso alt und werden die gleichen Probleme haben. Also riefen wir in der Werkstatt an und vereinbarten einen Termin für 13:30 Uhr. Danach schrieben wir wieder dutzende Hotels an, bevor wir um 12:45 Uhr zu Werkstatt fuhren. Nachdem wir Heiko ein weiteres Mal in die Hände des Mechanikers übergeben hatten, liefen wir zur Lagune, und relaxten im Wasser bis wir unser Auto um 15:30 Uhr wieder abholen konnten. Nun haben wir einen neuen Heizkörper mit einer 24.000-km-Grantie. :)
Heiko im Stadtteil „Mooroobool“
Zu Hause angekommen, aßen wir erst einmal etwas und von 16:20 bis 18:50 Uhr zupften wir mal wieder Unkraut. Nachdem Abendessen schauten wir zusammen den Film „Crazy, Stupid, Love“ und um 22:00 Uhr legten wir uns schlafen. :) Nach dem ganzen Stress mit Heiko entschieden wir uns, dass wir ein wenig Urlaub verdient hätten, weshalb ich Tony eine Nachricht schrieb, in der wir ihn fragten was er von einem Segeltörn von Donnerstag bis Sonntag hielt. Kurz bevor ich eingeschlafen war, erhielt ich einen Anruf von ihm, in dem er uns mitteilte, dass er schon am nächsten Tag raussegeln wollte. Wir teilten ihm mit, dass wir ihm am nächsten Morgen unsere Entscheidung mitteilen würden. :)